+49 5252 936 0372 +49 151 155 82911 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Heilige Berge der Inka - Bergsteiger-Tour • Chile • Bolivien (20-Tage)

Bergsteiger-Tour quer durch Bolivien und Nord-Chile. Wir besteigen die Vulkane Tunupa, Uturuncu, Licancabur und llullaillaco

Bergsteiger-Tour quer durch Nord-Chile und Bolivien

Diese außergewöhnliche Expedition führt dich zu den höchstgelegenen Kultstätten der Inka in der chilenischen Atacama-Wüste. Du besteigst imposante Vulkane, die einst als Opferstätten dienten, und erlebst die mystische Stille der Hochpuna. SuedamerikaTours.de kombiniert hier anspruchsvolles Bergsteigen mit tiefer Kulturgeschichte. In kleinen Gruppen und mit professioneller Logistik entdeckst du die archäologischen Schätze der Anden - individuell betreut und perfekt auf die Höhe vorbereitet.

Wir besteigen die Vulkane Tunupa, Uturuncu, Licancabur und llullaillaco

Eine Anspruchsvolle Reise durch das Andenhochland. Zuerst einmal müssen wir uns aber akklimatisieren, dafür bietet sich Boliviens Anden Metropole La Paz an. Die Muela de Diablo, kleinere 4000er über dem Titicacasee und der Isla de Sol sind der ideale Einstieg. Calvario und Cerro Ceroka heißen unsere Gipfelziele oberhalb von Copacabana. Das nächste Ziel ist Coroico in den Yungas. Dabei können wir auf Hinfahrt und Rückfahrt die ersten kleinen 5000er besteigen. Der Cerro Saturno ist sehr aussichtsreich. Dann bewegen wir uns nach Süden, dort wartet der Salzsee schlechthin: Der endlos scheinende Salar de Uyuni. Am Vulkan Tunupa können wir neben dem Blick auf den riesigen Salzsee auch Mumien besichtigen. Nochmal deutlich höher ist der Vulkan Licancabur, zwar nicht ganz 6000m hoch, aber mühsamer als viele 6000er. Die perfekte Generalprobe für den Llullaillaco. Neben der Fernsicht besticht dieser Berg durch einen kleinen Kratersee. Auch sollen sich die Inka hier schon herumgetrieben haben... 

Ein echter 6000er ist dann der Uturuncu, wo wir deutlich einfacher hinauf kommen. Hier treten oft gelbe Schwefeldämpfe aus. Die meisten Mumien hingegen hat der Llullaillaco mit mindestens 6. Er ist nicht einfach zu besteigen, und es kann etwas windig werden. 

Die Tour zu den heiligen Bergen der Inka startet im bolivianischen Regierungssitz La Paz, auf 3600m. Um uns langsam an die Höhe zu gewöhnen, starten wir mit der aussichtsreichen Muela de Diablo, knapp unter 4000m zwischen grandiosen Erdpyramiden. Weiter geht es dann zum tiefblauen Titicacasee, dem größten See Südamerikas. Hier durchqueren wir die Isla de Sol und besteigen die 4000er Cerro Calvario und Cerro Ceroka. Von Coroico aus besteigen wir den Cerro Saturno, einen kleinen 5000er. Als nächstes erreichen wir Uyuni, bzw. den nahe gelegenen Salar. Neben der gigantischen Salzfläche gibt es farbige Lagunen mit Unmengen an Flamingos, Vicunias und Vulkanen. Dazu heiße Quellen, Geysire und bizarre Felsformationen.

Vor allem aber müssen wir Bergsteigen: Als erstes besteigen wir den bunten Tunupa, 5205m hoch und mit fantastischen Ausblicken gesegnet. Dazu gibt es noch Mumien zu besichtigen. Mit seinen 5919 Metern nochmal deutlich höher ist der Licancabur der Paradevulkan schlechthin. Unter seinem Gipfel findet sich ein Kratersee und es gibt halb verfallene Bauwerke, vermutlich von den Inka. Sogar Menschenopfer sollen hier stattgefunden haben. Unser nächstes Ziel, der Uturuncu, ist dann ein echter 6000er. Zum Glück kommen wir hier recht weit mit dem Jeep hinauf. Danach überqueren wir die Grenze nach Chile. San Pedro de Atacama heißt das Tagesziel. Nicht gerade unbekannt. Von hier aus nehmen wir den gewaltigen Vulkan Llullaillaco in Angriff. Die Anfahrt ist lang und ohne Ortskenntnisse kaum zu finden. Für diese Nacht bietet uns die einfache Conafhütte Unterschlupf.

Mit nur einem Hochlager versuchen wir dem llullaillaco über steile Schuttflanken beizukommen.  Der Anstieg scheint nicht enden zu wollen, aber irgendwann stehen wir auf dem Kreuz gekrönten Gipfel dieses Giganten. Zurück beim Jeep fahren wir nach Antofagasta weiter. Hier endet die Tour.

Isla-de-Sol

Tour-Info

Highlights

  • La Paz
  • Muela de Diablo
  • Titicacasee
  • Isla de Sol
  • Copacabana
  • Salar de Uyuni
  • Tunupa
  • Uturuncu
  • Licancabur
  • San Pedro de Atacama
  • Valle de Luna
  • Llullaillaco

Dauer dieser Tour: 20 Tage

Termine

  • 25.02. bis 16.03.2026
  • 02.12. bis 21.12.2026
  • 04.02. bis 23.02.2027
  • 25.02. bis 16.03.2027
  • 02.12. bis 21.12.2027

Gerne führen wir diese Tour auch zu Ihrem individuellen Wunschtermin durch.

Preise

Preise (pro Person):

  • Ab 2 Personen: 3895 Euro
  • Ab 4 Personen: 3545 Euro
  • Ab 6 Personen: 3445 Euro

Eingeschlossene Leistungen

  • Bus- und Taxitransfers im Land
  • Anfahrt zum Llullaillaco
  • Vollverpflegung während der Tage im Salar de Uyuni bis zur Grenze nach San Pedro

  • Frühstück im Hotel in La Paz, Copacabana, San Pedro, Antofagasta

  • Alle Übernachtungen in einfachen landestypischen Unterkünften und Zelten
  • Reiseleitung vor Ort
  • Nationalparkeintritte
  • Geführte Wanderungen
  • Führungen auf die hohen Vulkanberge
  • Ausflug Valle de Luna
  • Bergführer

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Flug
  • Reiseunfall- und Krankenversicherung
  • Reisegepäcks- und Reiserücktrittskostenversicherung
  • Nicht ausgeschriebene Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder
  • Ausgaben des persönlichen Bedarfs

Teilnehmerzahl

  • Mindestens: 2
  • Maximal: 10

Weitere Infos

  • Eine gute allgemeine Fitness ist für diese Tour gewünscht und sehr von Vorteil.

Tour-Verlauf

1. Reisetag: Ankunft La Paz

Schon allein der Anflug auf La Paz zwischen eis gepanzerten 6000ern kann einem den Atem rauben, nach der Landung tut dies sicherlich die große Höhe von über 4000 Metern. Doch wir bleiben nicht in El Alto sondern begeben uns in die tieferen Gefilde der Metropole auf nur noch gut 3500. Jetzt wird erst mal das Hotel bezogen, danach ist Ausruhen angesagt. Den Abschluss des Tages bildet das erste landestypische Abendessen in einem einfachen Restaurant von La Paz.
► Hotel Estrella Andina oder gleichwertig (“oder gleichwertig” gilt grundsätzlich für alle Hotels). (-/-/-)

Felder-Copacabana

2. Reisetag: Muela de Diablo

Heute unternehmen wir schon mal die erste Eingehtour in nicht so großer Höhe.
Wir fahren mit dem Minibus ein Stück aus La Paz heraus in Richtung Süden. Dort wartet ein spannendes Felsgebilde mit zwei spitzen Zacken im Gipfelbereich. Diesen verdankt sie den Namen Muela de Diablo. Die Tour ist hier kurz, führt aber durch prachtvolle grüne Felder und interessant aufgebaute Felsformationen. Oben haben wir obwohl "nur" 3.852 Meter hoch, einen phantastischen Ausblick auf die Stadt und die umliegenden Hochgipfel, mit dem Eisgepanzerten Illimani als Krönung.
► Anfahrt ca. 45 Min, 500 Hm und ca. 4 Std. Gehzeit. gleiche Hotel. (F/-/-)

3. Reisetag: Copacabana

Wie viele Superlativen umgeben den sagenumwobenen Titicacasee, höchster schiffbarer See der Welt usw. Doch all das zählt nichts mehr wenn man ihn erst wirklich vor sich sieht. Tiefblau, unendlich weiträumig und mit großartigen Bergen im Hintergrund, einfach phantastisch. Unser Ziel heißt Copacabana, nicht nur Boliviens bekanntester Wallfahrtsort. Am Strand haben wir die Möglichkeit uns eine Forelle zu gönnen bevor wir noch die 200 Höhenmeter zum Cerro Calvario unter die Füße nehmen. Ein Atemberaubendes Farbenspiel über dem See erwartet uns kurz vor Sonnenuntergang. Übernachtung in Copacabana.
► Fahrzeit ca 4 Stunden. dort leichter Rundweg und 200 Hm in Copacabana, ca. 1 Stunde Gehzeit. Hotel Perla de Lago. (F/-/-)

