La Oroya - der Anticonapass

Der La Oroya Pass verbindet die peruanischen Städte Lima und Huancayo. Dabei wir eine Passhöhe von 4700m überschritten, von wo aus ein paar schöne 5000er leicht zu ersteigen sind.

La Oroya, der Anticonapass und ein wunderschönes Wandergebiet. Wahrlich ein trostloses Bild liefert die immerhin 50.000 Einwohner fassende Bergbaustadt, trostlose Wellblechhütten wechseln sich mit Schutthalden ab, sogar die umliegenden Felsberge sind von einfarbigem Grau geprägt. Dafür zeichnet sich die 3726 Meter hoch gelegene Minenstadt durch eine große Industrielle Geschäftigkeit aus, und ist das Bergbauzentrum schlechthin in Peru.

Zu sehen gibt es außer dem höchsten Golfplatz der Welt praktisch nichts, eigentlich besteht die Stadt aus einem einzigen langen Straßenzug. Eingehüllt wird das Ganze in stickige von Industrieabgasen geprägte Luft, wahrlich kein schöner Anblick, den auch die zahlreichen stillgelegten Bahngleise nicht aufbessern können.

Gipfel-bei-Lima

Aus dieser Enge muss ich entfliehen, daher versuchte ich am nächsten Morgen den immerhin 4700 Meter hohen Anticonapass zu erreichen um von dort eine Bergtour zu unternehmen. Kein ganz leichtes Unterfangen, wie sich herausstellt, aber nach einiger Zeit kann ich ein Sammeltaxi nach Lima auftreiben, welches mich in Ticlio, wie die Einheimischen die Passhöhe nennen, aussetzt. Hier entlang führte früher auch die höchste Eisenbahnstrecke der Welt, heute ist sie auf unbestimmte Zeit stillgelegt, aber eine Wiederaufnahme der Bahnstrecke ist geplant (sollte allerdings schon längst realisiert sein). Ein Berg auf der anderen Straßenseite erinnert noch an den Erbauer dieser Strecke, der 5085 Meter hohe Monte Meiggs. Aufgebaut ist der Berg aus tiefrotem, eisenhaltigen Gestein und sein Gipfel wird von einer überdimensionalen peruanischen Flagge gekrönt. Heute schaue ich mir aber die andere Seite an. Auch diese Berge sind von einer außerordentlichen Farbvielfalt geprägt, orange, rot, schwarz, dazu als Kontrast obendrauf weiß glänzende Eis- oder Firnkappen und sogar eine Tiefgrüne Hochebene. Drei kleine 5000er gelingen mir heute, alle recht einfach zu ersteigen. Nebenan ragen ein paar dunkle Felsberge auf, sie erinnern ein wenig an die Silvretta, oder die Hochgipfel der Ötztaler Alpen. Fantastisch ist auch die Fernsicht, vor allen der recht nahe gelegene Eisgipfel des Nevado Rua-Santay (5477 m) hat es mir angetan. Unter mir breiten sich mehrere tiefblaue Gebirgsseen aus, weder bebaut noch verschmutzt. Alles in allem ein vollkommener Bergtag.

Der Rückweg nach La Oroya gestaltet sich einfach, ich halte einfach einen Bus an und darf gegen ein geringes Entgelt neben dem Ticketkontrolleur platz nehmen. Als ich mich als Deutscher entpuppe lerne ich von diesem Neues über die Deutsche Geschichte. Heil Hitler sagt er lachend, und als ich entgegne der sei heute mittlerweile etwas weniger populär als früher, heißt es der hätte doch immerhin die Welt verändert, wo man wohl nicht widersprechen kann. Allerdings weniger zum Positiven wie mein Gegenüber meint, immerhin hätte er doch die industrielle Revolution entfacht. A interessant, die kam aber dann spät. Doch erfreulich ist, das man hier als Deutscher willkommen ist, und nicht wegen der Geschichte, zu Zeiten wo ich noch lange nicht gelebt habe, vorverurteilt wird.

Anticonapass-La-Oroya

Einen Tag später fahre ich wieder hoch, diesmal nehme ich mir den Monte Meiggs vor, zusammen mit zwei kleineren Bergen. Dafür muss ich mich allerdings kurz bei den Minenarbeitern registrieren lassen, was aber mit der Vorstellung meines Namens und Land (Perso von Vorteil) getan ist. Ich soll mich nur etwas von den ehemaligen Gleisen fernhalten, kein Problem also, der Rest der Tour ist recht einfach. Nur der erdige Boden kurz unter dem Gipfel ist sehr steil und hart, deshalb etwas heikel. Es folgen noch ein paar leichte Kletterstellen, dann sitze ich neben der großen Flagge. Wieder habe ich einen perfekt klaren Tag erwischt und sehe hunderte von Kilometern weit auf Schneeweiße 6000er. Nach einer Seeumrundung trampe ich noch mal nach La Oroya zurück, diesmal nimmt mich ein Privatwagen mit. Auch hier erfahre ich einiges, diesmal vor allem über die Bordelllandschaft von La Oroya, auch nicht uninteressant.

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