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Eistouren in der Cordillera Real • Die Königstour der Anden • Bolivien (20 Tage)

Eistouren in der Cordillera Real. Die Königstour der Anden. Bolivien.

Die Königstour der Anden: Drei Ikonen der Cordillera Real

Diese 20-tägige Expedition ist für erfahrene Alpinisten konzipiert, die Boliviens eisige "Triple Crown" suchen. Nach einer außergewöhnlich tiefgehenden Akklimatisierung mit exklusivem Trekking im Hampaturi-Gebiet und kulturellen Highlights wie Tiwanaku, beginnt die hochalpine Gipfeljagd. Dich erwarten der berühmte Firngrat des Pequeño Alpamayo, der beliebte 6000er Huayna Potosí und der krönende Abschluss auf dem höchsten Gipfel der Kordillere: dem majestätischen Illimani (6439m). Ein alpines Abenteuer auf höchstem Niveau.

Besteige Boliviens eindrucksvollste Eisriesen nach einer ausgedehnten, exklusiven Akklimatisierung im unberührten Hampaturi-Gebiet

Diese Tour erfordert neben Bergerfahrung und Kondition auch eine gute Akklimatisation. Diese holen wir uns in Tiwanaku, an der Muela de Diablo, im Comanche Nationalpark und vor allem beim Trekking im Hampaturi.

Zuerst einmal lassen wir es mit der Besichtigung der Ruinen von Tiwanaku und der Besteigung der Muela de Diablo, im Süden von La Paz noch recht ruhig angehen. Auch die Wanderung von Comanche zu den Puya Raimondy Pflanzen ist noch nicht zu anstrengend.

Danach durchwandern wir das touristisch noch völlig unberührte Hampaturigebiet mit herrlichen Felsgipfeln, kristallklaren Seen und Eis gepanzerten 5000er.Davon werden wir uns das Doppelhorn und ein oder zwei unbenannte Bergriesen vornehmen.

Wesentlich bekannter ist die Condoririgruppe, wo nebendem beliebten Eingehberg Cerro Austria auch noch der Pequenio Alpamayo auf uns wartet. Sein Schlussgrat bietet einen herrlichen Firnanstieg mit einer Aussicht über fast die gesamte Cordillera Real.

Noch weitere Fernblicke erlaubt der Huayna Potosi, unser nächstes Ziel. In nur 2 Tagen kann er bestiegen werden und bildet den beliebtesten 6000er um La Paz und in der Cordillera Real.

Noch eine Etage höher ist der Illimani, der zweithöchste Berg Boliviens überhaupt und der höchste der Cordillera Real. Auch ihm versuchen wir aufs eisige Haupt zu steigen, kein einfaches Unterfangen, eine gehörige Portion Fitness und auch bergsteigerische Erfahrung sollten schon gegeben sein.

Highlights

  • La Paz
  • Tiwanaku
  • Muela de Diablo
  • Condoriri
  • Pequeño Alpamayo
  • Huayna Potosi
  • Illimani
  • Zongopass
  • Hampaturi
  • Ventilla
  • Comanche
  • Puya Raimondy

Dauer dieser Tour: 20 Tage

Unser nächsten Termine

  • 10.05. bis 29.05.2026
  • 01.08. bis 20.08.2026
  • 10.05. bis 29.05.2027
  • 01.08. bis 20.08.2027

Gerne führen wir diese Tour auch zu Ihrem individuellen Wunschtermin durch.

Preise (pro Person):

  • Ab 2 Teilnehmern: 3195 Euro
  • Ab 4 Teilnehmern: 2995 Euro
  • Ab 6 Teilnehmern: 2895 Euro

Eingeschlossene Leistungen

  • Reisen im Land mit Bussen und Taxen
  • Übernachtungen in einfachen Hotels oder Zelten
  • Condoriritrek
  • Ausflüge Muela de Diablo, Tiwanaku, Comanche mit privatem Transport
  • Eintritt Tiwanaku und alle anderen Eintritte
  • Reiseleitung vor Ort
  • Geführte Bergwanderungen
  • Trekking Hampaturi mit Gepäcktransport
  • Verpflegung während des gesamten Trekkingteils und an den Bergen

Nicht eingeschlossen Leistungen

  • Reiseunfall- und Krankenversicherung
  • Reisegepäcks- und Reiserücktrittskostenversicherung
  • Nicht ausgeschriebene Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder
  • Ausgaben des persönlichen Bedarfs

Weitere Infos

  • Eine gute allgemeine Fitness ist für diese Tour gewünscht und sehr von Vorteil.

Erobere in einer perfekt organisierten Expedition die drei Ikonen der Cordillera Real - Pequeño Alpamayo, Huayna Potosí und den gigantischen Illimani. Erlebe die Hochtouren, von denen andere nur träumen! 👉 Fordere jetzt unverbindlich Deine Expertenberatung an!