Um-La-Paz

4. Reisetag: Isla de Sol

Heute lernen wir den See noch intensiver kennen. Zuerst einmal steht eine Bootsfahrt an, etwa 2 Stunden sind wir unterwegs zum Nordende der Insel. Auf dem Oberdeck wird die Fahrt zum wirklichen Erlebnis. Nach dem Ausstieg wandern wir zuerst an einem herrlichen Sandstrand! vorbei, bevor es endlich bergauf geht. Etwa 200 Höhenmeter müssen wir überwinden bis zum Gipfelkamm. Die Insel hat wahrlich einiges zu bieten, daher überschreiten wir heute das komplette Gebiet. Mit einigem Auf- und Ab folgen wir dem Kammverlauf, wobei wir schon mal die ersten 2 kleinen 4.000er mitnehmen, ohne größere Mühe versteht sich. Auch ein paar kleine Archäologische Fundorte gibt es unterwegs zu sehen. Übernachtung in Copacabana im Hotel.
► Fahrzeit ca 1,5 Stunden per Boot. 350 Hm in Copacabana, ca. 3-4 Stunden Gehzeit. Hotel Perla de Lago. (F/-/-)

5. Reisetag: Cerro Ceroca

Ein kleiner Berg in der direkten Umgebung von Copacabana steht heute auf dem Programm, der Cerro Ceroca, immerhin schon deutlich über 4000 Meter hoch. Gemächlich wandern wir durch sattgrünes Weideland, von zahlreichen Tierarten genutzt. Später wird der Weg steiler, die Ausblicke dafür immer weitläufiger. Schnell ist dann der Antennen „geschmückte" Gipfelbereich geschafft. Bis hin zur Cordillera Apolobamba ganz im Norden Boliviens kann man hier schauen, dazu natürlich über fast den kompletten See. Auch für Paragleiter ist dieser Ort als Startplatz gut geeignet und gern genutzt. Er bietet sich vor allem deswegen an, weil man auf der Rückseite mit dem Allradfahrzeug zum Gipfel fahren kann. Diesen Weg benutzen wir für den Abstieg. Unten im Ort bleibt noch Zeit für eine Forelle zum Mittagessen, bevor wir uns per Bus aufmachen, zurück nach La Paz.
► Fahrzeit ca 4 Stunden. 400 Hm , ca. 3-4 Stunden Gehzeit. Hotel Estrella Andina. (F/-/-)

6. Reisetag: Cerro Sarturno

Heute steht noch mal eine interessante Eingehtour in der Cordillera Real an. Startpunkt ist Villa Fatima, eines der zahlreichen Indigenaviertel von La Paz, dort chartern wir einen Kleinbus zum 4750 Meter hohen Abra de Cumbre Pass. Ein kleines Wachhäuschen ist hier postiert, genau genommen handelt es sich um einen Nationalparkeingang.
Auf breiten Wegen steigen wir erst mal dem bekannten Inkatrail nach Coroico entgegen, bis der erste See passiert ist. Anstatt dem Coroicotrek zu folgen, wechseln wir die Seiten, denn in der anderen Richtung gibt es eine durchaus interessante Gipfelgestalt die wir uns heute vornehmen. Oben wird der Blick auf zahlreiche Andengipfel frei, der sogar bis zum Chacaltaya mit seiner Eiszierde reicht. Auch ihn kann man von hier aus erreichen, dazu gibt es weitere lohnende Tourenziele, alle um die 5000 Meter hoch. Nur die letzten Meter vorm Gipfel sind leichte Kletterstellen zu überwinden, ansonsten käme man wohl auch mit dem Allradfahrzeug weit hinauf. Höhenmeter sind es heute auch höchstens noch 400, welche es zu überwinden gilt.
Von der Passhöhe fahren wir zurück nach La Paz wo wir auch übernachten werden.
► Anfahrt ca 1 Stunden. 400 Hm , ca. 3-4 Stunden Gehzeit. Hotel Estrella Andina. (F/-/-)

An-den-heissen-Quellen

7. Reisetag: Fahrt nach Uyuni

Die erste Tageshälfte verbringen wir noch in La Paz, und schauen uns das höchste Fußballstadion der Welt an, das Estadio Hernando Siles. Wegen der großen Höhe zog die Fifa in Erwägung dieses zu schließen, da in der Höhe keine regulären Spiele mehr ausgetragen werden könnten. Daraufhin bestieg Präsident Mesa mit mehreren Führern den Sajama und organisierte ein Fußballspiel auf 6500 Metern Höhe um das Gegenteil zu beweisen. Doch einiges mehr bietet dieser Stadtteil, nämlich das echte Stadtleben von La Paz, und auch landestypische Alternativen für das Mittagessen.
Am frühen Abend wartet dann unser Bus nach Uyuni, eine lange und kalte Fahrt steht uns bevor, befindet sich doch ein Grossteil der Strecke auf über 4000 Metern Höhe. Entsprechend interessant sind dann auch die Wüstenflächen, welche sich uns am nächsten Morgen eröffnen. Vor allem aber natürlich eine riesige weiß schimmernde Salzfläche die weltweit ihres Gleichen sucht.
► Wanderung zu Fuss durch die Stadt. Nachtbusfahrt 10-11 Stunden in bequemen Bus wenn verfügbar von Todo Tourismo. (F/-/-)

8. Reisetag: Salar de Uyuni + Tahua

Diese Salzwüste gilt es nun zu erkunden, ein Naturerlebnis allen ersten Ranges. In der Trockenzeit verdunstet alles Regenwasser dann aber und zurück bleibt eine harte Kruste aus Salz. Dieses wird von vermummten Männern mit Äxten als Panes de Sal (Salzblöcke) aus dem Boden geschlagen und in einer Salzmühle weiterverarbeitet. Zentrum der Salzgewinnung ist Colchani, wo praktisch der ganze Ort von jodiertem Speisesalz lebt. Die Jahresproduktion liegt bei etwa 20.000 Tonnen.
Colchani ist dann auch unser erster Anlaufpunkt, wir können beobachten wie das Salz auf Lastwagen verladen und abtransportiert wird. Strahlend weiß liegt das schier unendliche Salzmeer vor uns, heller als auf jedem Gletscher glänzt uns die Sonne entgegen. Ungewohnt und sehr amüsant ist es im Salz zu laufen. Dazu gibt es hier noch ein Hotel aus Salz mit Übernachtungsmöglichkeit und ein Salzmuseum. Alle möglichen Kunstgegenstände aus Salz kann man hier erwerben, aber auch den üblichen touristischen Kitsch. Nun geht es aber endlich in die unendlichen Weiten des Salars hinaus, Wege gibt es hier nicht, allenfalls Reifenspuren, trotzdem findet unser Fahrer problemlos immer den richtigen Weg.
Wir fahren nun ein Stück in Richtung Norden wo wir die Ortschaften um Tahua besuchen, praktisch eine grüne Insel inmitten des Salzsees. Über unserem spärlichen Nachtlager thront der erloschene Vulkan Tunupa, unser morgiges Ziel. Übernachtung in Colquesa.
► 45 Minuten Wanderung auf der Insel, ca. 4 Stunden Fahrzeit. Einfache namenlose Unterkunft. (F/M/A)

Kakteen-Salar

9. Reisetag: Vulkan Tunupa

Sehr früh machen wir uns heute auf, zuerst mit dem Auto, wo wir bis auf etwa 4000 Meter zum Lagerplatz der Mumie fahren können. Von hier steigen wir im Dunkeln auf recht gutem Pfad durch Felder und Weideland dem bunt gefärbten Vulkanberg entgegen. Weiter oben leitet uns ein breiter Grat unter den vielfarbigen Gipfelaufbau. Nun wird der Grat schmaler und steiler, dafür die Aussicht umso prächtiger. Bis auf den bunten Tunupa kommen wir ohne größere Schwierigkeiten, immerhin schon auf über 5200 Metern. Der Restanstieg zum Hauptgipfel ist sehr brüchig und erosionsgefährdet, sodass er eigentlich nicht mehr bestiegen wird. Daher geben wir uns mit dem bunten Tunupa zufrieden. Wer möchte kann natürlich. aber ausdrücklich auf eigene Gefahr, versuchen auch dem Hauptgipfel beizukommen.
Nach dem Abstieg Machen wir eine Essenspause unten im Dorf, dann müssen wir aber weiter.
Wir durchqueren noch mal den Salzsee zur Isla Pescado, einer fischförmigen Insel, welche leicht erhöht über dem Salz aufragt und ziemlich bewachsen ist, vor allem mit Kakteen. Diese sind ungefähr 1200 Jahre alt und erreichen eine Höhe von bis zu 12 Metern. Sie bilden den perfekten farblichen Kontrast zur weißen Salzmasse. Über diese bietet der höchste Punkt der Insel, nur 100 über der Oberfläche, aber in über 4000 Metern Höhe gelegen eine geniale Übersicht bis hin zu den weit entfernten schneebedeckten Vulkangipfeln.
Übernachtet wird im Pueblo San Juan, völlig abgelegen und in respektabeler Höhe. Einfache Schlafzimmer sind vorhanden, sogar eine, wenn auch recht kalte Duschgelegenheit. Gekocht wird mit dem mitgebrachten Gaskocher nichts deutet auf eine Stromversorgung hin. Draußen bewegen sich Lamaherden direkt vor unserer Unterkunft, lassen sich aber ungern Photographieren. Vor uns liegt eine karge und eigentümliche Vulkanlandschaft, Felsen, Sandböden und schneebedeckte Gipfel wechseln sich ab, hin und wieder abgelöst durch grüne Fleckchen wo doch tatsächlich Kartoffeln und Getreide angebaut werden.
► Ca. 2 Stunden Fahrzeit. 1200 Hm und 6-8 Stunden Gehzeit. Übernachtung in San Juan, einfache Unterkunft. (F/M/A)

