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Inka Trekkings, bunte Berge & 6000er Hualca Hualca in Südperu • Peru (24 Tage)

Inka Trekkings, bunte Berge und 6000er Hualca Hualca in Südperu
Charakteristisch für die Region sind die durch Eisenoxid rot gefärbten Berge

Peru-Expedition: Dein Bergsteigen-Abenteuer auf 6000 Metern

Trekking und Bergsteigen in der Cordillera Vilcanota, Lares, dem Cocla Canyo und Titicacasee mit zwei 6000er - Highlights von Südaperu.

Eine einzigartige Reise durch Südperu, die Kultur, Trekking und 6000er miteinander verbindet

Entdecken Sie auf unserer 23-tägigen Abenteuerreise die schönsten Regionen Südperus: Von Cusco und dem Heiligen Tal über die Rainbow Mountains und die mächtige Cordillera Vilcanota bis hin zum Titicacasee, dem Colca Canyon und der weißen Stadt Arequipa. Neben kulturellen Highlights erwarten Sie spektakuläre Trekkings, authentische Begegnungen mit den Anden-Bewohnern und gleich zwei Gipfelbesteigungen über 6.000 Meter: Hualca Hualca und Chachani. Eine perfekte Kombination aus Kultur, Natur und Hochgebirgs-Abenteuer in den peruanischen Anden.

Besteigung von zwei 6000er: Chachani und Hualca Hualca

Diese einzigartige Trekking- und Bergsteigen-Reise führt Sie zu den Höhepunkten Südperus - eine intensive Mischung aus Kultur, Natur und alpinem Abenteuer. Ausgangspunkt ist die alte Inkastadt Cusco, von wo aus wir das Heilige Tal mit Pisaq, Chinchero und Ollantaytambo erkunden. Anschließend erleben wir auf mehreren Trekkings die ganze Vielfalt der Anden: die Lares-Route, die wilde Cordillera Vilcanota mit ihren Gletschern, die berühmten Rainbow Mountains (Vinicunca) sowie das tief eingeschnittene Valle Rojo.

Ein weiterer Höhepunkt ist die spektakuläre Umrundung des Ausangate mit Pässen über 5.000m, türkisfarbenen Lagunen und unvergesslichen Bergpanoramen. Weiter geht es zum Titicacasee mit seinen schwimmenden Uru-Inseln, nach Puno und zu den Ruinen von Sillustani. Im Colca Canyon bestaunen wir die majestätischen Kondore, bevor wir den 6.025 m hohen Hualca Hualca besteigen. Den Abschluss bildet die koloniale Stadt Arequipa und - für ambitionierte Bergsteiger - die Besteigung des 6.057 m hohen Chachani.

Diese Reise ist ideal für abenteuerlustige Wanderer und Bergsteiger mit guter Kondition, die die Höhepunkte Südperus aktiv erleben möchten.

Highlights der Tour

  • Cusco
  • Pisaq
  • Saqsayhuaman
  • Rainbow Mountains
  • Valle Rojo
  • Ausangaterunde
  • Cordillera Vilcanota
  • Colca Canyon
  • Titicacasee
  • Urus
  • Sillustani
  • Atoja
  • Ollantaytambo
  • Arequipa
  • Puno
  • Hualca Hualca
  • Chachani

Ausgangsort: Cusco Peru

Tour-Dauer: 24 Tage

Termine

  • 03.03. bis 26.03.2026
  • 25 06. bis 18.07.2026
  • 02.08. bis 25.08.2026
  • 03.10. bis 26.10.2026

Preise

  • Ab 2 Teilnehmer: 3495 Euro 
  • Ab 4 Teilnehmer: 3295 Euro
  • Ab 6 Teilnehmer: 3195 Euro

Unsere Leistungen

  • Flughafentransfer
  • alle Übernachtungen in einfachen Hotels oder Zelten
  • Eintrittsgebühren
  • Stadtführungen
  • whatts app Betreuung aus der Ferne von Thomas Wilken
  • geführte Wanderungen
  • private Transporte in die Berge
  • bequeme Busfahrten zwischen den Städten
  • Reiseleitung je nach Gruppengrösse auf Deutsch oder mindestens Englisch
  • organisertes Trekking um Cusco Lares und in der Cordillera Vilcanota
  • 2 Bergbesteigungen mit kompletter Organisation und Führer 
  • Bootsfahrt Titicacasee
  • Essen auf den Trekkings, am Huaoca Hualca und Chachani, Frühstück immer

Nicht eingeschlossenen Leistungen

  • Flug
  • Reiseunfall- und Krankenversicherung
  • Reisegepäcks- und Reiserücktrittskostenversicherung
  • Nicht ausgeschriebene Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder
  • Ausgaben des persönlichen Bedarfs

Teilnehmerzahl

  • Mindestens: 2
  • Höchstens: 10

Besondere Anforderungen

  • Sehr gute Kondition (tägliche Gehzeiten von 6–10 Stunden, bis zu 1.200 Hm im Aufstieg)
  • Erfahrung im Hochgebirge und Umgang mit Steigeisen/Gletscherausrüstung
  • Höhenverträglichkeit bis über 6.000 m
  • Teamfähigkeit und Bereitschaft zum Komfortverzicht in abgelegener Umgebung

Zusatz Info

  • Eine gute allgemeine Fitness ist für diese Tour gewünscht und sehr von Vorteil.

Titicacasee Sonnenuntergang Peru

1. Reisetag: Ankunft in Cusco (normalerweise über Lima). Einweisung, ausruhen.

Ankunft in Cusco und Abholung vom Flughafen. Danach ist erstmal ausruhen angesagt nach dem langen Flug. Wer möchte, kann sich natürlich noch gerne in der alten Inkastadt umschauen.

► Hotel Arcagl oder gleichwertig (das gilt für alle Hotels). (-/-/-)


2. Reisetag: Stadt Cusco

Heute erkunden wir die alte Inkahauptstadt Cusco mit unserem Guide zu Fuß.

Zwischendurch kann der eine oder andere Snack eingeworfen werden, Möglichkeiten gibt es genug. Nach der Führung haben wir in Cusco noch einiges an Zeit. Nach Wunsch kann erst mal eine Ruhepause eingelegt werden, oder aber noch ein Teil dieser baulich einzigartigen Stadt angeschaut werden. Wer möchte, kann nach der Führung noch zu den sehr lohnenden Ruinen von Saqsayhuaman aufsteigen oder fahren.

► Tour um die 4-5 Stunden. Gleiches Hotel. (F/-/-)


3. Reisetag: Das heilige Tal

Heute besuchen wir das heilige Tal. Ihr Fahrzeug hält auf den Hinweg an besonders schönen Fotoplätzen, um dann die Ruine Pisac kennen zu lernen. Unser Reiseleiter wird uns die Funktion der Anlage erklären und uns den Tempel mit seiner Sonnenuhr vorstellen. Wir wandern 1,5 Stunden hinab in den Ort Pisac, der eines der Märkte mit dem reichhaltigsten Angebot an Reiseandenken hat, in Südperu (der Markt ist mittlerweile jeden Tag). Anschließend fahren wir das heilige Tal hinab und besuchen die alte Inkafestung Ollantataytambo. Danach bleibt uns zudem Zeit die alte Inkastadt zu erkunden und zu Abend zu essen.