Tour-Verlauf

Die Herausforderung in Bolivien. Diese Tour beinhaltet drei absolute Bergsteiger-Wunschziele: Pequeño Alpamayo (Firn-/Felsgrat), Huayna Potosí (technischer 6000er) und den Illimani (hochalpin, exponiert, Boliviens König).

1. Reisetag: Ankunft in La Paz

Allein der Anflug auf La Paz zwischen Eis gepanzerten 6.000ern kann einem den Atem rauben, nach der Landung tut dies sicherlich die große Höhe von über 4.000 Metern. Doch wir bleiben nicht in El Alto sondern begeben uns in die tieferen Gefilde der Metropole auf nur noch gut 3.500. Jetzt wird erstmal das Hotel bezogen, danach ist Ausruhen angesagt. Je nach Ankunftszeit ergibt sich noch die Möglichkeit ein wenig von La Paz kennen zu lernen.
► Hotel in La Paz: Estrella Andina oder gleichwertig. (-/-/-)

Puya-Raimondy-Bolivien

2. Reisetag: Tiwanaku

Für heute steht noch mal etwas Kultur auf dem Plan, die wichtigste präkolumbische Kulturstätte Boliviens wollen wir uns vornehmen:Tiwanaku. Diese Ruinen liegen nur 70 km von La Paz entfernt und sind somit gut zu erreichen. Es soll einst der Gott Con Ticci Wiracocha aus dem Titicacasee gestiegen sein und die Sonne erschaffen haben. Dazu dann in Tiwanaku die Welt und die Menschen. Tiwanaku (1.00v.Chr.- 1.200n.Chr.) ist nach wie vor eine der geheimnisvollsten Kulturen Südamerikas. Die ehemalige Hauptstadt Tiwanakus liegt ca. 20 km im Landesinneren Boliviens, auch die Sonnen- und die Mondinsel gehörten früher zum Reich. Möglicherweise lag Tiwanaku vormals direkt am Seeufer, da der See früher größer war. Genaueres ist aber über dieTiwanakukultur bekannt, die hier sichtbaren Bauwerke werden zwischen die Jahre 400 und 1.000 datiert. Auch bei der Einwohnerzahl tappen die Forscher im Dunkeln zwischen 20.000 und 12.000 schwanken die Zahlen. Interessante Säulenmonolithe schauen wir uns noch an, dazu die tempelartige Sonnenwarte Kalasasaya und den Hügel Akapana. Auch das Sonnetor Intipunto darf nicht fehlen im Programm. Nach der Besichtigung fahren wir noch zurück ins nahe gelegene LaPaz, wo wir zu Abendessen und auch übernachten.
► Ca. 1.5 Stunden Fahrzeit. Leichter Rundgang ohne größere Steigungen. Gleiches Hotel. (F/-/-)

3. Reisetag: Muela de Diablo

Zwar ist die Muela de Diablo nur 3995 Meter hoch, was für bolivianische Verhältnisse ja fast gar nichts ist, trotzdem bildet dieser wilde Felszacken von fast überall in der Südstadt von La Paz einen grandiosen Blickfang. Steil und unnahbar wirkt dieser Felsklotz inmitten bizarr geformter, weicher Erosionslandschaften und grüner Weideflächen. Sportkletterer können im Gipfelbereich ein lohnendes Betätigungsfeld vorfinden.
In Pedregal endet die Buslinien vor einem kleinen Laden.Von hier führt ein breiter Fahrweg rechts den Berg hinauf. Zuerst passieren wir einige einfache Häuser und einen kleinen Friedhof, während wir in weiten Serpentinen schnell an Höhe gewinnen. Wir folgen einfach dem Fahrweg und nehmen nach Belieben diverse Abkürzungen, die auf schmalen Pfaden direkter den Berg hinaufführen und jeweils schnell wieder auf den Hauptweg treffen. Bald weitet sich der Blick auf die umstehenden Eisriesen wie Huayna Potosi, Mururata und natürlich den alles überragenden Illimani. Nur die Muela selbst ist noch nicht zu sehen, das ändert sich aber urplötzlich sobald wir den Passübergang erreichen. Plötzlich ragt der zwei gezackte Felskoloss direkt vor uns in die Höhe. Unser Weg führt aber erstmal nach links durch erstaunlich grüne Landschaftsformen auf ein kleines Dorf zu. Kühe, Hunde und Schweine sind unsere ständigen Begleiter, während links der Muela ein riesenhaftes, rötlich gefärbtes Erdgebilde unsere Aufmerksamkeit erregt. Im Dorf wenden wir uns nach rechts und steigen in ein kleines Bachbett hinunter, wo wir dann auf der anderen Seite sofort wieder bergauf müssen. Schmale Pfadspuren führen steil, aber unfehlbar hinauf auf den Kamm direkt unter der Gipfelbastion. Nun leiten die Pfadspuren in die südseitigen Schutthänge. Nach zwei ganz kurzen Felsabsätzen mühen wir uns ein sehr steiles Geröllfeld hinauf und erreichen ein Gratstück.Links führt ein nun wieder guter Pfad zum Aussichtspunkt zwischen den beiden Gipfelzacken. Wenige Minuten später haben wir diesen erreicht und genießen anregende Tiefblicke in die steilen Felswände, und über die Riesenstadt La Paz. Leider sind die beiden schroffen Gipfelfelsen sind nur in ausgesetzter Kletterei zu besteigen und deshalb erfahrenen Kletterern vorbehalten. Beim Abstieg machen wir einen Umweg welcher uns direkt zwischen den bizarren und bunt gefärbten Erdformationen hindurch leitet.
► Ca. 45 Min. Anfahrt, 500 Hm und 4 Stunden Gehzeit. Gleiches Hotel. (F/-/-)