Kratersee-Licancabur

10. Reisetag: Lagunen und Vulkane

Mit einer unglaublichen Fülle an Eindrücken geht es auch am nächsten Tag weiter, wir durchqueren fast verlassene Dörfer, verfallene Schulen und die interessantesten Landschaften, die man sich nur vorstellen kann. Rauchende Vulkane wie unser Ollague säumen den Horizont, Lagunen in allen erdenklichen Farben, rot, grün oder türkis, dazu die bizarrsten Felsgebilde (teilweise mit Bouldermöglichkeiten) und eine von Flechten bis zu kleineren Kakteenarten erstaunlich vielfältige Vegetation. Ob die wenigen Bewohner die eigentümliche Schönheit dieser an sich äußerst lebensfeindlichen Landschaft wohl ähnlich wahrnehmen? Mit etwas Glück ist der Wechsel der Laguna von orange zu rot zu sehen, wenn nicht steuern wir aber noch zwei von Natur aus rote Lagunen an, jeweils mit großen Flamingo aufkommen. Laguna Colorada heißt die bekannteste, in deren Nähe liegt auch unser Übernachtungslager, ein kleiner Hof mit Gruppenschlafraum inmitten dieser Steinwüste mit unbezahlbarem Blick auf Lagunen und Vulkane. Leider nicht allzu lange, denn bald wird es dunkel und sehr kalt. Wir übernachten schließlich auf über 4000 Metern Höhe. Unendlich klar ist hier die Luft, natürlich auch Nachts, selten lässt sich ein intensiver Sternenhimmel erleben, mit dem Kreuz des Südens als Krönung des Ganzen.
► Langer Fahrtag mit vielen Pausen. Einfache Unterkunft an der Laguna Colorada. (F/M/F)

11. Reisetag: Geysire und heiße Quellen

Für den nächsten Tag steht dann als erstes der Sol de Manana auf dem Programm, ein Geysir aus kochenden Lava Schlammlöchern bestehend. Diese sind nur am frühen Morgen aktiv und blasen eine ca. 10 Meter hohe Dampfwolke in die noch eiskalte Luft. Gelbliche Schwefeldämpfe mischen sich dazwischen, brodelnde Löcher und wenig fester Untergrund überall, welch ein Schauspiel. Danach passieren wir eigenartige, kalkgraue Felsgebilde, dessen interessantestes ungefähr die Form eines Pilzes hat. Dieser wird Arbol de Piedra genannt, Baum aus Stein. Die langohrigen Chinchillas leben hier und haben ebensoviel Spaß wir in den Felsen herumzuklettern. Weitere landschaftliche Kuriositäten und noch mehr Flamingos begleiten uns, oder zumindest unsere Augen auf dem Weg zur Unterkunft an der Laguna Verde.
► Früher Start, gegen Mittag Ankunft an der Laguna Verde. Einfache Unterkunft. (F/M/A)

12. Reisetag: Licancabur

Sehr früh am Morgen gehen wir den Gipfelaufstieg an. Uralte Inkapfade führen auf den Gipfel, dem wir uns noch ein Stück mit dem Allradfahrzeug nähern. Trotzdem liegen noch mehr als 1000 Höhenmeter anstrengender Aufstieg durch lockeren Vulkansand vor uns. Dafür bleiben wir von technischen Schwierigkeiten verschont, die Hände werden nicht gebraucht, Eis wird ebenfalls nicht betreten, eventuell erschweren Schneereste den obersten Teil des Aufstieges. Am Schluss erwarten uns noch einige glatte, leichte Felsen bis eine Scharte den Kraterrand markiert. Tief unter uns befindet sich ein kleiner Kratersee, Ruinen zieren die Gratkante. Wenige Minuten später haben wir den aussichtsreichen Gipfel geschafft, die komplette Atacama liegt unter uns. Bei klarer Sicht, und die gibt es hier meistens, rückt sogar der 6893 Meter hohe Ojos de Salado ins Blickfeld. Nachdem wir uns satt gesehen haben geht es wieder hinunter, wo unser Fahrzeug schon wartet. Etwas weiter weg liegt unser Übernachtungslager, ein einfaches Hostal in Quetena Chico einem kleinen Ort inmitten dieser Steinwüste mit unbezahlbarem Blick zahlreiche Vulkane. Leider nicht allzu lange, denn bald wird es dunkel und sehr kalt. Wir übernachten schließlich auf über 4000 Metern Höhe. Unendlich klar ist hier die Luft, natürlich auch Nachts, selten lässt sich ein intensiver Sternenhimmel erleben, mit dem Kreuz des Südens als Krönung des Ganzen.
► Einfache Unterkunft. Kurze Anfahrt, 1300 Hm und ca. 9 Stunden Gehzeit. (F/M/A)

Nebengipfel-Uturuncu

13. Reisetag: Uturuncu

Nach dem Licancabur wollen wir nun noch höher hinaus, mit dem Uturuncu ist endlich ein echter 6000er fällig, auch wenn der Berg diese Marke nur knapp überschreitet. Diesmal brauchen wir nicht so viele Höhenmeter zurücklegen wie gestern, man kann sehr nahe an den Berg heranfahren. Meistens bleiben nur gut 600 Höhenmeter übrig, immer noch anstrengend genug. Teile der Route sind normalerweise vereist, manchmal sind Steigeisen nötig, steil ist die Route aber nicht, die Hände werden nicht gebraucht. Auch hier ist die Aussicht natürlich gigantisch, sodass wir uns eine ausgiebige Gipfelrast gönnen. Schnell sind wir wieder zum Auto abgestiegen und fahren an der Himmelslagune, der Laguna Celeste vorbei zurück nach Quetena Chico wo unsere einfache Übernachtungsmöglichkeit wartet.
► Anfahrt ca. 2 Stunden. 600 Hm und 4-5 Stunden Gehzeit. (F/M/A)

14. Reisetag: San Pedro de Atacama und Valle de Luna

Der heutige Tag wird etwas weniger anstrengend wir müssen nur die Grenze nach San Pedro de Atacama überqueren und können uns danach in dem Wüstenort ausruhen.
Etwa um 4 Uhr werden wir dann abgeholt um den Sonnenuntergang im berühmten Valle de la Luna zu erleben. Dieses Tal war früher mal ein großer See, der dann aufgrund tektonischer Vorgänge in die Höhe gehoben wurde. Da es nur 12 km Von San Pedro entfernt liegt, können wir einen Teil des Tales zu Fuß durchwandern und später pünktlich auf der großen Düne sein, wo die Aussicht am Besten ist. Übernachtet wird in San Pedro de Atacama.
► 2 Stunden Fahrt zur Grenze und 30 Minuten nach San Pedro. 20 Minuten Anfahrt zum Valle de Luna, dort kleine Wanderungen in eine Schlucht und auf eine Düne. Hotel Katarpe oder ähnlich. (F/-/-)

Vulkan-Llullaillaco

15. Reisetag: Anfahrt zur Conafhuette

Durch anmutende Wüstenlandschaften und zwischen hoch aufragenden Vulkanen hindurch bewegen wir uns heute auf unser Endziel zu, den 6740m hohen Vulkan Llullaillaco. Schon während der Anfahrt beherrscht dieser Fels und Eiskoloss das Bild und verkürzt uns etwas die gut 6 Stunden Anfahrtszeit.
Im Conafrefugio auf ca. 4200m Höhe erwartet uns dann immerhin der Luxus einer Küche und verschiedener Schlafplätze. Aber auch ein atemberaubender Sonnenuntergang.
► Ca. 6 Std. Anfahrt. (F/M/A)