► Ca. 1 Stunde Anfahrt nach Ollanta. 1,5 Stunden Zugfahrt. Wanderung um die 3 Stunden. Übernachtung in Ollanta Hotel. (F/-/-)


4. Reisetag: Lares Trek - Warme Quellen - Huacawasi

Wir holen Sie vom Hotel ab und fahren in das heilige Tal zum Ort Calca. Weiter geht die Fahrt durch Andentäler und vorbei an Alpaka- und Llama-Herden. Am Pass angekommen, genießen wir den schönen Ausblick auf die Anden. Nun geht es wieder hinab in das Tal von Lares. Die Vegetation ändert sich, bis wir in dem Ort Lares mit einem angenehmen milden Klima ankommen. Wir fahren direkt zu den warmen Quellen von Lares, dem Ausgangspunkt unseres Trekkings, um ein Bad in den warmen Quellen zu nehmen und Mittag zu essen. Anschließend beginnen wir unsere Wanderung. Einen Bach entlang wandern wir durch einen kleinen Eukalyptus Wald bis wir in den Ort Huacawasi ankommen. Hier bei den Indianerfamilien schlagen wir unsere Zelte auf.

► Anfahrt ca 2-3 Stunden. Gehzeit: ca. 3 Stunden, 400 Hm. (F/M/A)


5. Reisetag: Huacawasi - Pass 4500m - Yanahuara

Nach dem Start in Huacawasi geht es nun kurze Zeit einen Hang hinauf, bis wir schon nach ca. 200 Höhenmetern in ein Tal einbiegen, was uns gemächlich steigend einen zum Pass hinauf führt. Vorbei geht es nun an Llamaherden und kleinen Bauerngehöften. Kinder werden uns immer wieder nach Süßigkeiten fragen. In der weichen Morgenstimmung können wir den 5700m hohen Berg Colce Cruz und den 5300m hohen Nevado Pumahuanca bewundern. Am Pass angekommen, öffnet sich ein schöner Blick auf eine Lagune. Jetzt müssen wir nur noch 150 Hm absteigen und werden an der Lagune Mittag essen. Nach einer Mittagspause am Ufer der Lagune geht es leicht weiter. Wir wandern am Rand der Lagune entlang, vorbei an einheimischen Quenual Bäumen. Wir haben es nicht mehr weit bis zum Camp bei Yanahuara, das an einem Bach in einer Ebene liegt.

► Gehzeit: ca. 6 Stunden. Ca. 900 Hm Aufstieg und 800 Hm Abstieg. (F/M/A)

Grabtürme Sillustani Puno Peru


6. Reisetag: Yanahuara - Quenualwald - Ollantaytambo - Cusco

Der letzte Tag bricht an. Was gleich nach dem Verlassen des Camps vor uns liegt, erinnert den erfahrenen Peru-Wanderer an die Wälder von Huaraz. Wir wandern durch einen Quinualwald an einheimischen Bäumen. Schöne Blicke öffnen sich auf das vor uns liegende Urubamba Tal. Auf einer kleinen Wiese kurz vor den Ort Yanahuara werden wir Mittag essen. Jetzt ist es nur noch eine Stunde bis wir an der Straße nach Ollantaytambo ankommen. Hier werden wir unser Trekkingteam verabschieden. Wir fahren noch ein kurzes Stück bis nach Ollantaytambo und weiter nach Cusco.

► Gehzeit: ca. 4 Stunden. Ca. 100 Hm Aufstieg und 1000 Hm Abstieg. ca 2 Stunden Fahrt. Gleiches Hotel in Cusco. (F/M/-)


7. Reisetag: Cordillera Vilcanota - Cusco - Tinqui - Ranrapata Camp (ca. 4.315 m)

Frühe Abfahrt von Cusco (3.400 m) nach Tinqui (ca. 3.900 m). Fahrzeit 3-4 Std. Dort treffen wir die Begleitmannschaft und starten die Wanderung. Der Weg führt durch kleine Andendörfer, vorbei an landwirtschaftlichen Terrassen und ersten Ausblicken auf die Cordillera Vilcanota. Wir steigen langsam bis zum Ranrapata Camp (ca. 4.315 m) auf, wo die Zelte bereits errichtet sind.

► Gehzeit: ca. 5-6 Std. ↑ ca. 500 Hm / ↓ ca. 100 Hm. (F/M/A)

Besonderheiten: Erste Begegnung mit der Ausangate-Bergwelt, Blick auf traditionelle Quechua-Dörfer.


8. Reisetag: Cordillera Vilcanota - Ranrapata - Puka Rumi Pass (4.850 m) - Cusipata Camp (ca. 4.639 m) 

Heute erwartet uns eine lange Etappe: Von Ranrapata steigen wir stetig hinauf zum Puka Rumi Pass (ca. 4.850 m), von wo wir großartige Aussichten auf die schneebedeckten Gipfel der Cordillera Vilcanota genießen. Nach dem Pass Abstieg durch weite Hochland-Täler mit Lamas und Alpakas bis ins Cusipata Camp (ca. 4.639 m).

► Gehzeit: ca. 6-7 Std. ↑ ca. 700 Hm / ↓ ca. 400 Hm. (F/M/A)

Besonderheiten: Passquerung auf fast 4.900 m, weite Andenlandschaften, Tierherden.


9. Reisetag: Vilcanota - Cusipata - Rainbow Mountain (Vinicunca, 5.040 m) - Ausangate Cocha (ca. 4.656 m)

Heute steht der Höhepunkt der Reise bevor: Frühmorgens Abfahrt von Cusipata und Aufstieg zum Rainbow Mountain (Vinicunca 5.040 m). Die Farbenvielfalt der Sedimentschichten und der Blick auf den Ausangate sind unvergesslich. Danach Abstieg über die Hochebenen und Weiterwanderung bis zum Ausangate Cocha Camp (ca. 4.656 m).

► Gehzeit: ca. 6 Std. ↑ ca. 600 Hm / ↓ ca. 550 Hm. (F/M/A)

Besonderheiten: Besuch des Rainbow Mountain abseits der großen Tagesausflügler, spektakuläre Ausblicke auf den Ausangate.


10. Reisetag:  Ausangate Cocha - Palomani Pass (5.200 m) - Wanu Wanu Camp (ca. 4.616 m)

Die Königsetappe: Von Ausangate Cocha steigen wir zum Palomani Pass (5.200 m) auf. Höchster Punkt des Trekkings. Hier eröffnen sich grandiose Blicke auf die Eis- und Felsriesen der Cordillera. Danach Abstieg durch ein Seitental, wo wir häufig auf weidende Lamas treffen, bis zum Wanu Wanu Camp (ca. 4.616 m).