Puya-Comanche

4. Reistag: Puya Raimondy (Comanche)

Obwohl der Nationalpark Comanche kaum 3 Fahrstunden von La Paz entfernt liegt, fällt der touristische Andrang recht bescheiden aus. Dabei handelt es sich um den einzigen Ort Boliviens, an dem noch die Riesenbromelie Puya Raimondi anzutreffen ist. Die nächstgelegene Möglichkeit diese zu betrachten wäre im peruanischen Huaraz. Alle Pflanzen befinden sich direkt über dem Ort Comanche auf einem wuchtigen, granitenen Felsbuckel, Cerro Comanche genannt. Einheimische behaupten, dass es sich bei diesem Felsrücken um einen Meteoriten handelt, da er sich so deutlich von den rötlichen Sandsteinfelsen seiner Umgebung unterscheidet. Das ist sicherlich fraglich, in jedem Fall aber gibt es hier neben der vom Aussterben bedrohten Riesenbromelie zusätzlich Viscachas, Adler und Andenfüchse zu bestaunen. Gelegentlich lassen sich sogar Störche im kleinen Dorfteich nieder.
Wir wandern von der Verbindungsstrasse direkt auf den Cerro Comanche zu und ersteigen ihn über interessante Steintreppen. Dabei lässt sich die Cordillera Real aufs herrlichste überblicken. Weiter oben stehen wir dann inmitten der riesigen Pflanzen, welche in verschiedenen Stadien zu bewundern sind. Wir können dem Berg komplett aufs steinige Haupt steigen, die letzten 100 Höhenmeter sind allerdings weglos zu bewältigen.
► Anfahrt ca. 2 Stunden, ca.300 Hm und 2 Stunden Gehzeit, dazu käme die Ortsbesichtigung. Gleiches Hotel. (F/-/-)

5. Reisetag: Mina San Francisco

Nach der etwas holprigen aber umso aussichtsreicheren Anfahrt (ca. 2 Stunden von La Paz) starten wir unsere Durchquerung an der Mina San Francisco oberhalb von Ventilla (Startpunkt wenn man die Tour mit öffentlichen Verkehrsmitteln machen möchte). Zuerst steigt der Weg mäßig an und verläuft aufregend nah unter den Steilwänden des Cerro Takesi und seines namenlosen Nachbarn. Unser Tagesziel ist ein ebenfalls namenloser tiefgrüner Bergsee, eingebettet unter gleich 4 formschönen 5000ern. Einen davon können wir je nach Zeit und Lust heute oder morgen früh noch ohne technische Probleme besteigen.
► Knapp 2 Stunden Anfahrt. 1000 Hm Aufstieg.  900 Hm Abstieg. 12,5 km. Ca. 7-8 Stunden Gehzeit. Zeltübernachtung. (F/M/A)

6. Reisetag: Am Hathi Khollo

Unter schwarzen Felsbergen wandern wir zunächst auf breiten Fahrwegen leicht bergab. Nach einigen Kilometern biegen wir rechts in ein völlig vergessenes Seitental ein, welches wir fast vollständig durchqueren. Am Schluss geht es über steile Schutthänge bergauf. Diese sind aber recht gut zu begehen und bald erreichen wir eine aussichtsreiche Passhöhe, die schon deutlich die 5000m Marke übersteigt. Passübergänge stellen meistens ein Tor in eine andere Welt da, so auch hier, unter uns erstreckt sich die ideale Gebirgslandschaft. Schnell lässt sich von hier noch ein Gipfel mitnehmen, bevor wir in das malerische Seitental unter dem eisgepanzerten Cerro Serkhe Khollo hinabsteigen oder rutschen. Hier bietet die Laguna Serkhe den idealen Lagerplatz direkt am See.
► Aufstieg ca. 700 Hm. Abstieg ca. 600 Hm. 18 km. Gehzeit 6 - 7 Stunden. Zeltübernachtung. (F/M/A)