16. Reisetag: Aufstieg zum Hochlager Llullaillaco

Bis auf immerhin 4600m können wir noch an den Berg heranfahren, dann aber geht es nur noch zu Fuß weiter. Zwar relativ flach aber äußerst weitläufig führt unser Weg auf den Berg zu. Der lose Vulkansand ist nicht unbedingt hilfreich für den Aufstieg. Unter einem breiten Felssporn haben wir dann unser Lager auf knapp 5300m erreicht. Hier schlagen wir unser Lager auf und finden normalerweise sogar einen kleinen Wasserlauf vor.
Kalt und kurz wird die Nacht, aber farbenfroh ist der Sonnenuntergang und sternenklar die Nacht.
► Kurze Anfahrt und 700 Hm Aufstieg, gut 3 Std. (F/M/A)

Trekking-Valle-de-Luna

17. Reisetag: Gipfelaufstieg Llullaillaco

Früh in der Nacht gehen wir heute los, so gegen 2 Uhr wühlen wir uns durch die ersten Schuttfelder nach oben. Der weitere Wegverlauf hängt von den Verhältnissen ab. Liegt einigermaßen viel Schnee können wir mit Steigeisen über die Gletscherreste aufsteigen, sonst bleibt uns eine steinige und sehr lange Rinne die wir im oberen Teil in jedem Fall durchsteigen müssen.
Sehr mühsam ist der Aufstieg durch große Blöcke und er erfordert ein gutes Gleichgewichtsvermögen. Trotzdem geht es ohne ernsthafte Hindernisse bergauf, wenn uns nicht zu starker Wind und große Kälte zu schaffen machen.
Der Schlussgrat ist dann wieder etwas besser zu begehen und mit einer unvergleichlichen Fernsicht gekrönt. Sein Ende ziert eine kleine Ebene mit 2 steinernen Bauwerken der Inka, hier sind, tief vergraben, auch 3 kindliche Mumien gefunden worden.
Die letzten Meter zum Gipfel führen noch mal durch grobes Blockwerk was definitiv die Hände verlangt. Oben angekommen breiten sich riesige Teil der Anden unter uns aus und rauben uns zusätzlich den ohnehin schon spärlichen Atem. Aber ein erhabenes Gefühl ist es allemal hier stehen zu dürfen.
Wir steigen am gleichen Tag ab und versuchen wenn eben möglich noch die Stelle zu erreichen wo unsere Fahrzeuge auf uns warten. Übernachtung in der Conafhütte.
► Ca. 1500 Hm Anstieg,  ca.15 Stunden Gehzeit. Kurze Fahrt zur Conafhütte. (F/M/A)

18. Reisetag: Reservetag Llullaillaco

Der heutige Tag ist als Reservetag angesetzt falls es am Vortag wettermäßig oder aus anderen Gründen nicht geklappt hat.
► (F/M/A)

19. Reisetag: Fahrt nach Antofagasta

Heute fahren wir wenn alles glatt gelaufen ist nach dem Frühstück los um früh zurück in der Zivilisation zu sein. Nach Antofagasta sind es noch gute 4 Stunden, die also zur Not auch am Nachmittag zurückgelegt werden können.
► Ca. 6 Stunden Fahrt. Hotel Don Alonso oder ähnlich. (F/-/-)

Atacamawueste

20. Reisetag: Flug nach Santiago und Zurück

Der traurigste Tag der Tour, denn nun geht es nach Deutschland zurück. Zuerst einmal aber nach Santiago. Transfer zum Flughafen. Vorher aber überfliegen wir noch mal Chile. Interessante Tiefblicke auf die Anden und das Amazonasgebiet rufen uns die vielen außergewöhnlichen Erlebnisse auf der Tour noch mal in Erinnerung und bieten reichlich Nahrung für neue Reiseideen und Tourenpläne. Es muss ja nicht das letzte Mal Südamerika gewesen sein.
► (F/-/-)


Jetzt unverbindlich anfragen

Kontaktformular

Erlebnisreisen mit SuedamerikaTours.de

Melden Sie sich zum SuedamerikaTours-Newsletter an und bleiben Sie auf dem Laufenden:

Newsletter Abo

Datenschutz: Bitte bestätigen, dass Sie der Speicherung der übermittelten Daten zustimmen:
Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung.

Datenschutz *

Spamschutz: Bitte bestätigen, dass Sie ein Mensch und kein Roboter sind:

Fragen zu Chile beantwortet:


Wie gut ist die Infrastruktur für Reisen in Chile?

Wenn du eine Reise nach Chile planst, kannst du dich auf eines der wirtschaftlich und sozial stabilsten Länder Südamerikas freuen. Das Land gilt als sicher, ist gut organisiert und verfügt über eine Infrastruktur, die für uns Bergsteiger und Trekker wirklich ordentlich funktioniert.

Unterwegs auf der Straße und in der Luft

Da Chile über 4.200 Kilometer lang ist, spielt der Flugverkehr eine zentrale Rolle, um schnell zwischen den Regionen wie der Atacama im Norden und Patagonien im Süden zu wechseln. Die wichtigsten Drehkreuze sind Santiago, Puerto Montt und Punta Arenas, die von Linien wie LATAM oder Sky Airline bedient werden.

Wenn du lieber am Boden bleibst, ist der Überlandbus dein wichtigster Begleiter, da das Schienennetz für den Personenverkehr kaum noch eine Rolle spielt [Quelle 15]. Das Bussystem ist privat organisiert, extrem gut ausgebaut und zuverlässig [Quelle 15]. Für lange Strecken, etwa von Santiago nach Copiapó, solltest du die „Bus Cama“-Klasse (Liegebusse) buchen, in denen du fast wie in einem Bett schlafen kannst und oft sogar Mahlzeiten serviert bekommst [393, Quelle 15]. In den Städten wie Santiago nutzt du das bargeldlose „Transantiago“-System mit Prepaid-Karten, während in den Provinzen die kleineren „Micros“ und die praktischen „Colectivos“ (Sammeltaxen) dominieren.

Das Straßennetz ist vor allem in Mittelchile modern. Die Panamericana (Ruta 5) ist von La Serena bis Puerto Montt als Autobahn ausgebaut. In abgelegenen Regionen wie der Atacama oder Teilen Patagoniens musst du jedoch mit Schotter- und Erdpisten rechnen, für die ein Geländewagen oft unverzichtbar ist.

Kommunikation und Digitales

In Sachen Digitalisierung ist Chile weit vorne: Über 94 Prozent der Einwohner nutzen das Internet. Anbieter wie ENTEL oder Telefonica betreiben ein nahezu flächendeckendes Mobilfunknetz, was die Navigation und Planung vor Ort erleichtert. In den Städten findest du problemlos Geldautomaten, die gängige Kreditkarten und oft auch Girokarten (mit Redbanc-Symbol) akzeptieren. Bargeld tauschst du am besten in offiziellen Wechselstuben („Casa de Cambio“) in den Städten um, da dort die Kurse meist besser sind als an Flughäfen.

Unterkunft und Versorgung

Die Bandbreite an Unterkünften reicht von modernen Mittelklassehotels in den Städten bis hin zu sehr einfachen, landestypischen Herbergen oder Zelten bei Expeditionen. In beliebten Trekkinggebieten wie dem Torres del Paine Nationalpark gibt es ein gut organisiertes Netz aus Berghütten (Refugios) mit Mehrbettzimmern und Verpflegung. An extremen Bergen wie dem Ojos del Salado dienen einfache Containerhütten oder Zeltlager als Basislager.

Ein paar praktische Dinge solltest du beachten: Die Netzspannung beträgt 220 V, wobei deutsche Stecker in Typ-C-Dosen passen, für Typ-L-Dosen aber ein Adapter nötig ist. Das Leitungswasser solltest du nicht direkt trinken, sondern nur abgekocht verwenden, um Durchfallerkrankungen zu vermeiden. Die medizinische Versorgung ist in den Städten sehr gut, in abgelegenen Bergregionen musst du jedoch auf Selbstversorgung eingestellt sein.

Nationalparks und Naturschutz

Die chilenische Forstbehörde CONAF verwaltet eine Vielzahl von Nationalparks und Reservaten. Für viele Parks, wie den Torres del Paine oder den Vicente Pérez Rosales, musst du Eintrittsgebühren zahlen und dich teilweise vorab registrieren. Die Infrastruktur innerhalb der Parks ist meist auf sanften Tourismus ausgelegt, mit markierten Wanderwegen und ausgewiesenen Campingplätzen.


Welcher Berg in Chile ist der höchste?

Wenn du nach dem absoluten Gipfel in Chile suchst, landest du unweigerlich beim Ojos del Salado. Mit seinen 6.893 Metern (je nach Quelle auch 6.891 oder 6.895 Meter) ist er der unangefochten höchste Berg des Landes. Er thront in der trockenen Atacama-Wüste im Norden Chiles, direkt auf der Grenzlinie zu Argentinien.

Dieser Riese ist aber weit mehr als nur eine nationale Nummer eins: Er gilt weltweit als der höchste aktive Vulkan. In der gesamten westlichen Hemisphäre muss er sich in Sachen Höhe nur dem argentinischen Aconcagua geschlagen geben, was ihn zum zweithöchsten Berg des amerikanischen Kontinents macht.