► Gehzeit: ca. 7 Std. ↑ ca. 600 Hm / ↓ ca. 650 Hm. (F/M/A)

Besonderheiten: Höchster Pass der Tour, intensive Hochgebirgsstimmung, fantastische Fotomotive.


11. Reisetag: Wanu Wanu - Jampa Pass (5.070 m) - Pacchanta - Cusco

Zum Abschluss wartet noch einmal ein großer Pass: Von Wanu Wanu erfolgt der Aufstieg zum Jampa Pass (5.070 m), dann weiter über Hochebenen mit türkisfarbenen Lagunen und zurück nach Pacchanta (ca. 4.000 m). Dort können wir die heißen Quellen genießen, bevor wir mit dem Fahrzeug nach Cusco zurückfahren.

► Gehzeit: ca. 6 Std. ↑ ca. 500 Hm / ↓ ca. 1.100 Hm. Übernachtung in Cusco - gleiches Hotel. (F/M/-)

Besonderheiten: Letzte Ausblicke auf den Ausangate, Erholung in den Thermalquellen von Pacchanta.


12. Reisetag: Fahrt nach Puno

Der Tag ist für die Busfahrt nach Puno reserviert. Diese dauert um die 8 Stunden und führt zwischen schneebedeckten Vulkanen, grünem Grasland und einigen Lagunen durch eine der eindrucksvollsten Landschaften Perus. Sehenswert ist vor allem der La Raya Pass. Puno wird dann von oben angefahren, mittlerweile ist die Hauptstadt des gleichnamigen Departemento auf über 100.000 Einwohner angewachsen. Unendlich weit breitet sich neben der schon recht raumgreifenden Stadt der tiefblaue See aus. Man könnte sich glatt an der Küste wähnen, würden da nicht im Hintergrund mehrere schneebedeckte Bergriesen aufragen. Wir schauen uns noch kurz die Hafenregion an, Puno ist wesentlich bunter und schöner als oft propagiert. Auch gute Möglichkeiten fürs Abendessen finden sich hier.

► Hotel: Camino Real. Ca. 8 Stunden Fahrt. (F/-/-)

Auf dem Lares Trek in Peru


13. Reisetag: Urus und Taquile

Heute steht dann eine Bootstour auf dem See überhaupt an - wir schippern über den schier endlos weiten und tiefblauen Titicacasee. Dabei steuern wir mehrere der zahllosen Uruinseln an und schauen uns dort um. Das Volk der Urus oder auch Uro ist seit 1958 ausgestorben, trotzdem versuchen ihre Nachfahren zumindest einen Teil der Urukultur zu erhalten.

Sie nannten sich früher Kot-Suns, „Seemenschen", und galten als das wildeste Volk im Inkareich mit einer sehr dunklen Hautfarbe. Da die Urus sich bei Auseinandersetzungen immer auf ihre Schilfinseln im Titicacasee zurückzogen, konnten sie von den Inkas nie unterworfen werden. Im 19. Jahrhundert lebten noch etwa 4000 Familien auf den Schilfinseln.

Heute bewohnen noch etwa 1500 bis 2000 Menschen die Schilfinseln. Sie sind als Mestizen durchweg Nachfahren der Aymara und Quetchua und leben fast ausschließlich vom Tourismus. Ungefähr 80 Inseln umfasst das Gebiet mit annähernd hundert Familien, sogar eine Schulinsel ist darunter.

Weiter auf dem See liegt die Insel Taquile, mit der Attraktion der strickenden Männer. Hier wandern wir etwas und genießen das mediterrane Panorama.

► Gleiches Hotel. Ca. 2 Stunden Bootsfahrt. 400 Hm und ca. 2 Stunden Gehzeit. (F/-/-)


14. Reisetag: Besteigung Atoja und Sillustani

Für den nächsten Tag haben wir uns dann endlich mal wieder eine Bergtour vorgenommen, nämlich den 4450 Meter hohen Atoja über dem Indigena-Dörfchen Chucuito. Dieses ist unter anderem mit dem Camioneto zu erreichen, welcher erst abfährt, als wirklich kein weiterer Fahrgast mehr Platz hat. Die Indigena haben in großen Jutesäcken Tauschware, zumeist Lebensmittel dabei, welche sie auf den nahen Dorfmärkten umzusetzen hoffen. Weder allzu steil, noch sehr lang ist der Anstieg und so sollten wir problemlos den Gipfel erreichen. Schöne, südländische Gewächse säumen den Weg und auch den Gipfelbereich, sogar eine Wetterstation gibt es auf dem Gipfel.

Phantastisch ist der Blick auf die nicht enden wollende Weite des azurblauen Titicacasees Auf der anderen Seeseite sind schon die Gipfel der bolivianischen Königskordilliere zu sehen. Auch einige peruanische Vulkane schieben sich ins Bild und runden das Panorama ab. Chucuito ist ebenfalls noch einen Abstecher wert. Je nach Bedarf nehmen wir einen der zahllosen Busse zurück nach Puno.

Der Nachmittag gehört dann einer weiteren oft propagierten Sehenswürdigkeit in der Nähe Punos. Nämlich den Ruinen von Sillustani. Die steil aufragenden Grabtürme befinden sich in einer weitläufigen, grünen Weidelandschaft mit einigen Lagunen durchzogen. Zum Programm gehört ein archäologisches Museum und auf dem Rückweg wird noch ein typisches Bauernhaus besucht. Wir werden durch die spärlich ausgestatteten Räume und Ställe geführt. Das Hauptkapital der Familie bilden Alpakas und andere Nutztiere, welche auch entsprechend umsorgt werden. Ein sehr guter Käse wird uns zum Probieren dargereicht. Der wird von der Familie selbst hergestellt. Dazu sind Mais und sehr wohlschmeckende Kartoffeln zu haben. Selbstverständlich kann beides auch käuflich erworben werden, oder aber einfach die Portokasse der Familie etwas aufgestockt werden.

► Gleiches Hotel. 20 Minuten Anfahrt, 700 Hm und ca. 4-5 Stunden Gehzeit. (F/-/-)


15. Reisetag: Fahrt in den Colca Canyon, Wanderung um Chivay

Es ist Zeit für den Colca Canyon zwischen Chivay und Cabanaconde, dem tiefsten Canyon der Welt. Dafür startet in Puno der Touristenbus nach Chivay, einem Andendörflein von ca. 3600 Einwohnern. Der lokale Verkehrsknotenpunkt ist neben Cabanaconde Hauptort im Colcatal. Auch von hier aus bietet sich noch eine kurze aber interessante Wanderung an. Steinerne Ruinen können hier bewundert werden. Wir wandern in ein sattgrünes, liebliches Hochtal hinauf mit Llamas, Kühen und Wildbächen. Zum krönenden Abschluss besteigen wir noch einen kleinen Hochrücken mit prächtigen Tiefblicken auf das Colcatal.