Kasiri-und-Hathi-Khollo

7. Reisetag: Um den Serkhe Khollo

Heute überwinden wir einen weiteren aussichtsreichen Pass mit praechtigenTiefblicken zum Serkhe See. Dabei nehmen wir einen ca. 5300m hohen unbenannten Felsgipfel mit und umrunden das halbe Serkhe Khollo Massiv. Nach dem Abstieg befindet sich unser Lager erneut direkt an einem See. Auch hier umrahmen uns zahlreiche bizarre 5000er Gipfel.
► Aufstieg ca 500 Hm, Abstieg 450 Hm. 13 Km. Gehzeit ca. 5 Stunden. Zeltübernachtung. (F/M/A) 

Die Akklimatisierungsphase auf dieser Reise ist tiefgreifend, vielseitig und führt durch touristisch unberührte Gebiete (Hampaturi, Comanche). Akklimatisations-Highlight sind das Hampaturi-Trekking mit unbenannten Felsgipfeln und dem Besuch der Puya Raimondi (Riesenbromelie).

8. Reisetag: Zum Cumbre Coroico

Erst einmal wollen wir einen der uns umlagernden Hochgipfel besteigen, gut 500 Höhenmeter durch gut begehbare Schuttflanken liegen vor uns. Oben angekommen erwarten uns phantastische Tiefblicke auf Unduavi und die Strasse nach Coroico hinunter. Beim Abstieg halten wir direkt auf den Gegenanstieg zu der uns mit dem Cumbre Coroico Pass verbindet. Dort erwarten uns nochmal ca. 400 Hoehenmeter. Durch eine weite Ebene, zuerst weglos, später auf guten Fahrwegen erreichen wir die Passhöhe. Von hier fahren wir nach La Paz zurück.
► Aufstieg ca 600 Hm. Abstieg 450 Hm. 10 Km. Gehzeit ca. 5 Stunden. Hotel in La Paz. (F/M/-)

9. Reisetag: Anmarsch Condoriri

Bereits beider Anfahrt von La Paz erkennt man schon von weitem den stark vergletscherten Zentralpfeiler des Condoriri, der sich über die umliegenden Gipfel erhebt. Flügelförmig breiten sich die West- und Ostflanke daneben aus. Westlich davon befindet sich der Aussichtsberg Pico Austria.
Früh starten wir mit dem Taxi von La Paz, zuerst über die Hauptstrasse nach Copacabana, dann biegen wir rechts in ein Seitental ab, an dessen Ende sich das malerische Dörfchen Tuni befindet, direkt nebenan der Tunistausee, welcher als Wasserspeicher für die Hauptstadt dient. Von hier aus starten wir mit Tragtieren durch ein bildschönes Tal zum Hochlager. Der Trek dauert etwa 3 Stunden und ist größtenteils flach. Am See schlagen wir dann unser Lager auf, aufregend nah unter den zahlreichen Fels- und Eisriesen der Condoririgruppe.
► Anfahrt: 2-2,5 Std. Aufstieg ca 300 Hm. 10 Km. Gehzeit ca. 3 Stunden. Zeltübernachtung. (F/M/A)

Doppelhorn-Japa-Japani

10. Reisetag: Pequeño Alpamayo Besteigung

Um 1 Uhr nachts starten wir zum Gipfel, zuerst überqueren wir einen eher harmlosen Gletscher, bevor wir uns dem Cerro Tarija nähern. Nun geht es etwa 100 Höhenmeter bergab, durch sehr leichten Fels. Es folgt der Schlussanstieg, nun wird es steil und mühsam. Aber der herrlich geschwungene Grat ist ein mehr als eindrucksvolles Erlebnis, ebenso wie der Sonnenaufgang am Gipfel. Wir steigen wieder zum Basislager ab, wo wir noch eine Nacht in denZelten verbringen.
► Im Fels 1 und bis zu 50 Grad im Eis. Aufstieg ca 800 Hm, Abstieg 800 Hm, Gehzeit ca. 8 Stunden. Zeltübernachtung. (F/M/A)

