Loma Corazon (Guandera)

Das Reservat Guandera bei San Gabriel im Norden von Ecuador bietet interessante Wanderungen durch Bergurwald und den Paramo. Ein sehr empfehlenswerter Aussichtsberg ist der Loma Corazon.

Das Reservat Guandera ganz im Norden von Ecuador wird wohl kaum jemand kennen, gehört es doch zu den kleinen seiner Zunft. Zudem ist es von San Gabriel aus nicht ganz einfach zu erreichen, geschweige denn irgendwo beschrieben wie zu das bewerkstelligen ist. Bis auf einige Praktikanten verirren sich kaum einmal Gäste hierher, am ehesten noch einheimische Gruppen.

Bewirtschaftet wird das Gebiet von der Ecuadorianischen Stiftung Jatun Sacha, die ihren Hauptsitz in Quito hat. Neben Guandera unterhält Jatun Sacha noch 3 weitere ökologische Stationen im Urwaldbereich.

Paramos-Guandera

Die Station selbst befindet sich auf etwa 3400 Metern Höhe inmitten des dichten Bergurwaldes. Sie besteht aus einer urigen Hütte, einem botanischen Garten, einer Art Gewächshaus und diversen Ställen, z.B. Meerschweinchen. Letztere werden als mögliche Mahlzeit für die Gäste herangezüchtet und gelten in den Andenländern als besondere Delikatesse.

Die Organisation hat mit Hilfe der Arbeiter und Praktikanten ein sehr gutes Wegenetz erstellt, welches auch den Zugang mit einschließt der nur zu Fuß zu bewerkstelligen ist. Fast alle führen zuerst durch dunkle Bergwälder, teilweise sogar Primärwälder, um dann später schlagartig in spärlich bewachsene Paramoflächen übergehen. Hier gibt es nur noch wenige kleinere Kakteenarten und dichtes Steppengras. Neben unzähligen Vogelarten sollen hier auch einige Pumas und sogar Brillenbären herumgeistern, allerdings benötigt man viel Glück um diese zu Gesicht zu bekommen. Auch Botanikern wird weiter unten im Bergwald das Herz aufgehen, am besten man lässt sich von Reservatsleiter Jose durch sein Territorium führen, dann kann man, Spanischkenntnisse vorausgesetzt so einiges lernen. Ansonsten biete der Veranstalter Thomas Wilken Tours Touren in dieser Region an, natürlich mit deutschsprachigem Übersetzer.

Tour zum Loma Corazon

Auf den Paramo

Links neben dem Gewächshaus nehmen wir den markierten Pfad, welcher bald einen deutlichen Rechtsbogen macht. Bald kommen wir an eine Abzweigung wo wir uns für den rechten Weg entscheiden. Steil und mühsam geht es hinauf, über Wurzeln, Stöcke und durch dichtes Geäst. Der Weg aber ist sehr gut ausgebaut und ohne jegliche Probleme zu finden. Nach einer kleinen Hochfläche mit Blick auf einen schmalen, langen Wasserfall, durchwandern wir den Primärwald. Lianenähnliche Gebilde hängen herab, auf überdimensionale Farne und einige bunte Blumenfarbtupfer. Eine weitere halbe Stunde später sind wir am Waldrand angekommen, weite Paramoflächen tun sich vor uns auf.

Durch den Paramo zum Gipfel

Der Weg wird nun etwas undeutlicher, führt aber direkt zum breiten Gipfelkamm hinauf. Auf Serpentinen wird in Ecuador oft dankend verzichtet, es geht deutlich bergauf. Zwischen hohen Bromeliengewächsen, durch dichtes Gras und einige feuchte Stellen geht es zum 3850 Meter hohen Gipfel. Viele weitere Paramoberge liegen vor uns, einige noch deutlich höher als unser Gipfel, aber auch recht weit entfernt.

Rundweg zurück zur Hütte

Zahlreiche Möglichkeiten gibt es für den Abstieg, wir nehmen den linken Weg zurück und überschreiten den Kamm in Richtung San Gabriel. Auf deutlichen Pfaden geht es abwärts, in weitem Bogen dem Waldrand entgegen. Auch hier finden wir gute Pfadspuren vor und es geht steil zwischen Ästen und Wurzeln bergab. Dabei passieren wir einige feuchte Stellen, je nach Wetterlage der letzten Tage auch kleine Tümpel, glücklich darf sich schätzen wer in dicken Gummistiefeln gut laufen kann. Der Weg mündet am kleinen Bach unterhalb der Hütte, wer möchte kann einige Meter weiter Rechts noch die Piscinas bewundern. In diesen beiden kleinen Teichen sollen demnächst Forellen gezüchtet werden um die Mahlzeiten in der Station noch abwechselungsreicher gestalten zu können. Von hier geht es dann noch auf gutem Steig etwa 50 Höhenmeter hinauf, dann ist unser Rundweg beendet.

Paramopflanzen-Ecuador

Highlights:

Zahlreiche Vogelarten

Eigentümliche und extrem vielseitige Vegetation

Weite Ausblicke

Unberührte Natur

Anreise:

Von Quito mit dem Bus nach San Gabriel, Haltestelle an der Panamericana. Zu Fuß linksseitig die Anhöhe hinauf der Innenbereich der Stadt ist deutlich sichtbar. Wer möchte kann auch mit dem Taxi zur Plaza fahren. Von dort fährt etwa um 12 Uhr rum täglich ein Bus nach Mariscal Sucre. Spätestens hier ist ein Geländewagen nötig, dieser kann aber auch schon direkt an der Plaza in San Gabriel angeheuert werden. Kostet etwa 15 Dollar und Guandera ist allen ein Begriff. Man fährt direkt zum hölzernen Wegweiser, von dort noch eine halbe Stunde Fußmarsch. Dabei müssen 2 Zäune überquert werden, auch ein kleiner Bach.

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