Alpinistisch ist der Ojos del Salado ein Berg der Extreme. Da es in der Hochwüste so gut wie nie regnet oder schneit, gibt es am Berg fast keine nennenswerte Gletscherbildung, was den Aufstieg technisch gesehen über weite Strecken eher einfach macht. Die wirklichen Herausforderungen sind die verdammt dünne Luft in fast 7.000 Metern Höhe, die extreme Kälte von bis zu -30 °C und der oft stürmische Wind. Erst ganz am Ende wird es technisch anspruchsvoller: Auf den letzten 50 Höhenmetern zum Gipfel musst du im Fels Hand anlegen und eine ausgesetzte Kletterpassage im zweiten Schwierigkeitsgrad meistern.


Wie schwierig ist die Besteigung der Anden in Chile?

Chile erstreckt sich über 4.200 Kilometer und so unterschiedlich wie die Klimazonen sind auch die Anforderungen an uns Bergsteiger. Von technisch unkomplizierten Vulkankegeln im Norden bis hin zu anspruchsvollen Eistouren im Zentrum ist alles dabei.

Hier ist ein Überblick, was dich in den verschiedenen Regionen erwartet:

Die Giganten der Atacama: Höhe schlägt Technik

Im Norden Chiles, in der extrem trockenen Atacama-Wüste, dominieren die ganz hohen 6.000er. Das Besondere hier: Aufgrund des extrem ariden Klimas gibt es kaum Gletscher, weshalb viele Berge technisch eher als „einfach“ gelten. Aber lass dich davon nicht täuschen – die wirklichen Gegner sind die enorme Höhe, die brutale Kälte und der oft stürmische Wind.

  • Ojos del Salado (6.893 m): Er ist der höchste Berg Chiles und der höchste aktive Vulkan der Erde. Der Aufstieg ist über weite Strecken technisch unschwierig und führt über Schuttwege und Aschefelder. Die wahre Herausforderung sind die dünne Luft und Temperaturen bis -30 °C. Erst auf den letzten 50 Höhenmetern zum Gipfel musst du im Fels Hand anlegen – eine ausgesetzte Kletterei im zweiten bis dritten Schwierigkeitsgrad, die auf fast 7.000 Metern ordentlich Konzentration verlangt.
  • Llullaillaco (6.740 m): Dieser Berg ist geschichtsträchtig und gilt als höchste archäologische Stätte der Welt. Technisch ist er unkompliziert, aber der lange Aufstieg durch steile Schuttflanken bei extremer Abgeschiedenheit und heftigen Höhenstürmen fordert dich körperlich voll heraus.
  • Technisch leichtere 6.000er: Berge wie der Acotango (6.080 m) oder der Barrancas Blancas (6.019 m) sind ideal für den Einstieg in diese Höhe. Am Acotango kannst du sogar mit dem Jeep bis auf 5.300 Meter hinauffahren, was den eigentlichen Fußmarsch deutlich verkürzt.

Das Seengebiet: Feuer, Eis und steile Flanken

Weiter südlich, im chilenischen Seengebiet, ändert sich der Charakter der Touren komplett. Hier sind die Berge zwar niedriger, aber oft vergletschert und technisch anspruchsvoller.

  • Vulkan Villarrica (2.840 m): Eine klassische, mittelschwere Tagestour. Du wanderst zunächst über Lavagestein und dann über Firnfelder zum Kraterrand. Es ist technisch nicht extrem, verlangt aber eine gute Grundkondition für ca. 1.300 Höhenmeter. Das Highlight ist der Blick direkt in die brodelnde Lava.
  • Vulkan Osorno (2.652 m): Er ist die deutlich größere Herausforderung im Vergleich zum Villarrica. Der Osorno ist eine ernsthafte Eistour mit Spaltenzonen und bis zu 50 Grad steilen Flanken im Gipfelbereich. Hier sind Eispickel, Steigeisen und das Gehen am Seil absolute Pflicht.

Zentralchile: Die Hausberge Santiagos

In der Nähe der Hauptstadt Santiago findest du Touren, die perfekt zur Akklimatisation oder für kurze, intensive Abenteuer geeignet sind.

  • Cerro Plomo (5.424 m): Der Hausberg von Santiago ist technisch unschwer, aber berüchtigt für das Auftreten der Höhenkrankheit, weil viele den Aufstieg zu schnell angehen. Er bietet jedoch ein großartiges Panorama bis hin zum Aconcagua.
  • Vulkan San José (5.856 m): Ein technisch leichter 5.800er, der sich ideal als Vorbereitung für die ganz hohen Gipfel eignet.
  • Cerro Marmolejo (6.108 m): Als südlichster 6.000er der Welt ist er eine Expedition für sich. Da der Anmarsch extrem lang ist und man sich komplett selbst versorgen muss, wird er in der Szene „Very, very far away“ genannt.

Was die Schwierigkeit wirklich bestimmt

Unabhängig vom gewählten Gipfel gibt es in den chilenischen Anden Faktoren, die die Tour oft schwieriger machen als gedacht:

  1. Akklimatisation: Die Höhe ist dein größter Gegner. Orte wie Putre (3.500 m) sind strategisch wichtig, um den Körper vorzubereiten. Ohne systematische Höhenanpassung sind Expeditionen zum Ojos del Salado oder Llullaillaco kaum machbar.
  2. Logistik: Viele Berge sind extrem abgelegen. Oft sind Allradfahrzeuge nötig, um überhaupt in die Nähe der Gipfel zu kommen, und du musst alles – inklusive Wasser – oft selbst zum Hochlager schleppen.
  3. Wetter: Der patagonische Wind im Süden und die Stürme in der Puna im Norden können einen Gipfelversuch jederzeit zunichtemachen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: In Chile findest du alles – von der gemütlichen Bergwanderung auf einen 5.000er wie den Guane Guane (5.097 m) bis hin zur knallharten Hochland-Expedition. Wichtig sind eine exzellente Kondition, Trittsicherheit und vor allem ein tiefer Respekt vor der Höhe.


Welcher 6000er in Chile ist der leichteste?

Wenn du mich fragst, welcher Berg die Krone als „leichtester Sechstausender“ Chiles verdient, dann fällt die Entscheidung meist zwischen zwei Gipfeln: dem Acotango im hohen Norden und dem Barrancas Blancas in der Atacama-Wüste. Aber eins vorweg: Ein 6000er bleibt immer ein gewaltiges Unterfangen, bei dem dir die dünne Luft und die Kälte alles abverlangen, egal wie „einfach“ der Weg technisch sein mag.

Der Top-Favorit: Acotango (6.080 m)

In Bergsteigerkreisen gilt der Acotango oft als der ideale Einstieg in diese extreme Höhe. Das liegt vor allem an der unschlagbaren Logistik: Mit einem guten Geländewagen kannst du oft bis auf eine Höhe von 5.300 Metern hinauffahren. Von dort aus startet die eigentliche Besteigung, die zwar mühsam durch den Vulkansand führt, aber technisch keine großen Hürden bereithält. Der Weg ist anfangs recht flach und wird erst zum Gipfelgrat hin steiler. Auch wenn der Schlussteil oft vereist ist, ist er nirgends wirklich schwierig, was den Acotango zu einem der technisch unkompliziertesten Gipfel seiner Klasse macht.

Die Alternative in der Ojos-Region: Barrancas Blancas (6.019 m)

Wenn du dich in der Gegend um den Ojos del Salado akklimatisieren willst, ist der Barrancas Blancas dein Berg. Er wird oft als der ideale Vorbereitungsberg bezeichnet, weil er ohne jegliche technische Probleme zu besteigen ist. Beim Aufstieg wirst du deine Hände so gut wie gar nicht brauchen. Er ist zwar lang und fordert deine Kondition, ist aber als Tagestour von der Laguna Verde (4.500 m) aus gut machbar. Die Fernsicht vom Gipfel auf den benachbarten Ojos del Salado und das Tres-Cruces-Massiv ist zudem phänomenal.

Weitere technisch einfache 6000er

Es gibt noch ein paar andere Kandidaten, die zwar technisch leicht, aber oft wegen ihrer Abgeschiedenheit mühsam sind:

  • Las Tortolas (6.163 m): Dieser formschöne Berg im Zentrum Chiles bietet keine ernsthaften technischen Schwierigkeiten. Alte Minenwege erleichtern den Zugang, und mit dem Refugio Gabriela Mistral steht dir auf 5.200 Metern sogar eine feste Hütte zur Verfügung.
  • San Pedro (6.145 m) und San Pablo (6.102 m): Diese „Vulkan-Zwillinge“ bei Calama gelten ebenfalls als technisch unkompliziert. Die größte Herausforderung ist hier eher der tiefe Vulkansand und die Tatsache, dass du dein gesamtes Wasser selbst zum Hochlager auf über 5.000 Metern schleppen musst.
  • Parinacota (6.342 m): Er ist der bildschöne Paradevulkan des Nordens. Der Aufstieg über seine Flanken ist technisch nicht sehr anspruchsvoll, da es keine schwierigen Eispassagen gibt. Allerdings ist er aufgrund seiner Höhe und der meist mühsamen Büßereisfelder deutlich anstrengender als der benachbarte Acotango.