11. Reisetag: Cabeza de Condor oder Alternative (Illusion, Cerro Austria)

Um 1 Uhr nachts starten wir zum Gipfel, zuerst über leichte Bergpfade, dann durch wirre Felsformationen bis wir den Gletscher erreicht haben. Ihn überqueren wir in einigen Kehren, bevor wir uns an den steilen und ausgesetzten Gipfelgrat machen. Zwischendurch muss noch die etwa 50 Meter hohe, oben erwähnte, Kletterstelle überwunden werden, dann ist das Ziel der Träume erreicht. Runter müssen wir natürlich auch noch, am Lager warten schon die Tragtiere, begierig darauf mit unseren Zelten beglückt zu werden. Wir wandern zurück nach Tuni wo unser Taxi nach La Paz bereitsteht.
► Sehr ausgesetzter Gipfelgrat und bis zu 60 Grad im Eis. Ca 2,5 Stunden Rückfahrt. Aufstieg ca 950 Hm. Abstieg 950 Hm. Gehzeit ca. 8-9 Stunden. Gleiches Hotel in La Paz. (F/M/-)

Die Logistik und Sicherheit ist bei so anspruchsvollen Touren entscheidend. Um deinen sicheren Gipfelerfolg zu ermöglichen, haben unsere lokalen, erfahrenen Partner die Logistik (Hütten, Zelte, Träger für Gepäck in Hampaturi/Illimani) perfektioniert.

12. Reisetag: Ruhetag in La Paz

Ausruhen in La Paz ist angesagt, wer möchte kann nochmal über die bunten Märkte bummeln und Mitbringsel für zu Hause einkaufen.
► Gleiches Hotel Estrella Andina. (F/-/-)

13. Reisetag: Hütte am Huayna Potosi

Fast ebenmäßig ragt sein eisüberzogenes Gipfeldreieck über dem bekannten Zongopass auf. Kein Wunder das es sich beim Huayna Potosi umden begehrtesten Hochgipfel Boliviens handelt. Wer diesen Traumberg zum Beispiel von Chacaltaya aus erblickt, der muss einfach hinauf. In zwei Tagesetappen nähern wir uns dem eisbedeckten Andenriesen, dessen Besteigung entgegen oft anders lautenden Ankündigungen alles andere als einfach ist.
Eine sehr steile Eispassage gilt es zu überwinden, bevor sich uns die letzten 200-250 Höhenmeter noch ein 45 bis zu 50 Grad steiles Eisfeld in den Weg stellt, und das auf über 5900 Metern Höhe. Eine solide bergsteigerische Erfahrung und der entsprechend sichere Umgang mit Pickel und Steigeisen sollten hier auf jeden Fall gegeben sein, eine sehr gute Kondition sowieso.
Wir starten dementsprechend früh und fahren mit dem Allradfahrzeug zum Zongopass. Mont Blanc Höhe haben wir schon fast geschafft, es warten aber noch steile 500 Höhenmeter mit schwerem Gepäck. Doch die Pfade sind gut sichtbar und auch gangbar, sodass wir bald unseren Lagerplatz bzw. die neue Berghütte erreicht, wo uns ein karges Abendessen und eine kalte Nacht erwarten. Zur Entschädigung aber auch ein unvergessliches Andenpanorama.
► Ca. 1,5 Stunden Anfahrt ☼ Aufstieg ca 500 Hm. Gehzeit ca. 3 Stunden. Hüttentübernachtung (einfach). (F/M/A)

Hampaturi-mit-Japa-Japani

14. Reisetag: Huayna Potosi Gipfel Besteigung

Der Gipfeltag, jetzt wir es ernst, mitten in der Nacht werden wir geweckt (wenn das überhaupt nötig sein sollte) und nach dem Frühstück geht es dann sofort los. Direkt vor der Hütte können dann sofort die Steigeisen angelegt werden. Nachdem mühsamen Gletscheraufstieg folgt eine Steileispassage von 60-70° , die in dieser Höhe sehr anstrengend ist und erfahrenen Eisgehern vorbehalten bleibt. Allerdings wird das Gelände nach etwa 50 Metern wieder einfacher und es gehtüber einen mäßig geneigten Eisgrat auf die Gipfeleiswand zu. Diese misst nochmal fast 250 Höhenmeter und ist ebenfalls ziemlich steil (ca. 50°). Lohn der Mühen ist ein atemberaubendes Panorama mit Blick auf den Titicacasee, La Paz und unzählige Firngipfel der Anden. Wenn wir schnell genug sind sogar im wechselnden Licht des Sonneaufgangs. Doch allzu lange können wir nicht bleiben,schließlich müssen wir wieder hinunter, bevor das Eis zu weich wird. Nachdem das Lager zusammengeräumt ist geht es gleich noch zum Pass hinunter, wo unser Taxi nach La Paz schon warten sollte.
► Ca. 1,5 Stunden Rückfahrt. Eispassagen bis 55 Grad, die letzten 50 Hm ausgesetzter Gipfelgrat. Aufstieg ca 1000 Hm, Abstieg: 1400m, Gehzeit ca. 8-10 Stunden. Gleiches Hotel. (F/M/-)