► Übernachtung in Chivay. Hotel: Colca Terra. Ca 4 Stunden Busfahrt, dann gut 600 Hm und 4-5 Stunden Gehzeit. (F/-/-)


16. Reisetag: Tafelberg

Heute starten wir früh nach Chivay und können optional einen Tafelbergartigen Gipfel von ca. 4800m über dem Ort besteigen. Dazu sind allerdings 1300 Höhenmeter zu überwinden. Wer möchte, kann sich auch einfach in den heißen Quellen von Las Caleras entspannen. Der Berg lohnt sich aber wirklich und bietet fantastische Ausblicke über das Colca-Tal.

► Ca. 1200 Hm; 6 Stunden Gehzeit. (F/-/-)


17. Reisetag: Condorbeobachtung und erster Tag Hualca Hualca

Sehr früh starten wir heute in den Tag, gilt es doch möglichst früh, den Mirador Cruz del Condor zu erreichen. Neben tollen Landschaftsformen können hier Condore beim Kreisen beobachtet werden. Dafür muss man aber frühzeitig vor Ort sein. Wir wandern durch tiefgrüne Weideflächen. Wie schon erwähnt, ist das gesamte Colcatal sehr fruchtbar, dementsprechend stark ist es auch von der Landwirtschaft geprägt. Vor allem Kartoffeln werden hier angebaut, dazu Getreide und auch Gemüse. Die Bauern steigen direkt von der Ernte in den Bus, wobei sie die Früchte ihrer Arbeit in Säcken transportieren und auch für sehr wenig Geld feilbieten.

Wir müssen nun nach Pinchollo, von wo aus wir die Anfahrt und den Aufstieg zum Hochlager des Hualca Hualca starten.

► (F/M/A)


18. Reisetag: Hualca Hualca Besteigung

Schon um 4 Uhr morgens ziehen wir los. Wir müssen die Ebene durchqueren und uns mit dem Eispickel durch hart gefrorenen Schnee in die Ebene vor den Hauptgipfel bewegen. Hier belohnt uns eine schöner Sonnenaufgang mit Blick auf Büssereis. Zum Teil sind die senkrecht stehenden Platten bis zu einem Meter hoch. Nur langsam werden wir vorankommen, da wir uns vorsichtig bewegen müssen, um uns nicht die Beine zu verletzen. Am Hauptgipfel des Hualca Hualca  angekommen, ragt das peruanische Matterhorn vor uns auf. Es wird über die Route Ivan oder die Route Inca bestiegen. Die Route Inca ist relativ leicht und eine Klasse 4. Die Route Ivan ist eine gute Klasse 5 bis 6. Nach weiteren 2 bis 3 Stunden werden wir den Gipfel erreicht haben. Wir werden absteigen, unser Camp Hochcamp abbrechen und dieses wieder ca. 800m tiefer einrichten. Entsprechend der Kondition der Gruppe kommen wir am frühen bis späten Nachmittag in Pinchollo an.

► Gehzeit: 6-8 Stunden. (F/M/-)


19. Reisetag: Fahrt nach Arequipa

Der heutige Tag ist eher entspannt. Wir fahren mit dem Bus ca. 5 Stunden von Pinchollo  durch sehr aussichtsreiche Landschaften nach Arequipa. Die zweitgrößte Stadt Perus zählt neben Cusco zu den schönsten des Landes und hat die Millionengrenze bei der Einwohnerzahl mittlerweile überschritten.

► Ca. 5 Stunden Busfahrt. Hotel in Arequipa, La Compania.


20. Reisetag: Stadt Arequipa

Heute schauen wir uns Arequipa an, die weisse Stadt, wie es so schön heißt. Dieser Name bezieht sich nicht, wie man vielleicht erwarten könnte, auf die weiß getünchten Kolonialbauten der Stadt, sondern vielmehr auf die Tatsache, dass sie früher vor allem von hellhäutigen Einwanderern bevölkert war. Auch heute besteht ein verhältnismäßig großer Anteil der Einwohner aus Nachkommen der spanischen Eroberer und Leuten, die sich zumindest dafür halten. Die Stadt selbst hat sich mittlerweile zur zweitgrößten Stadt Perus gemausert und ist zugleich die wichtigste Metropole zwischen Lima und La Paz. Arequipa sieht sich gern als Konkurrenz zu Lima, kommt aber der Bedeutung der Hauptstadt noch nicht nahe. Dafür ist Arequipa ruhiger und übersichtlicher. Durch die angenehme Distanz zur Küste und die für andine Verhältnisse eher gemäßigte Höhenlage von 2300 Metern, herrscht in Arequipa das ganze Jahr über ein mildes und angenehmes Klima.

► Stadtrundgang ca. 4 Stunden. Hotel La Compania. (F/-/-)

Lares Dorf in Peru


21. Reisetag: Rückflug

oder alternativ:

21. Reisetag: Chachani Basislager

Für heute steht die Anfahrt zum Chachani Basislager auf dem Programm. Man kann mit dem Jeep bis auf eine Höhe von 4900 Metern fahren, auf einer kleinen Hochebene endet dann der Fahrweg. Ideal ist es, gleich hier zu zelten. Aber man kann auch noch eine Stunde, eher flach, zum eigentlichen Lager weiter gehen. Dort werden die Zelte aufgebaut und wir übernachten hier. Die Anstrengungen halten sich heute also in Grenzen, sodass dieser Aufstieg gleich an den Misti angeschlossen werden kann. Auch muss wegen des relativ geringen Höhenunterschiedes nicht allzu früh gestartet werden. Aber so gegen 4 Uhr geht es dann doch los.

► 3 Stunden Auffahrt. Kurze Wanderung von ca. 1 Std., oder gleich Camp am Endpunkt des Fahrweges. Zeltnacht. (F/M/A)


22. Reisetag: Chachani Gipfel Besteigung 

Heute Morgen geht es dann zuerst über steiles Schuttgelände auf undeutlichen Steigspuren geradewegs hinauf. Die Aufstiegsseite ist zwar steil, aber gut begehbar. Es folgt ein weiterer Hang, eisfrei und mit rutschigem Vulkansand überzogen. Steigspuren leiten zum aussichtsreichen Gipfelpunkt des Chachani. Der Abstieg erfolgt auf dem Aufstiegsweg. Für den Aufstieg sind 6-8 Stunden zu veranschlagen, der Abstieg ist in 4 Stunden zu schaffen. Dann geht es mit dem Geländewagen zurück nach Arequipa, wo wir uns erst mal ordentlich ausschlafen.

► Ca. 1200 Hm. 6-8 Stunden Gehzeit. Gleiches Hotel. (F/M/-)


23. Reisetag: Reservetag - Arequipa

Wenn er nicht gebraucht wird, kann er für die Stadt Arequipa genutzt werden. Auf Wunsch organisieren wir auch Ausflüge.

► gleiches Hotel  (F/-/-)


24. Reisetag: Rückflug

Der traurigste Tag der Tour, denn nun geht es zurück. Transfer zum Flughafen und Rückflug. Dabei überfliegen wir noch mal Peru. Interessante Tiefblicke auf die Anden und das Amazonasgebiet rufen uns die vielen außergewöhnlichen Erlebnisse auf der Tour noch einmal in Erinnerung und bieten reichlich Nahrung für neue Reiseideen und Tourenpläne. Es muss ja nicht das letzte Mal Südamerika gewesen sein.