Was du nicht unterschätzen darfst

Auch wenn diese Berge technisch als „leicht“ eingestuft werden (oft T4 auf der Wanderskala), bestimmt die Natur die Spielregeln. In der Puna de Atacama können Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h auftreten, und die Temperaturen sinken nachts problemlos auf bis zu -30 °C. Eine systematische Akklimatisation – zum Beispiel im Bergdorf Putre (3.500 m) oder an der Laguna Verde – ist für deinen Gipfelerfolg absolut lebensnotwendig.


Was sind die Top 5 Trekkingtouren in Chile?

Von der staubtrockenen Atacama im Norden bis zu den stürmischen Granitwänden Patagoniens bietet Chile eine landschaftliche Vielfalt, die weltweit ihresgleichen sucht. Hier sind meine Top 5 Trekkingtouren, die du bei deiner Planung unbedingt auf dem Zettel haben solltest.

1. Der Klassiker: Der „W“-Trek im Torres del Paine

Keine Liste wäre vollständig ohne den „W“-Trek im Nationalpark Torres del Paine. Diese Tour ist die wohl bekannteste Wanderroute Chiles und führt dich in vier bis fünf Tagen zu den absoluten Highlights des Parks: den namensgebenden drei Granitnadeln „Torres“, dem Grey-Gletscher und dem Valle Francés. Du wanderst durch eine spektakuläre Kulisse aus bizarren Felsbastionen, türkisfarbenen Seen und hängenden Gletschern. Übernachtet wird in gemütlichen Berghütten (Refugios) oder auf ausgewiesenen Zeltplätzen, was die Logistik im Vergleich zu anderen Touren etwas erleichtert. Dennoch solltest du eine gute Grundkondition und Trittsicherheit für Tagesetappen von fünf bis neun Stunden mitbringen.

2. Das wilde Abenteuer: Dientes de Navarino

Wenn dir der Trubel im Torres del Paine zu viel ist, dann ist die Umrundung der „Zähne von Navarino“ auf der Isla Navarino genau dein Ding. Diese Tour gilt als eines der letzten großen Abenteuer unseres Planeten und führt dich durch die südlichste Gebirgskette der Welt. Hier gibt es kaum markierte Pfade und so gut wie keinen Massentourismus; stattdessen erlebst du in fünf Tagen absolute Wildnis. Du überquerst Pässe wie den Paso Virginia (859 m), von dem aus du einen grandiosen Blick über den Beagle-Kanal und Richtung Kap Hoorn hast. Die Anforderungen sind hoch: Du musst deine gesamte Ausrüstung und Verpflegung selbst tragen und auf unvorhersehbares Wetter vorbereitet sein.

3. Vulkane und Einsamkeit: Der Condor Circuit

Für Liebhaber dramatischer Vulkanlandschaften ist der Condor Circuit in Zentralchile ein echtes Muss. Dieser mühsame, aber lohnende Trek führt dich in sechs Tagen tief in die Hochanden bei Talca. Das Ziel ist die Besteigung des 3.830 Meter hohen Vulkans Descabezado Grande, dem „Kopflosen“. Unterwegs wanderst du durch den „Zauberwald“, badest in natürlichen heißen Quellen und blickst in den gewaltigen Krater Quizapú, dessen Aschewolke bei einem Ausbruch 1932 bis nach Südafrika reichte. Es ist eine einsame Tour abseits der ausgetretenen Pfade, die dir durch lange Etappen und steiles Gelände einiges abverlangt.

4. Das Ende der Welt: Cabo Froward

Wolltest du schon immer mal am südlichsten Punkt des amerikanischen Festlands stehen? Dann ist der Trek zum Cabo Froward deine Tour. Südlich von Punta Arenas endet die Straße und dein Weg führt dich entlang der legendären Magellanstraße durch dichten, fast dschungelartigen Regenwald und weite Moore. Die größte Herausforderung sind die Flussdurchquerungen, bei denen das Wasser nach Regenfällen auch schon mal hüfttief sein kann. Am Ziel erwartet dich das „Cruz de los Mares“ auf einer Felskuppe, von der aus du einen einzigartigen Panoramablick auf die schneebedeckten Gipfel der Darwinkordillere hast. Es ist eine raue, ursprüngliche Wanderung für Puristen, die die Einsamkeit suchen.

5. Das Farbenspektakel im Norden: Suriplaza

Ein echter Geheimtipp im hohen Norden bei Putre ist die Region Suriplaza. Während die Rainbow Mountains in Peru mittlerweile überlaufen sind, liegen die bunten Berge von Suriplaza noch in einem Dornröschenschlaf. Auf einer Hochebene von 4.500 Metern leuchten die Hänge in tiefem Orange, Rot, Weiß und Gelb. Die Besteigung des 5.395 Meter hohen Cerro Cosapilla ist technisch nicht schwierig, bietet dir aber einen atemberaubenden 360-Grad-Blick auf gleich sechs umliegende Sechstausender der Anden. Die dünne Luft in dieser Höhe erfordert jedoch eine exzellente Akklimatisation, die du am besten vorher im Andendorf Putre (3.500 m) absolvierst.

Was du vor dem Start wissen musst

Die beste Reisezeit für den Süden (Patagonien und Feuerland) ist von November bis März, während du den Norden (Atacama) ganzjährig besuchen kannst. Unterschätze niemals das Wetter – in Patagonien kannst du alle vier Jahreszeiten an einem einzigen Tag erleben. Eine gute allgemeine Fitness und die Bereitschaft zum Komfortverzicht sind für alle diese Touren Grundvoraussetzung. 


Ist Chile teurer als Argentinien?

Wenn du deine nächste Tour in die Anden planst und dich fragst, ob Chile teurer ist als Argentinien, dann ist die Antwort ein klares Ja. Chile gehört heute zu den wirtschaftlich und sozial stabilsten sowie wohlhabendsten Ländern in ganz Südamerika. Das Land führt die lateinamerikanischen Nationen in Bezug auf das Pro-Kopf-Einkommen und die menschliche Entwicklung an. Tatsächlich weist Chile das höchste Pro-Kopf-Einkommen unter allen südamerikanischen Staaten auf.

Für dich als Reisenden bedeutet das, dass du für Unterkünfte, Verpflegung und spezielle Dienstleistungen oft mit höheren Kosten rechnen musst als auf der argentinischen Seite der Grenze.

  • Expeditionen und Touren: Anspruchsvolle Unternehmungen an den ganz hohen Bergen sind kostspielig. Eine typische Expedition zum Ojos del Salado, dem höchsten Berg Chiles, schlägt mit etwa 4.000 bis 7.000 US-Dollar pro Person zu Buche, wenn du sie mit einer Gruppe und erfahrenen Führern durchführst.
  • Transport: Die Preise für Taxis in den großen Städten gelten als relativ erschwinglich. Auch das sehr gut organisierte Fernbussystem bietet unterschiedliche Preisklassen an, wobei die luxuriösen Liegebusse („Bus Cama“) für lange Nachtfahrten zwar teurer sind, aber einen hohen Komfort bieten.
  • Geld und Wechselkurs: Die offizielle Währung ist der Chilenische Peso. Du solltest dein Geld am besten in offiziellen Wechselstuben („Casa de Cambio“) in den Städten umtauschen, da die Kurse dort wesentlich besser sind als an den Flughäfen.
  • Infrastruktur-Bonus: Auch wenn Chile teurer ist, bekommst du dafür eine Infrastruktur, die zu den besten des Kontinents gehört. Das Land gilt als sicher, gut organisiert und verfügt über moderne Kommunikationsmittel, was gerade bei Trekking-Trips in abgelegene Regionen wie die Atacama oder Patagonien ein großer Vorteil ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Chile ist kein klassisches Billigreiseland mehr, sondern orientiert sich preislich eher an internationalen Standards, bietet dafür aber eine hohe Verlässlichkeit und Stabilität.


Welche Trekkingtouren gibt es in Patagonien?

In Patagonien hast du die Wahl zwischen weltberühmten Klassikern und einsamen Wildnispfaden, die dich bis an das Ende der Welt führen.

Die Highlights im Torres del Paine

Das Herzstück der Region ist der Nationalpark Torres del Paine mit seinen markanten Granitzinnen.

  • „W“-Trek: In vier bis fünf Tagen wanderst du zu den berühmten „Torres“-Spitzen, dem Grey-Gletscher und durch das Valle Francés.
  • „O“-Circuit: Bei dieser achttägigen Umrundung des gesamten Paine-Massivs erlebst du auch die deutlich einsamere Rückseite des Parks.
  • Geheimtipps: Für echte Ruhe sorgen Touren in das wilde Badertal oder das Pingotal, das dich zum Tyndall-Gletscher am patagonischen Inlandeis führt.