15. Reisetag: Ruhetag in La Paz

Nach den Strapazen der letzten Tage ist heute Ausruhen angesagt.
► Gleiches Hotel. (F/-/-)

16. Reisetag: Anfahrt und Basislager Illimani

Der Illimani ist mit 6.439 Metern der zweithöchste Berg Boliviens und der höchste der Cordillera Real. Der Berg besitzt fünf Gipfel über 6.000 Metern, deren höchster der Pico Sur ist.
Je nach Teilnehmerzahl mit dem Bus oder Privatfahrzeug fahren wir heute von La Paz in Richtung Pinaya, müssen aber kurz vor dem Dorf stoppen, hier müssen fast alle Fahrzeuge passen. Dafür warten Tragtiere auf uns die uns ins erste Lager begleiten. Dieses liegt etwas hinter dem Ort auf 4500 Metern Höhe.
► Ca. 4 Stunden Anfahrt. Aufstieg ca 600 Hm. Gehzeit ca. 3 Stunden. Zeltübernachtung. (F/M/A)

Pequenio-Alpamayo

17. Reisetag: Hochlager Illimani

Heute müssen wir mit allem Gepäck noch einmal 1000 Höhenmeter weiter hinauf. Unser heutiges Ziel heißt Nido de Condores (Condornest) und dementsprechend abgelegen ist es auch. Wer möchte kann sich bis hierher einen Träger organisieren. Atemberaubend ist als Lohn die Aussicht auf das Häusermeer von La Paz.
► Aufstieg ca 1000 Hm. Gehzeit ca. 4 Stunden. Träger können optional vor Ort organisiert werden: 20-30 Euro pro Tag und Träger. Zeltübernachtung. (F/M/A)

Der Illimani ist der Hausberg und Wächter von La Paz, der die Stadt mit seiner majestätischen Silhouette schützt. Er ist ein Symbol für die Region und ein wichtiges Element in der Kultur der Anden. Der indianischen Legende nach soll der Berg (Apu) Mururata versucht haben, den Illimani an Größe zu übertrumpfen, worauf der Illimani erzürnt diesem das schneebedeckte Haupt abschlug. Der abgetrennte Kopf soll sich seither 200 km weiter westlich in Gestalt des erloschenen Vulkans Sajama befinden. Der Berg ist nicht nur landschaftlich beeindruckend, sondern auch DAS Ziel für anspruchsvolle Bergsteiger. 

18. Reisetag: Illimani Gipfel Besteigung

Etwa 6 Stunden werden von hier zum Gipfel eingeplant, es geht über grandiose Fels - und Eislandschaften in luftiger Höhe. Da wir aber schon um Mitternacht starten sehen wir das meiste davon erst beim Abstieg. Überragend ist die Aussicht vom höchsten Punkt der Cordilliera Real, praktisch das halbe Land lässt sich überblicken.
Leider müssen wir auch wieder hinunter, wir steigen heute noch ganz ab.
Wir wandern zurück nach Pinaya und zur Straße von wo aus uns dann Auto oder Bus zurück nach La Paz bringen.
► Eispassagen bis 60 Grad. Aufstieg ca 1000 Hm. Abstieg 2500m. Gehzeit ca. 10 Stunden. Gleiches Hotel. (F/M/-)

19. Reisetag: Reservetag

Falls das Wetter am Illimani nicht mitspielt bleibt uns der heutige Tag nochmal als Reserve, wenn wir ihn nicht benötigen verbringen wir ihn in oder um La Paz.
► Gleiches Hotel. (F/-/-)

Tiefblick-Cerro-Austria

20. Reisetag: Rückflug vom Flughafen La Paz

Heute ist der wohl traurigste Tag der ganzen Reise. Sie werden zum Flughafen gebracht und fliegen dann mit vielen schönen Erinnerungen und Bildern der Eisberge wieder nach Hause.
► (F/-/-)


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Unsere Reise: Eistouren in der Cordillera Real • Die Königstour der Anden • Bolivien (20 Tage):

Bergsteiger-Reise in Bolivien. Diese 20-tägige Expedition ist für erfahrene Alpinisten konzipiert, die Boliviens eisige "Triple Crown" suchen. Nach einer außergewöhnlich tiefgehenden Akklimatisierung mit exklusivem Trekking im Hampaturi-Gebiet und kulturellen Highlights wie Tiwanaku, beginnt die hochalpine Gipfeljagd. Dich erwarten der berühmte Firngrat des Pequeño Alpamayo, der beliebte 6000er Huayna Potosí und der krönende Abschluss auf dem höchsten Gipfel der Kordillere: dem majestätischen Illimani (6439m). Ein alpines Abenteuer auf höchstem Niveau. Dauer 20 Tage. Preis ab 2895 Euro. Anspruchsvoll.