► Transfer von ca. 30 Minuten. (F/-/-)

⇒ Wer die Reise etwas verkürzen möchte, kann die Besteigung Chachani auslassen. 
⇒ Wer mehr Zeit hat, kann zwei Tage früher anreisen und Machu Picchu besuchen.

Grabtürme Sillustani Puno Peru


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Unsere Reise: Inka Trekkings, bunte Berge & 6000er Hualca Hualca in Südperu • Peru (24 Tage):

Diese 23-tägige Abenteuerreise durch Südperu kombiniert Kultur und anspruchsvolles Bergsteigen. Du erkundest das Heilige Tal und die berühmten Rainbow Mountains, um dich an die Höhe zu gewöhnen. Danach wanderst du durch die mächtige Cordillera Vilcanota und den Colca Canyon. Höhepunkt der Tour ist die Besteigung von zwei 6.000ern, dem Hualca Hualca und dem Chachani. Diese Reise ist perfekt für dich, wenn du die höchsten Gipfel Perus bezwingen und die vielfältigen Landschaften erleben möchtest. Dauer: 24 Tage. Preis: ab 3195 Euro. Erlebnisreich.

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Fragen zu Peru beantwortet:

Wie gut ist die Infrastruktur für Reisen in Peru?

In Peru findest du eine Infrastruktur, die für Reisende – besonders für uns Bergsteiger und Trekker – überraschend gut aufgestellt ist. Hier ist der Überblick, wie du im Land vorankommst:

  • Busse: Das ist das wichtigste Transportmittel. Auf langen Strecken, etwa von Lima nach Arequipa, nutzt du meist luxuriöse Fernbusse mit bequemen Liegesitzen, in denen sogar Mahlzeiten serviert werden. Das Straßennetz wird stetig ausgebaut, auch wenn Pisten in den Anden wegen Erdrutschen oft wartungsanfällig sind.
  • Flüge: Wenn du Zeit sparen willst, erreichst du die großen Bergsteiger-Zentren wie Huaraz, Cusco oder Arequipa in nur etwa einer Stunde per Inlandsflug von Lima aus.
  • Bahn: Eine klassische Eisenbahnverbindung durch das ganze Land gibt es nicht. Die Schiene ist aber dein wichtigster Zubringer zum Machu Picchu: Von Ollantaytambo aus fährst du mit dem Touristenzug nach Aguas Calientes.
  • Ausrüstung und Logistik: In Hotspots wie Huaraz oder Arequipa ist die Infrastruktur für uns Bergsportler exzellent. Du kannst dort problemlos technische Leihausrüstung wie Steigeisen oder Pickel mieten und organisierte Touren mit zertifizierten Guides, Köchen und Tragtiermanschaften (Esel, Pferde oder Lamas) buchen.
  • Abgelegene Regionen: Im Amazonas-Tiefland sind Flüsse oft die einzigen Verkehrsadern, auf denen du dich mit Booten bewegst. Mobilfunk ist in den meisten Gemeinden verfügbar, schnelles Internet in abgelegenen Gebieten dagegen noch selten.

Welche Symptome treten bei Höhenkrankheit in Peru auf?

Wenn du in den peruanischen Anden in große Höhen aufsteigst, wirst du schnell merken, dass dein Körper durch die dünne Luft deutlich stärker belastet wird. Ein ganz typisches Anzeichen ist, dass du bereits bei geringer Anstrengung sehr schnell außer Atem gerätst.

Klassische Symptome der Höhenkrankheit (medizinisch: Akute Bergkrankheit) sind meist starke Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit bis hin zum Erbrechen, Schwindel und anhaltende Schlafstörungen. Sollten diese Symptome trotz Ruhephasen schlimmer werden, ist der sofortige Abstieg in tiefere Lagen lebensnotwendig.

Die einheimische Bevölkerung kaut traditionell Kokablätter, um die Auswirkungen der Höhe sowie Begleiterscheinungen wie Müdigkeit, Hunger und Kälte zu unterdrücken. Um diesen Problemen vorzubeugen, empfehlen wir eine gründliche Akklimatisation, da die Belastung in Höhen über 6.000 Metern extrem hoch ist.

Was sind die besten Orte in Peru zur Akklimatisation?

Hier sind die besten Orte und Strategien, um deinen Körper an die dünne Luft zu gewöhnen:

1. Das Heilige Tal der Inka (Valle Sagrado)

Viele Reisende machen den Fehler, die erste Nacht direkt im hochgelegenen Cusco (3.400 m) zu verbringen, was oft zu Problemen führt.

  • Pisac (2.850 m) und Ollantaytambo (2.850 m): Diese Orte bieten eine ideale Schlafhöhe für die ersten Tage.
  • Lares Trek: Dieser Trek ist hervorragend geeignet, um sich für noch höher gelegene Touren vorzubereiten.
  • Pumamarca (3.500 m): Ein Wechsel der Schlafhöhe zwischen tieferen Orten und höher gelegenen Lagern wie Pumamarca fördert eine schnelle Anpassung.

2. Die Region um Huaraz (Cordillera Blanca)

Huaraz auf 3.100 m ist der Dreh- und Angelpunkt für Bergsteiger. Von hier aus gibt es klassische Akklimatisationstouren:

  • Wilkawain (3.450 m): Ideal für leichte Einstiegswanderungen.
  • Laguna Churup (4.450 m): Eine anspruchsvolle Eingehtour, die fast schon Pflichtprogramm ist.
  • Laguna 69 (ca. 4.400 m): Eine der schönsten Touren zur Höhenanpassung vor den großen Eisriesen.
  • Santa Cruz Trek: Dieser mehrtägige Klassiker dient oft als Basis-Akklimatisation für 6.000er-Besteigungen.

3. Südperu und Titicacasee

Im Süden des Landes bietet sich eine schrittweise Steigerung an:

  • Arequipa (2.300 m): Der perfekte Startpunkt mit mildem Klima.
  • Colca Canyon: Wanderungen um Chivay (3.600 m) oder Cabanaconde (3.287 m) sind ideal, um sich an die Sierra zu gewöhnen.
  • Titicacasee (3.800 m): Ein Inseltrekking auf Amantani oder Taquile (bis zu 4.200 m) ist eine exzellente Vorbereitung.
  • Atoja (4.450 m): Ein leicht erreichbarer Aussichtsberg bei Puno für eine gezielte Tagestour in der Höhe.

4. Vorbereitungsgipfel (Die 5.000er-Marke)

Bevor du die 6.000 m angreifst, solltest du dich auf technisch moderaten 5.000ern testen:

  • Nevado Pisco (5.752 m): Die ideale Hochtour zur Vorbereitung auf den Huascarán.
  • Urus (5.492 m) und Ishinca (5.541 m): Technisch unkomplizierte Berge im Ishincatal, die perfekt als Training dienen.
  • Pastoruri (5.300 m): Wird oft für Eiskletterübungen und zur Höhengewöhnung genutzt.