Abenteuer in Feuerland und am Kap

Wenn du die totale Abgeschiedenheit suchst, sind diese Touren genau richtig:

  • Dientes de Navarino: Die fünftägige Umrundung der „Zähne von Navarino“ gilt als das südlichste Trekking der Welt und bietet unberührte Wildnis.
  • Cabo Froward: Dieser Trek führt dich zum südlichsten Punkt des amerikanischen Festlands, wobei dich Regenwälder, Moore und teils hüfttiefe Flussdurchquerungen fordern.

Granit-Dome um El Chaltén (Argentinien)

Die Region um den Fitz Roy liegt zwar in Argentinien, wird aber oft mit Chile-Reisen kombiniert.

  • Laguna de los Tres: Der klassische Aussichtspunkt direkt vor der gewaltigen Wand des Fitz Roy.
  • Laguna Torre: Eine Wanderung zum Fuße des Cerro Torre, einer der schwierigsten Kletterberge der Welt.
  • Loma Pliegue Tumbado: Ein genialer Aussichtsberg, von dem aus du Fitz Roy und Cerro Torre gleichzeitig im Blick hast.

Außergewöhnliche Landschaften

Abseits der Gletscherberge bietet der Nationalpark Pali Aike nördlich von Punta Arenas eine archaische Vulkanwüste mit Kratern und Lavafeldern, die eher an die Mondoberfläche erinnert. Für kürzere Ausflüge bei Puerto Natales eignen sich der Cerro Dorotea oder die Laguna Sophia.


Wann ist die beste Reisezeit für Trekking in Patagonien?

Die ideale Zeit für dein Trekking-Abenteuer in Patagonien liegt zwischen November und März. In diesen südlichen Sommermonaten profitierst du von langen Tagen und dem vergleichsweise stabilsten Wetter für die raue Wildnis im Süden Chiles.

Beachte aber, dass selbst im Sommer die Temperaturen oft frisch bleiben – in Punta Arenas liegen sie im Mittel bei etwa 12 Grad – und der kräftige Wind dein ständiger Begleiter sein wird. Von April bis September herrscht dort unten hingegen Winter mit häufigem Schneefall und sehr wenig Tageslicht, was die meisten Trekkingpfade unpassierbar macht.


Wann ist die beste Reisezeit für die Atacama-Wüste?

Die Atacama-Wüste im Norden Chiles ist eine der wenigen Regionen, die du im Grunde ganzjährig bereisen kannst. Da es die trockenste Wüste der Welt ist, musst du kaum mit Regen rechnen.

Je nachdem, was du vorhast, gibt es jedoch ein paar Feinheiten zu beachten:

  • Allgemeines Trekking und Sightseeing: Hierfür ist das ganze Jahr über Saison. Im Südsommer (unser Winter) ist es heiß und trocken, während es im Südwinter etwas kühler zugeht.
  • Gipfelbesteigungen (z. B. Ojos del Salado): Wenn du hoch hinaus willst, liegt das ideale Zeitfenster zwischen November und Februar. In diesen Monaten ist das Wetter am stabilsten, und es liegt am wenigsten Schnee und Eis auf den Bergen.
  • Temperaturen: Unterschätze niemals die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Gerade nachts können die Temperaturen in der Wüste drastisch absinken, was du bei deiner Ausrüstung einplanen musst.

Für Bergsteiger, die sich an die ganz hohen Brocken wagen, sind die stabilen Bedingungen im Südsommer der entscheidende Faktor für den Gipfelerfolg.


Kann man die Atacama mit dem Salar de Uyuni verbinden?

Klar geht das, und es ist sogar eine der spektakulärsten Kombinationen, die du in den Anden überhaupt machen kannst. Die Atacama-Wüste und der Salar de Uyuni in Bolivien liegen geografisch direkt nebeneinander und lassen sich ideal in einer Reise verbinden.

Meistens läuft die Verbindung über das Wüstenstädtchen San Pedro de Atacama, das als touristisches Drehkreuz fungiert. Auf der Route zwischen Chile und Bolivien durchquerst du surreale Landschaften wie die rote Laguna Colorada, die Laguna Verde und die fauchenden Geysire von Sol de Mañana. Für uns Bergsteiger ist der Vulkan Licancabur (5.918 m) ein echtes Highlight, da er direkt im Grenzgebiet steht und die Regionen perfekt verknüpft.

In unserem Programm findest du zum Beispiel die Tour „Heilige Berge der Inka“, die genau diesen Weg vom bolivianischen Hochland und dem Salar de Uyuni hinüber nach Nordchile beschreibt.


Wie gefährlich ist die Atacama-Wüste?

Die Atacama-Wüste ist eine Landschaft der Extreme, die dir als Bergsteiger oder Trekker einiges abverlangt. Wirkliche „Gefahr“ droht hier vor allem dann, wenn du die Natur unterschätzt oder logistische Fehler begehst.

Hier sind die Punkte, die du für deine Sicherheit auf dem Schirm haben musst:

  • Gnadenloses Klima: Die Atacama ist die trockenste Wüste der Erde außerhalb der Pole. Während es tagsüber sehr heiß sein kann, sinken die Temperaturen nachts drastisch ab. In den Hochlagen der 6.000er musst du mit stürmischen Winden von über 100 km/h und brutaler Kälte von bis zu -30 °C rechnen.
  • Die tückische Höhe: Da sich viele Ziele auf über 4.000 bis 6.000 Metern befinden, ist die Höhenkrankheit dein größter Gegner. Eine systematische Akklimatisation ist hier lebensnotwendig.
  • Vulkanische Gefahren: Der Vulkan Lascar ist extrem aktiv und stößt oft giftige Schwefelgase aus, die für deine Atemwege gefährlich sind. Der Guallatiri weist zudem eine konstante seismische Aktivität auf, was das Risiko plötzlicher Ausbrüche birgt.
  • Einsamkeit und Logistik: Viele Regionen sind extrem abgelegen. Ohne einen geländegängigen Allradwagen (4x4), ausreichend Benzin und genug Wasser kommst du nicht weit, da Quellen und Tankstellen oft hunderte Kilometer entfernt sind.
  • Altlasten im Boden: Im Grenzgebiet zwischen Chile und Bolivien, etwa am Fuß des Licancabur, gibt es immer noch Gebiete, die stark vermint sind – ein Überbleibsel alter Konflikte. Bleib also unbedingt auf den markierten oder bekannten Pfaden.
  • Intensive Sonne: Die UV-Strahlung ist in dieser Höhe und Trockenheit extrem hoch, was schnell zu schwerem Sonnenbrand und Dehydrierung führen kann.

Wenn du fit bist, dich ordentlich vorbereitest und die Natur respektierst, ist die Atacama vor allem ein grandioses Abenteuer.


Wie sicher ist das Bergsteigen am aktiven Vulkan Lascar?

Das Bergsteigen am Lascar (5.592 m) ist ein faszinierendes, aber aufgrund der hohen vulkanischen Aktivität nicht ganz ungefährliches Unterfangen. Er gilt als einer der aktivsten Vulkane Chiles.

Hier sind die wichtigsten Sicherheitsaspekte, die du für eine Besteigung kennen musst:

  • Vulkanische Gase: Eine Besonderheit am Lascar sind die Fumarolen, die direkt aus dem aktiven Krater austreten können. Diese schwefelhaltigen Dämpfe können für deine Atemwege gefährlich werden. Es wird dringend empfohlen, Mund und Nase bei Gasaustritten mit Tüchern zu bedecken und nicht zu tief einzuatmen.
  • Behördliche Sperrungen: Wegen seiner unberechenbaren Aktivität wird der Berg gelegentlich von den Behörden komplett für Besteigungen gesperrt. Du solltest dich also unbedingt vorab über den aktuellen Status informieren.
  • Extreme Höhe: Der Aufstieg führt dich auf über 5.600 Meter. Auch wenn du mit dem Jeep bis auf knapp 5.000 Meter heranfahren kannst, stellt die dünne Luft in Kombination mit dem lockeren Vulkansand eine erhebliche physische Belastung dar.
  • Lokale Experten: Aufgrund der speziellen Risiken und der Orientierung im Kraterbereich wird die Tour meist erfahrenen Bergsteigern in Begleitung eines lokalen Guides empfohlen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Lascar ist technisch eher einfach, erfordert aber wegen der giftigen Gase und der jederzeit möglichen Aktivitätsschwankungen eine sehr gute Vorbereitung und hohen Respekt vor der Natur.


Ist Santiago de Chile ein lohnendes Reiseziel für uns Bergsteiger?

Santiago ist für uns Bergsteiger ein absoluter Volltreffer, weil die Andenriesen dort quasi direkt vor der Haustür stehen. Der unangefochtene Star ist der Cerro Plomo (5.424 m), der Hausberg der Stadt, den du bei klarer Sicht sogar vom Zentrum aus sehen kannst. Er gilt technisch als machbar, ist aber wegen seiner Höhe ein ernstzunehmender Test für deine Akklimatisation.

Gleich um die Ecke, im spektakulären Cajón del Maipo, wartet der Vulkan San José (5.856 m) auf dich. Er ist ideal, wenn du dich an die ganz großen Höhen herantasten willst, ohne dich in extreme technische Schwierigkeiten zu stürzen. Für echte Expeditionsfans bietet die Region zudem den Cerro Marmolejo (6.108 m), den südlichsten Sechstausender der Welt, der durch seine Abgeschiedenheit und einen gewaltigen Gletscher besticht.