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Aktuelle Information zu unseren Reisen in Bolivien

In Bolivien wurden aktuell die staatlichen Subventionen für Benzin und Diesel aufgehoben. Das führt landesweit zu spürbaren Preissteigerungen, die besonders den Transportsektor und damit auch unsere Logistik vor Ort treffen.

Wir sind bereits in engen Verhandlungen mit unseren langjährigen Fahrern und Partner-Agenturen, um die Auswirkungen für dich so gering wie möglich zu halten. Da uns faire Löhne für unsere Teams vor Ort und deine Sicherheit bei jeder Tour am Herzen liegen, können wir die aktuell auf der Website angegebenen Preise momentan nur als Richtwerte betrachten.

Bitte hab Verständnis, dass wir finale Reisepreise für Bolivien derzeit individuell bestätigen müssen. Wir halten dich über die Entwicklung auf dem Laufenden!

Fragen zu Bolivien beantwortet:


Wie gut ist die Infrastruktur für Reisen in Bolivien?

Wenn du in Bolivien unterwegs bist, musst du dich auf eine Infrastruktur der Gegensätze einstellen. Während die großen Städte wie La Paz, Santa Cruz oder Cochabamba eine gute Auswahl an Hotels bieten, sind Unterkünfte in kleineren Orten oft sehr einfach.

Beim Reisen zwischen den Regionen sind die Nachtbusse (Camabusse) mit ihren bequemen Liegesitzen ein echtes Highlight für Komfort auf langen Strecken. Das Straßennetz selbst bleibt jedoch eine Herausforderung: Rund zwei Drittel der Wege sind unbefestigt, auch wenn die Verbindungen zwischen den Metropolen mittlerweile meist asphaltiert sind. Im Hochgebirge oder im Tiefland musst du jederzeit mit Steinabgängen oder Überflutungen rechnen, die den Verkehr lahmlegen können.

Ein absoluter Volltreffer für uns Bergsportler ist der Teleférico in La Paz – das modernste Seilbahnnetz der Welt bringt dich nicht nur staufrei durch die Stadt, sondern bietet dir auch geniale Ausblicke auf die Eisriesen der Cordillera Real. Für weite Distanzen, etwa von La Paz nach Rurrenabaque ins Amazonasbecken, ist das Flugzeug oft die sinnvollste Option, um tagelange Fahrten auf schwierigen Pisten zu vermeiden.

In den abgelegenen Trekking-Regionen wie der Cordillera Apolobamba oder im Sajama-Nationalpark darfst du keinen Luxus erwarten. Strom und fließendes Wasser sind in den kleinen Dörfern oft noch Fremdworte, und du wirst meistens im Zelt übernachten. Aber genau diese Ursprünglichkeit sorgt dafür, dass du die Anden noch so erlebst, wie sie wirklich sind – wild und unverfälscht.

Was ist die beste Jahreszeit für Bergsteigen in Bolivien?

Wenn du die großen Gipfel Boliviens wie den Huayna Potosí, den Illimani oder den Sajama angehen willst, gibt es eigentlich nur ein Zeitfenster, das wirklich zählt: die bolivianische Trockenzeit von April bis Oktober.

Hier ist der Grund, warum diese Monate dein Ticket zum Gipfelglück sind:

  • Wettergarantie: In diesem Zeitraum, der dem andinen Winter entspricht, ist das Wetter in der Cordillera Real und der Cordillera Occidental am stabilsten. Du hast fast eine Garantie auf einen tiefblauen Himmel und eine extrem klare Fernsicht, die oft hunderte Kilometer weit reicht.
  • Die Kernsaison: Die Monate Juni, Juli und August gelten als das "andine Gold". Hier ist das Risiko von Niederschlägen am geringsten, und der Firn sowie das Eis an den Steilwänden sind meist gut durchgefroren und stabil [Turn 1, Turn 2].
  • Die Kehrseite der Medaille: Da es Winter ist, musst du dich auf extreme Temperaturen einstellen. Während dich die Sonne tagsüber ordentlich röstet, stürzen die Temperaturen nachts, sobald sie weg ist, massiv ab. In den Hochlagern auf über 5.000 oder 5.700 Metern wird es klirrend kalt – eine erstklassige Ausrüstung ist hier deine Lebensversicherung.
  • Randmonate: April, Mai und Oktober sind oft gute Alternativen, wenn du dem größten Trubel an den bekannteren Bergen entgehen willst [Turn 1].

Wann du den Berg meiden solltest: Die bolivianische Regenzeit von Dezember bis März ist für ernsthaftes Bergsteigen an den hohen Sechstausendern meist ein No-Go. Die Gipfel hängen oft in dichten Wolken, und häufiger Neuschnee macht den Aufstieg über Gletscher gefährlich oder schlicht unmöglich [Turn 1, Turn 2].

