Die Galapagos-Inseln

Die Galapagos Inseln gehören zu Ecuador und liegen etwa 1.000 Kilometer vor dem Festland. Die Inselgruppe bestehen aus 14 größeren sowie über 100 sehr kleinen Inseln. Von den 14 großen Inseln sind fünf bewohnt. Die Galapagos Inseln gelten als das Tierparadies unserer Welt schlechthin. Nirgends sonst kann man mehr Tierarten finden, die noch frei in der Wildnis zu sehen sind. Seit 1959 gelten die Galapagos Inseln als Nationalpark und stehen unter besonderem Schutz. Im Jahr 1978 wurden sie von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt.

Einleitung

Der Galapágos-Archipel ist geographisch dem Staatsgebiet Ecuador zuzurechnen und liegt etwa 1.000 km westlich des Festlandes im Pazifischen Ozean.

Die Hauptinsel ist San Christóbal und der Inselkomplex beherbergt etwa 25.000 Einwohner.

96% der Landfläche der 14 großen (größer als 5 km²) und über 100 kleinen Inseln gehören zum Nationalpark, der Rest ist Militär-, bzw kolonisiertes Gebiet. Obwohl Galapágos so viele Inseln  beisitzt , sind nur 5 von ihnen bewohnt: größte Insel Isabela sowie San Cristobal, Santa Cruz, Florana und Baltra.

Die Nord-Süd-Ausdehnung des Inselkomplexes beträgt 430 km, die Ost-West-Ausdehnung 200 km.

Entstehung

Der Archipel befindet auf der Nazca-Platte, welche sich jährlich etwa 7 cm südöstlich unter die Südamerikanische Kontinentalplatte schiebt. Aufgrund sogenannter „Hot Spots“ (Gebiete mit hoher Wärmeströmung im Erdmantel) steigt in ungleichmäßigen Intervallen Magma auf und so können diese submarinen Vulkane schnell bis über den Meeresspiegel anwachsen. Nach einer zeitlich begrenzten Phase der Aktivität erlischt der Vulkan und wird auf der ozeanischen Platte, die weiterdriftet, wegtransportiert. Über dem Hot Spot kann nun ein neuer Vulkan entstehen, der wiederum erlischt und mit der Platte wegdriftet. So entstehen im Laufe der Zeit viele Inseln. Da die Galápagos-Inseln jedoch in einem Gebiet geologischer Instabilität liegen, ist eine gradlinige Anordnung der Inseln auf den ersten Blick nicht erkennbar, dennoch lässt sich eine deutliche Altersprogression anhand der vulkanischen Aktivität ausfindig machen.

Die westlich liegenden Inseln Fernandina und Isabela sind die jüngsten Inseln im Galapagos-Archipel mit einem Alter von etwa 500.000 - 600.000 Jahren. Sie liegen derzeit genau über dem Hot Spot und ihre mächtigen Schildvulkane sind sehr aktiv. Die Inseln Santiago, Santa Cruz, San Cristóbal, Floreana und Pinta sind zwar noch als Vulkane erkennbar, jedoch meistens mit erodierten Formen und dichtem Pflanzenbewuchs. Auf den kleinen östlichen Inseln Espanola, Santa Fe, Plaza und Seymour sind kaum noch vulkanische Formen ersichtlich. Sie sind über 4 Mio. Jahren die ältesten Inseln des Archipels, was aber nach geologischem Maßstab trotzdem sehr jung ist.

Geschichte

Die Kulturen der Mantenos oder der Huancavilcas waren höchstwahrscheinlich die ersten Menschen auf den Galapágos-Inseln. Für diese These sprechen Keramiksplitter, die auf Floreana, Santiago und Santa Cruz gefunden wurden. Im Jahre 1485 soll auch der Inka Tupac Yupangui auf den Galapágos-Inseln Nina Chumpi und Huahua Chumpi gewesen sein.

1535 wurde das Galapágos-Archipel zufällg vom Bischof von Panama, Tomás de Berlanga, entdeckt, als dieser auf dem Weg nach Peru vom Kurs abkam. Daraufhin schrieb er einen Bericht über seine Entdeckung an König Charles V. von Spanien, in welchem er die Riesenschildkröten erwähnte (die letztendlich auch Namensgeber der Inseln sind), erklärte die Inseln aber auch für unbewohnbar, da kein Trinkwasser vorhanden sei.

Knapp 10 Jahre später kam der Spanier Diego de Rivadeneira auf die Inseln und nannte sie die „Islas Encantandas“ (die verzauberten Inseln), da diese damals noch den Ruf der Phantom-Inseln hatten. Auch er kam zufällig auf die Inseln, als er von der Armee desertierte und mit einem gestohlenen Schiff von Peru Richtung Norden fliehen wollte.

1570 wurden die Galapágos-Inseln als „Inseln der Schildkröten“ in die Weltkarte aufgenommen. Die ersten Karten des Archipels mit groben Details fertigten Piraten im 17. Jahrhundert an. Die Inseln dienten 3 Jahrhunderte lang seit ihrer Entdeckung als Versteck und Basis für Wal-, Robbenfänger und Piraten. Diese Da sich diese vor allem von den Schildkröten ernährten, führte dies zu einer starken Verminderung und gar Ausrottung einiger Arten. So wurden zwischen 1811 und 1844 über 100.000 von ihnen getötet. 1793 stellte der britische Kapitän James Colnett das berühmte Holzfass auf Floreana auf, welches noch heute als Postamt dient und der Post-Office-Bucht Ihren Namen gab.