Selbst wenn du nur wenig Zeit hast, kannst du in den Skigebieten wie Farellones oder La Parva schnell auf über 3.000 Meter kommen, um die Beine für größere Aufgaben in Form zu bringen. Ein kurzer Formtest ist zudem der Cerro San Cristóbal direkt in der Stadt. Außerdem ist Santiago der perfekte logistische Knotenpunkt: Von hier aus erreichst du bequem die Atacama-Wüste im Norden oder die Granitwände Patagoniens im Süden. Santiago ist also weit mehr als nur eine Durchgangsstation, sondern ein erstklassiger Stützpunkt für anspruchsvolle Touren in den Zentralanden.


Was sind die Top 10 Reiseziele in Chile?

Wenn du dieses Land mit seiner „verrückten Geografie“ bereist, das sich über 4.200 Kilometer vom tropischen Norden bis in den stürmischen Süden streckt, stehst du vor einer gigantischen Auswahl. Als Bergsteiger und Trekker habe ich dir hier meine persönliche Top 10 zusammengestellt, die die ganze Vielfalt Chiles widerspiegelt.

1. Nationalpark Torres del Paine (Patagonien)

Für viele das absolute Kronjuwel Südamerikas. Die markanten Granitnadeln „Torres“ und die zweifarbigen „Cuernos“ bieten eine Kulisse, die weltweit ihresgleichen sucht. Ob auf dem berühmten „W“-Trek oder der anspruchsvolleren „O“-Umrundung – hier erlebst du Gletscher, türkisfarbene Seen und wilde Natur pur.

2. Atacama-Wüste & San Pedro de Atacama

Die trockenste Wüste der Erde ist ein Ort der Superlative. Von San Pedro aus startest du zu den dampfenden Tatio-Geysiren, dem bizarren Mondtal (Valle de la Luna) oder zu den Flamingo-Lagunen im Salar de Atacama. Für uns Bergsteiger sind die oft eisfreien 6.000er wie der Licancabur oder der Toco die großen Highlights.

3. Ojos del Salado (Atacama-Region)

Mit 6.893 Metern ist er nicht nur der höchste Berg Chiles, sondern auch der höchste Vulkan der Erde. Eine Expedition hierher führt dich durch eine unwirtliche, aber faszinierende Hochwüste mit farbenprächtigen Lagunen.

4. Das Seengebiet (Los Lagos & Araucanía)

Südlich von Santiago findest du eine Landschaft, die an die Alpen erinnert – nur wilder. Hier thronen ebenmäßige, schneebedeckte Vulkane wie der Villarrica (mit seinem Lavasee!) und der Osorno über tiefblauen Seen und uralten Araukarienwäldern.

5. Putre & Lauca-Nationalpark

Ganz im hohen Norden, an der Grenze zu Bolivien, liegt dieses Hochlandparadies auf über 4.000 Metern. Die Laguna Chungará vor dem perfekt geformten Vulkan Parinacota ist eines der meistfotografierten Motive des Landes.

6. Santiago de Chile

Die moderne Hauptstadt ist für uns weit mehr als nur ein Drehkreuz. Mit dem Cerro Plomo (5.424 m) und dem Vulkan San José (5.856 m) hast du mächtige Andenriesen quasi direkt vor der Haustür.

7. Valparaíso

Die „Perle des Pazifiks“ ist die kulturelle Seele Chiles. Die bunte Hafenstadt mit ihren steilen Gassen und unzähligen Treppen wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und ist ein absolutes Muss für jeden, der das chilenische Lebensgefühl spüren will.

8. Isla Navarino (Feuerland)

Wenn du die wahre Einsamkeit suchst, musst du ganz in den Süden nach Puerto Williams. Die Umrundung der „Dientes de Navarino“ (Zähne von Navarino) gilt als der südlichste Trek der Welt und als eines der letzten großen Abenteuer unseres Planeten.

9. Suriplaza (Regenbogenberge)

Ein echter Geheimtipp im Norden bei Putre. Diese vulkanische Hochebene leuchtet in unglaublichen Rot-, Orange- und Weißtönen. Vom 5.395 Meter hohen Cerro Cosapilla hast du einen 360-Grad-Blick auf gleich sechs 6.000er.

10. Nationalpark Pali Aike

Nördlich von Punta Arenas erwartet dich eine archaische Vulkanlandschaft, die eher an die Mondoberfläche oder Island erinnert. Es ist eine raue Gegend aus Lavafeldern, Kratern und Basaltformationen – ein faszinierender Kontrast zum vergletscherten Patagonien.


Wie anspruchsvoll ist die Besteigung des Ojos del Salado?

Die Besteigung des Ojos del Salado ist ein Unternehmen, das du nicht auf die leichte Schulter nehmen solltest. Mit seinen 6.893 Metern ist er nicht nur der höchste Vulkan der Erde, sondern auch der höchste Berg Chiles und der zweithöchste Gipfel des gesamten amerikanischen Kontinents.

Obwohl der Berg technisch oft als „einfach“ beschrieben wird, macht die Kombination aus extremer Höhe, brutaler Witterung und komplexer Logistik die Expedition zu einer echten Herausforderung für erfahrene Bergsteiger.

Hier ist eine detaillierte Analyse dessen, was dich an diesem Giganten erwartet:

Die technischen Hürden

Alpinistisch gesehen halten sich die Schwierigkeiten über weite Strecken in Grenzen. Da es in der extrem trockenen Atacama-Wüste kaum Niederschlag gibt, findest du am Ojos del Salado fast keine nennenswerte Gletscherbildung vor; der Berg ist meist eisfrei.

  • Der Aufstieg: Die Route führt größtenteils über Schotterwege, loses Vulkangestein und mühsame Felder aus tiefem Flugsand.
  • Das Finale: Die eigentliche technische „Schlüsselstelle“ erwartet dich auf den letzten 50 Höhenmetern zum Gipfel. Hier musst du im Fels Hand anlegen. Es handelt sich um eine ausgesetzte Kletterei im zweiten bis dritten Schwierigkeitsgrad. Es sind zwar oft alte Fixseile vorhanden, aber als erfahrener Bergsteiger weißt du: Vertraue ihnen nicht blind, sie dienen eher als psychologische Stütze oder Griff, nicht zum vollen Rein hängen.

Die wahren Gegner: Höhe, Kälte und Wind

Der Anspruch des Ojos definiert sich weniger durch Klettertechnik als vielmehr durch die gnadenlosen Bedingungen der Hochwüste.

  • Extreme Höhe: Auf fast 7.000 Metern ist die Luft verdammt dünn. Die Höhenkrankheit ist hier ein ständiger Begleiter, wenn die Akklimatisation nicht perfekt sitzt.
  • Brutale Kälte: Selbst im Sommer können die Temperaturen nachts und in den frühen Morgenstunden auf bis zu -30 °C sinken.
  • Stürmische Winde: Die Region Puna de Atacama ist berüchtigt für ihre Stürme. Windgeschwindigkeiten von 100 km/h sind keine Seltenheit und können einen Gipfelversuch jederzeit zunichtemachen.

Logistik und Umgebung

Die Besteigung ist „äußerst aufwendig“, was vor allem an der abgelegenen Lage und der komplizierten Anfahrt liegt.

  • Anreise: Von Copiapó aus fährst du tagelang mit dem Allradfahrzeug durch die Wüste. Ein guter Jeep ist hier lebensnotwendig, da die Pisten durch Sand und Geröll oft schwer zu finden sind.
  • Stützpunkte: Du bewegst dich zwischen sehr einfachen Unterkünften. Das Basislager Refugio Atacama (5.250 m) ist im Grunde nur ein Zeltplatz mit einem kleinen verlassenen Gebäude. Das Hochlager Refugio Tejos (5.750 m) besteht aus zwei engen Containerhütten, die nur etwa 12 bis 15 Personen Platz bieten – der Rest muss im Zelt schlafen.

Der Schlüssel zum Erfolg: Akklimatisation

Ohne eine systematische Vorbereitung hast du am Ojos kaum eine Chance. Viele Expeditionen nutzen das Bergdorf Putre (3.500 m) im hohen Norden oder die malerische Laguna Verde (4.325 m – 4.500 m) für die erste Phase der Höhenanpassung. Touren auf umliegende 6.000er wie den Cerro Vicuña oder den Barrancas Blancas sind ideale „Warm-ups“, bevor es an den Hauptgipfel geht.

Fazit: Wenn du eine sehr gute Kondition, Erfahrung im Umgang mit Eispickel und Steigeisen (für den Notfall oder Schneereste) sowie eine enorme mentale Stärke für Kälte und Einsamkeit mitbringst, ist der Ojos del Salado ein machbares, aber gewaltiges Abenteuer. Er ist kein Berg für Anfänger, sondern ein Ziel für Bergsteiger, die das „Dach der Anden“ in seiner reinsten Form erleben wollen.