Pro-Tipp: Kaut traditionell Kokablätter, wie es die Einheimischen tun – das hilft gegen Müdigkeit und die Auswirkungen der Höhe.

Wann ist die beste Zeit für Machu Picchu?

Wenn du Machu Picchu in seiner ganzen Pracht und mit klarer Sicht erleben willst, solltest du deine Reise für die Trockenzeit von Mai bis Oktober planen. In diesen Monaten ist das Wetter in den Anden am stabilsten, was für die Besichtigung der Ruinen und vor allem für die Anreise über Trekkingpfade entscheidend ist.

Hier sind die wichtigsten Punkte für deine Zeitplanung:

  • Ideale Monate: Touren und Expeditionen werden bevorzugt zwischen Mai und November durchgeführt, da die Regenwahrscheinlichkeit gering ist.
  • Regenzeit: Von Oktober bis April musst du im Hochland mit häufigen und teils heftigen Niederschlägen rechnen.
  • Trekking-Vorteil: Wenn du alternative Wege wie den Choquequirao-Trek wählst, bietet die Trockenzeit nicht nur bessere Pfade, sondern auch spektakuläre Tiefblicke, die nicht durch Wolken oder Nebel verdeckt werden.

Mein Tipp: Da Machu Picchu das ganze Jahr über stark besucht ist, lohnt es sich, den Besuch in die Randmonate der Trockenzeit (Mai oder September/Oktober) zu legen, um dem extremsten Trubel der Hauptferienzeit etwas auszuweichen.

Was ist der Unterschied zwischen der Trocken- und Regenzeit?

Die Trockenzeit und die Regenzeit: Der Unterschied ist für uns Bergsportler fundamental, da er über Erfolg oder Scheitern einer Tour entscheiden kann.

Die Trockenzeit (Mai bis Oktober)

Dies ist die klassische Hochsaison für Bergsteiger und Trekker.

  • Wetterstabilität: In diesen Monaten ist das Wetter in der Sierra am beständigsten. Du hast meist einen strahlend blauen Himmel und klare Sicht auf die Eisriesen.
  • Bedingungen am Berg: Für anspruchsvolle Besteigungen wie am Huascarán oder Chachani sind dies die idealen Monate. Nachts sinken die Temperaturen in der Höhe zwar oft weit unter den Gefrierpunkt, aber die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist gering.
  • Logistik: Die Pisten in den Anden sind besser befahrbar, da das Risiko von Erdrutschen minimiert ist.

Die Regenzeit (Oktober bis April)

In dieser Phase zeigt sich die Natur von ihrer wilden, wasserreichen Seite.

  • Niederschläge: Besonders in der Sierra kommt es zwischen Oktober und April zu heftigen Regenfällen. In der Selva (Regenwald) herrscht ohnehin ein feuchtes Tageszeitenklima, aber in der Regenzeit steigen die Niederschlagsmengen dort massiv an.
  • Einschränkungen: Viele Trekkingpfade werden mühsam und rutschig. Wolken und Nebel verhüllen oft die Gipfel, was die Orientierung erschwert und die spektakulären Aussichten verhindert.
  • Gefahren: Starkregen führt in den Anden häufig zu Erdrutschen, die Straßen blockieren und den Transport lahmlegen können.

Wichtiger Hinweis für die Küste: Die Pazifikküste (Costa) ist ein Sonderfall. Dort regnet es im Süden fast nie, während im Norden die Niederschläge leicht zunehmen können. Dort schwanken die Temperaturen zwischen 12 °C im Winter und 35 °C im Sommer, unabhängig von der Regenzeit in den Bergen.

Kann man in Peru gut wandern?

Peru ist für uns Bergsportler ein wahres Paradies, das von schneebedeckten Andengipfeln bis hin zum tropischen Regenwald alles bietet. Du findest dort über 40 verschiedene Touren, die von entspannten Wanderungen durch Inka-Ruinen bis hin zu anspruchsvollen Expeditionen in eisige Höhen reichen.

Besonders drei Regionen solltest du dir für dein Wanderabenteuer vormerken:

  • Rund um Cusco: Hier wanderst du auf alten Inkapfaden zu Orten wie dem weltberühmten Machu Picchu oder dessen „verlorener Schwester“ Choquequirao, die deutlich weniger überlaufen ist. Der Lares Trek eignet sich zudem hervorragend, um die Kultur der Huilloq-Indianer kennenzulernen und dich sanft an die Höhe zu gewöhnen.
  • Huaraz (Zentralperu): Diese Stadt ist das Basislager für die Cordillera Blanca und die Cordillera Huayhuash, die zu den spektakulärsten Gebirgszügen der Welt zählen. Klassiker wie der Santa Cruz Trek bieten dir atemberaubende Ausblicke auf Eisriesen wie den Alpamayo.
  • Südperu bei Arequipa: Wenn du tief eingeschnittene Schluchten magst, ist der Colca Canyon – einer der tiefsten der Erde – mit seinen Kondor-Beobachtungen ein Muss. Für Trekking-Gipfel-Fans sind die Vulkane Misti oder der technisch einfache Sechstausender Chachani ideale Ziele.

Die beste Reisezeit liegt in der Trockenzeit von Mai bis Oktober, da das Wetter in der Sierra dann am stabilsten ist. Denke aber immer daran, dass die Höhe in den Anden gnadenlos ist und eine gründliche Akklimatisation vor jeder Tour oberste Priorität hat. Die Infrastruktur vor Ort ist hervorragend auf Wanderer eingestellt: Du findest überall zertifizierte Guides, Träger-Teams mit Eseln oder Lamas und kannst technische Ausrüstung problemlos leihen.

Welche Vögel und Tiere kann man während einer Peru-Reise beobachten?

Peru ist ein wahres Paradies für Naturbeobachter, da es zu den Ländern mit der weltweit höchsten Artenvielfalt zählt. Je nachdem, in welcher Region du unterwegs bist, begegnest du völlig unterschiedlichen Tieren:

An der Pazifikküste

Auf den Islas Ballestas (oft als das „Galapagos Perus“ bezeichnet) und in der Region Paracas kannst du massenhaft Meeresbewohner beobachten:

  • Vögel: Pelikane, Blaufußtölpel, Pinguine und Biguascharben.
  • Säugetiere: Riesige Kolonien von Seelöwen und mit etwas Glück auch durchziehende Delfine.

In den Anden (Sierra)

In den Bergen triffst du auf die typischen Symbole der Hochanden:

  • Kondore: Der majestätische Andenkondor lässt sich am besten am „Cruz del Condor“ im Colca Canyon beobachten.
  • Kamele: Lamas und Alpakas begegnen dir fast überall auf Treks; in Nationalparks siehst du zudem die wilden, scheuen Vicuñas.
  • Kleintiere: Häufig triffst du auf Vizcachas (eine Hasenart mit buschigem Schwanz) und verschiedene Kolibriarten.
  • Wasservögel: An Hochlandseen leben Flamingos, Andengänse und Ibisse.