Der erste Einwohner der Galapágos-Inseln war 1807 der Ire Patrick Watkinsk, der hier unfreiwillig ausgesetzt wurde und 2 Jahre auf der Insel Santa Maria lebte. Er ernährte sich von den Früchten der Insel und betrieb Handel mit den vorbei kommenden Schiffen, indem er die Früchte gegen Rum tauschte. Eines Nachts gelang es ihm dann mit einem Schiff nach Guayaquil zu fliehen.

Am 12.02.1832 wurden die Galapágos-Inseln zu dem ecuadorianischen Staatsgebiet durch den Coronel Ignacio Hernandez eingegliedert. Erster Gouverneur der Insel wurde General Villamil, Hauptaufgabe darin bestand, die Kolonie aus ehemaligen, aufständischen Soldaten auf Floreana zu überwachen. In den folgenden Jahren kamen nur wenige Siedler nach Galapágos und das Archipel wurden vorwiegend als Standort für Strafkolonien genutzt. Die letzte schloss 1859 auf Isabela.

Der wohl  bekannteste Besucher der Galapágos-Inseln war Charles Darwin, der hier 1835 mit der Beagle an Land kam und Proben für seine Evolutionstheorie nahm.

100 Jahre nachdem das Galapágos-Archipel Ecuador zugesprochen wurden, siedelte die deutsche Familie Wittmer auf die Inseln über, um auf Floreana ein von der Zivilisation abgeschiedenes Leben zu führen. Die Erben leben noch immer auf Floreana.

Klima

Aufgrund der zahlreichen Meeresströmungen vom Humboldtstrom, die auf die Galápagos-Inseln einwirken, ist ein eigenes Mikroklima zu verzeichnen.

So finden sich dort nur 2 Jahreszeiten wider: die milde Regenzeit von Januar bis Juni und die kühlere Trockenzeit von Juli bis September. In der Regenzeit treten nur kurze, doch heftigere Regenschauer auf, die die Vegetation aufblühen lässt. Während der Trockenzeit ist der Himmel meist bedeckt und in der Bergregion fallen Niederschläge, die auch zeitweilig als anhaltender Nieselregen auftreten können.

Zudem wird das Klima alle 4 – 7 Jahre  vom „El Niño“ (dem Christkind) beeinflusst: Der Humboldtstrom, der kaltes Wasser aus der Antarktis mit sich führt und somit für den enormen Fischreichtum an dieser Küste verantwortlich ist, kommt praktisch zum Erliegen und die Wassertemperatur steigen. Infolgedessen kommt es zum Absterben des Planktons und dies führt zum Zusammenbruch ganzer Nahrungsketten.

Flora und Fauna

Aufgrund der isolierten Lage der Inseln, konnte sich eine einzigartige Flora und Fauna, wobei rund 40% der dort vorkommenden Arten nur auf den Galapágos-Inseln zu finden sind. Zu den nur dort vorkommenden Tieren gehören unter anderem die Galápagos-Riesenschildkröte, der Galápagos-Seebär, flugunfähige Kormorane und Darwinfinken.

Die Galápagos-Riesenschildkröte kann bis zu 200 Jahren alt werden, erreicht ein Gewicht bis zu 300 kg und eine Panzerlänge von 1,50 m. Da die Eier der Schildkröte gern von verwilderten Schweinen gegessen werden, müssen sie eingesammelt und der Charles-Darwin-Station ausgebrütet werden. Mit 3 Jahren können die Jungschildkröten dann ausgewildert werden.

Zu den vegetationsreichsten Inseln des Archipels gehören Santa Cruz und San Cristobal.  Aufgrund ihrer unverwechselbaren Tierwelt wurden sie 1934 zu Wildreservaten benannt, 1959 wurden schließlich 97% des Archipels zum Nationalpark erklärt. Zum Meeresschutzgebiet wurde Galapágos 1986 und seit 2007 stehen sie auf der „Roten Liste“ der gefährdeten Welterbestätten.

Tourismus

Der kommerzielle Tourismus hält seit den 1960er Jahren Einzug auf den Galápagos-Inseln. Schon nach Beginn dieser Zeit, gab es Diskussionen darüber, wie viele Besucher dieses Paradies vertägt – allein 15.000 Besucher wurden als kritisches Limit gesehen. Mittlerweile sind jährlich 150.000 Touristen auf dem Galápagos-Archipel anzutreffen, doch dank der strengen Restiktionen gilt der Tourismus weiterhin als naturschonend. Zu den harten Auflagen des Nationalpark-Managemants gehören unter anderem eine limitierte Anzahl lizensierter Kreuzfahrtschiffe, ein stark eingeschränkter Hotelbau und das Betreten der Inseln nur ausgebildeten Nationalpark-Guide  (pro 12 Besucher 1 Guide). Zudem ist seit 1. Februar 2012 die maximale Aufenthaltsdauer für die Gäste der Reiseveranstalter nur mehr auf 4 Nächte/ 5 Tagen beschränkt.

Trotz der Restriktionen lassen sich durch die vielen Kreuzfahrtschiffe und Fugreisen beträchtliche Umweltverschmutzungen nicht vermeiden.

Aufgrund des boomenden Tourismus zogen immer mehr Menschen vom Festland auf die Inseln, schleppten somit Krankheiten und nicht-heimische Tierarten mit ein. Auch der aufkommende Handel mit Seegurken, Hummer und Haifischflossen lockten viele Fischer auf die Inseln. Infolgedessen wurde 2009 sogenannte INGALA Transit Kontrollkarte (Spanisch: Tarjeta de Control de Transito TCT) von der Regierung eingeführt, um die ilegale Einwanderung besser verfolgen zu können.

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