Im Regenwald (Selva)

Besonders im Manu Nationalpark ist die Dichte an exotischen Tieren enorm:

  • Vögel: Farbenprächtige Aras (Macaws), Papageien und Sittiche an Salzlecken sowie Tukane und der rote Felsenhahn (Gallito de las Rocas), der Nationalvogel Perus.
  • Affen: Es gibt hier 13 verschiedene Arten, darunter Brüllaffen, Kapuzineraffen und Wollaffen.
  • Am Wasser: Kaimane, Riesenotter, Schildkröten, Piranhas und sogar seltene rosa Flussdelfine.
  • Seltene Jäger: Mit viel Glück kannst du einen Jaguar, Tapire oder Anacondas sichten.

Vergiss dein Fernglas nicht, besonders für die Vogelbeobachtung ist Peru mit über 1800 Arten einsame Spitze.

Welche Alternativen gibt es zum klassischen Machu Picchu Trail?

Wenn du keine Lust auf die Massen am klassischen Inka Trail hast, gibt es zum Glück ein paar richtig starke Alternativen, die dich ebenfalls ans Ziel bringen.

Hier sind meine Favoriten für dich:

  • Choquequirao-Trek: Das ist der Geheimtipp schlechthin. Choquequirao wird oft als die „verlorene Schwester von Machu Picchu“ bezeichnet. Der Ruinenkomplex ist mindestens so beeindruckend wie sein berühmtes Gegenstück, aber weil man ihn sich hart erwandern muss, triffst du dort nur wenige Leute. Eine besonders abenteuerliche Variante führt über den Yanama Pass direkt weiter bis nach Machu Picchu.
  • Salkantay-Trek: Diese Route ist eine spannende und deutlich ruhigere Alternative. Du bewegst dich auf alten Inkapfaden durch dichten Bergurwald und hast dabei den gewaltigen Salkantay-Gipfel fast immer im Blick.
  • Lares-Trek: Dieser Trek gilt ebenfalls als hervorragender Ersatz. Er punktet vor allem mit kulturellen Begegnungen bei den Huilloq-Indianern in ihren traditionellen Trachten und eignet sich durch die Streckenführung ideal zur Akklimatisation. Am Ende der Tour kannst du bequem mit dem Zug nach Machu Picchu weiterfahren.

Alle diese Wege bieten dir ein deutlich authentischeres Erlebnis fernab des Massentourismus.

Wie anstrengend ist der Rainbow Mountain in Peru?

Unterschätz den Rainbow Mountain (Vinicunca) auf keinen Fall. Mit einer stolzen Gipfelhöhe von 5.040 Metern ist vor allem die extrem dünne Luft eine echte Herausforderung für deinen Körper. Jede Bewegung ist hier oben deutlich mühsamer als im Flachland, weshalb du eine erstklassige Kondition brauchst. Auch wenn viele Touristen auf Pferde oder Motorräder als Aufstiegshilfe ausweichen, bleibt die physische Belastung in dieser Höhe enorm. Ohne eine gründliche Akklimatisation vorab geht dir dort oben ganz schnell die Puste aus.

Welche 6000er kann ich in Peru besteigen?

In Peru hast du die Qual der Wahl, denn das Land beherbergt über 30 Gipfel, die die magische 6000er-Marke knacken.

Der Chachani (6075 m) bei Arequipa ist dein idealer Einstieg, da er technisch unkompliziert ist und du dank Allrad-Unterstützung sehr hoch starten kannst. Ebenfalls als „leichte“ 6000er gelten der Coropuna (6430 m) – der höchste Vulkan Perus – sowie der Ampato (6288 m), auf dem die berühmte Eismumie „Juanita“ gefunden wurde.

Zieht es dich in die Cordillera Blanca, sind der Tocllaraju (6034 m) und der Chopicalqui (6354 m) klassische Ziele, die dir allerdings technisches Können im Steileis abverlangen. Die absolute Krone ist die Besteigung des Huascarán (6768 m), des höchsten Bergs des Landes, für die du eine exzellente Kondition und mindestens sechs Tage Zeit einplanen musst.

Für Liebhaber einsamerer Routen bieten sich der selten bestiegene Hualca Hualca (6025 m) über dem Colca Canyon oder der gewaltige Ausangate (6352 m) bei Cusco an. Suchst du pure Ästhetik, ist der pyramidenförmige Artesonraju (6071 m) ein Traumziel, das jedoch große Erfahrung im steilen Eis voraussetzt.

Welche 5000er in Peru eignen sich zur Akklimatisation?

Wenn du dich auf die ganz großen Riesen wie den Huascarán vorbereiten willst, sind technisch einfache Fünftausender dein Ticket zum Erfolg.

In der Cordillera Blanca bei Huaraz sind der Urus (5.492 m) und der Ishinca (5.541 m) im Ishincatal die absoluten Klassiker zur Vorbereitung. Diese beiden Berge gelten als technisch unkompliziert und dienen als optimales Training für anspruchsvollere Sechstausender.

Der Nevado Pisco (5.752 m) ist einer der begehrtesten Panoramagipfel und die ideale Hochtour, um dich auf extreme Höhen vorzubereiten. Er bietet dir echtes Gletscher-Feeling, ist aber auch für weniger erfahrene Alpinisten mit guter Fitness machbar.

Weitere lohnende Ziele für deine Akklimatisation sind:

  • Vallunaraju (5.686 m): Ein markanter Doppelgipfel nahe Huaraz, der als ideal für die Höhenanpassung beschrieben wird.
  • Pastoruri (5.300 m): Dieser Berg wird oft für Eiskletterübungen und zur Gewöhnung an die dünne Luft genutzt, da du bis auf 4.800 Meter mit dem Fahrzeug hochfahren kannst.
  • Diablo Mudo (5.223 m): In der Cordillera Huayhuash ist dies einer der leichtesten Fünftausender und perfekt geeignet, um deinen Körper zu testen.
  • Huayruro Punco (5.550 m): Wenn du in der Region Cusco unterwegs bist, ist dieser Gipfel eine gute Wahl, da er je nach Verhältnissen oft ohne schwere Eisausrüstung bestiegen werden kann.

Vergiss nicht, dass auch diese "einfachen" Berge in dieser Höhe ernstzunehmende Ziele sind und eine solide Grundkondition erfordern.

Wie schwierig ist die Besteigung des Alpamayo?

Die Besteigung des Alpamayo (5.949 m) gilt als ein technisch sehr anspruchsvolles Ziel für erfahrene Bergsteiger. Der Berg ist eine perfekt geformte Eispyramide, die dir steile und schwierige Routen abverlangt. Auf der klassischen Ferrari-Route musst du eine 75 Grad steile Wand aus Eis und Schnee bezwingen. Dieser Aufstieg durch eine schwierige Rinne führt dich direkt unter den Gipfel und fordert deine volle Konzentration. Auch den anschließenden Abstieg darfst du keinesfalls unterschätzen, da er als besonders heikel beschrieben wird. Für dieses Abenteuer solltest du neben technischem Können im Steileis auch eine erstklassige körperliche Fitness mitbringen.

Welche 6000er kann man in der Cordillera Blanca besteigen?

In der Cordillera Blanca hast du eine gewaltige Auswahl, denn dort ragen insgesamt 31 Gipfel über die magische 6.000-Meter-Marke. Hier sind die wichtigsten Hochkaräter für dein Bergabenteuer:

  • Huascarán (6.768 m): Er ist der unangefochtene König der peruanischen Anden und der höchste Berg der Tropen. Die Besteigung ist eine echte Expedition und verlangt dir einiges ab.
  • Chopicalqui (6.354 m): Diese beeindruckende Firnpyramide liegt direkt gegenüber dem Huascarán und bietet dir einen der besten Aussichtsbalkone der Region.
  • Nevado de Copa (6.188 m): Er gilt als einer der technisch leichteren Sechstausender der Cordillera Blanca, allerdings haben sich die Wegverhältnisse dort in letzter Zeit negativ verändert.
  • Artesonraju (6.071 m): Wegen seiner fast perfekten Pyramidenform ist er ein begehrtes Fotomotiv, erfordert aber beim Aufstieg viel Erfahrung im steilen Eis.
  • Tocllaraju (6.034 m): Ein sehr beliebter, aber anspruchsvoller Eisgipfel im Ishincatal, der oft als krönender Abschluss nach der Akklimatisation auf 5.000ern wie dem Urus oder Ishinca bestiegen wird.

Beachte bei deiner Planung, dass die Gletscherrückgänge durch die Klimaerwärmung die Bedingungen an diesen Riesen ständig verändern. Eine exzellente Kondition und fundierte Hochgebirgserfahrung sind für alle diese Gipfel Pflicht.

Was ist besonders am Titicacasee?

Der Titicacasee ist ein Ort der Superlative und Mythen, den du bei einer Reise durch Peru nicht auslassen solltest. Er liegt auf einer stolzen Höhe von etwa 3.800 Metern und gilt als der höchste schiffbare See der Welt. Um dir die Ausmaße vorzustellen: Er ist etwa 16-mal so groß wie der Bodensee.

Das macht den See so besonders:

  • Wiege der Inka: Für die einheimische Bevölkerung ist der See heilig, da er der Legende nach der Ursprung des Inkareiches ist.
  • Schwimmende Inseln: Weltberühmt sind die Inseln des Volkes der Uru, die komplett aus Schilf gebaut sind und auf dem Wasser treiben.
  • Einzigartige Kultur: Auf der Insel Taquile triffst du auf die „strickenden Männer“, während die Insel Amantani ein sehr ursprüngliches, fast mediterranes Flair bietet.
  • Spektakuläres Panorama: Das tiefblaue Wasser bildet einen wahnsinnigen Kontrast zu den schneebedeckten Eisriesen der bolivianischen Königskordillere, die du am Horizont sehen kannst.
  • Ideale Akklimatisation: Da der See so hoch liegt, ist ein mehrtägiger Aufenthalt dort oben perfekt, um deinen Körper an die dünne Luft zu gewöhnen, bevor du höhere Gipfel wie den Chachani in Angriff nimmst.

Welche Trekking-Routen in Peru sind besonders?

In Peru hast du die Qual der Wahl, denn das Land bietet über 40 verschiedene Routen. Hier sind die Treks, die aus meiner Sicht besonders hervorstechen:

  • Choquequirao-Trek: Er gilt als der absolute Geheimtipp und führt zur „verlorenen Schwester“ von Machu Picchu. Da kein Fahrweg zu den Ruinen führt, musst du dir den Anblick hart erwandern, wirst aber mit Einsamkeit und spektakulären Tiefblicken belohnt.
  • Cordillera Huayhuash: Diese Runde gilt weltweit als eine der spektakulärsten Trekkingrouten überhaupt. Du wanderst tagelang in absoluter Abgeschiedenheit zwischen vergletscherten Sechstausendern und türkisblauen Bergseen.
  • Santa Cruz Trek: Der Klassiker in der Cordillera Blanca ist deutlich weniger überlaufen als der Inka-Trail. Er bietet dir atemberaubende Ausblicke auf Ikonen wie den Alpamayo und führt über fast 5.000 Meter hohe Pässe.
  • Ausangate-Runde & Rainbow Mountain: Diese Route ist landschaftlich einzigartig durch die bunten Sedimentschichten der Berge und die Nähe zum heiligen Eisriesen Ausangate. Besonders das Valle Rojo bietet abseits der Massen spektakuläre Farbspiele.
  • Lares-Trek: Wenn du dich für die lebendige Kultur der Anden interessierst, ist dieser Weg ideal. Er führt durch das Gebiet der Huilloq-Indianer und eignet sich wegen der moderaten Steigerung perfekt zur Akklimatisation.

Was sind die Hotspots für Bergsteiger in Peru?

Wenn du in Peru hoch hinaus willst, kommst du an drei großen Regionen nicht vorbei, die für uns Bergsteiger echte Sehnsuchtsorte sind.

1. Huaraz: Das Herz der Cordillera Blanca

Huaraz ist das unbestrittene Zentrum und Basislager für die spektakulärsten Touren. Von hier aus startest du in die Cordillera Blanca, die mit über 30 Sechstausendern und dem Huascarán (6.768 m) – dem höchsten Berg des Landes – beeindruckt. Ein absolutes Muss für Ästheten ist der Alpamayo, der wegen seiner perfekten Eispyramide oft als schönster Berg der Welt bezeichnet wird. Für den Einstieg oder zum Akklimatisieren ist der Nevado Pisco mit seinem gewaltigen Panorama ideal.

2. Cordillera Huayhuash: Wild und unberührt

Südlich der Blanca liegt die deutlich abgelegenere Cordillera Huayhuash. Sie gilt unter Kennern als eine der spektakulärsten Gebirgsgruppen der Welt und beherbergt mit dem Yerupajá (6.634 m) den zweithöchsten und einen der gefährlichsten Gipfel Perus. Die Region ist vor allem für ihre anspruchsvollen Umrundungen und die unberührte Hochgebirgsnatur bekannt.

3. Arequipa: Das Land der Vulkane

Im Süden Perus ist die Stadt Arequipa dein Sprungbrett zu den gewaltigen Vulkankegeln. Der Chachani (6.075 m) ist hier der Star für alle, die ihren ersten Sechstausender knacken wollen, da er technisch als einer der leichtesten der Welt gilt. Direkt über der Stadt thront zudem der formschöne Misti, dessen Besteigung zwar kein Gletscherwissen, aber eine ordentliche Portion Kondition erfordert.

4. Cusco & Cordillera Vilcanota

Abseits der Inka-Ruinen bietet die Region um Cusco mit der Cordillera Vilcanota ein erstklassiges Revier. Der heilige Eisriese Ausangate (6.352 m) dominiert hier die Szenerie und bietet eine der abgelegensten und gewaltigsten Expeditionen des Landes. Zudem locken hier technisch einfache, aber landschaftlich reizvolle Fünftausender wie der Huayruro Punco.

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