Mein Tipp: Wenn du absolute Planungssicherheit willst, peile den Zeitraum zwischen Juni und August an. Pack die wärmsten Sachen ein, die du finden kannst, und freu dich auf das spektakulärste Licht, das du je an einem Berg gesehen hast [Turn 2, 921].

Wie anspruchsvoll sind Trekking-Reisen in Bolivien?

Die meisten Trekking-Abenteuer in Bolivien sind kein Sonntagsspaziergang, was primär an der dünnen Luft liegt. Die Routen bewegen sich oft konstant zwischen 4.000 und 5.300 Metern Höhe.

Hier ist das, was du über den Anspruch wissen musst:

Die Höhe ist der entscheidende Faktor

In Bolivien startest du oft dort, wo die Alpen aufhören. Selbst „leichte“ Wanderreisen setzen eine gute Grundkondition voraus, weil dein Körper unter Sauerstoffmangel einfach mehr leisten muss. Eine solide Akklimatisation ist deshalb kein Bonus, sondern absolute Pflicht.

Gelände und Kontraste

Der Anspruch variiert stark je nach Region:

  • Klassische Inkapfade: Wege wie der Takesi- oder Choro-Trail sind technisch oft unkompliziert, da sie über jahrhundertealte Steinpflasterungen führen. Aber unterschätz die Knie nicht: Beim Choro Trail steigst du innerhalb von drei Tagen über 3.500 Höhenmeter am Stück ab – vom Eis der Anden bis in den feuchtheißen Dschungel.
  • Hochalpine Routen: In Gebieten wie der Cordillera Real oder dem Condoriri wird es wilder. Hier überschreitest du Pässe um die 5.000 Meter, wanderst über Geröllfelder und steile Schutthänge. Manche Treks beinhalten auch einfache Gletscherbegehungen, für die du Steigeisen und Pickel brauchst.
  • Einsamkeit und Pioniergeist: In abgelegenen Regionen wie der Cordillera Apolobamba oder Quimsa Cruz sind Pfade oft kaum erkennbar. Hier ist Orientierungssinn gefragt und du musst damit klarkommen, tagelang fernab jeder Zivilisation unterwegs zu sein.

Logistik und Komfort

Die meisten mehrtägigen Treks werden als Zelttouren durchgeführt. Das bedeutet: Nachts wird es auf über 4.000 Metern verdammt kalt. Oft begleiten dich Esel, Maultiere oder Lamas, die das Hauptgepäck tragen, sodass du dich auf deinen eigenen Rhythmus konzentrieren kannst. Die Unterkünfte in den Dörfern sind meist sehr einfach – Strom oder fließend warmes Wasser sind dort oft Luxus.

Fazit: Wenn du fit bist, Bergerfahrung hast und kein Problem damit hast, dich mal ein paar Tage nicht zu duschen, ist Bolivien ein Paradies. Der wahre Anspruch ist weniger die Kletterei, sondern die Ausdauer und die Fähigkeit deines Körpers, mit der extremen Höhe klarzukommen.

Wie akklimatisiert man sich in La Paz?

Wenn du in der Metropole landest, solltest du dich für die erste Nacht in die tieferen Stadtteile auf etwa 3.500 Metern begeben und dich dort erst einmal ausruhen. Erste leichte Bewegungen bei einer Stadtführung oder eine Seilbahnfahrt zu Aussichtspunkten wie dem „Killi Killi“ helfen deinem Körper, sich an die neue Höhe zu gewöhnen. 

Als erste richtige Eingehtour bietet sich die Muela de Diablo an, ein markanter Felszacken im Süden der Stadt auf 3.852 Metern. Auch das Valle de las Ánimas mit seinen bizarren Erdformationen auf rund 4.100 Metern ist ideal für eine erste Wanderung geeignet. Für eine solide Basis solltest du einen Ausflug zum Titicacasee und zur Isla del Sol einplanen, um auf Höhen zwischen 3.800 und 4.000 Metern aktiv zu sein.

Bergsteiger nutzen für eine tiefgreifende Akklimatisation oft das noch unberührte Hampaturi-Gebiet mit seinen zahlreichen 5.000er-Gipfeln. Ein beliebter letzter Formtest vor den ganz großen Bergen ist eine Tour zum Chacaltaya, wo du dich auf über 5.100 Metern Höhe bewegst.

Welche 6000er in Bolivien kann ich besteigen?

In Bolivien hast du die Qual der Wahl, wenn es um Sechstausender geht. Das Land bietet vom technisch einfachen „Einsteigerberg“ bis zum extrem anspruchsvollen Eisanstieg alles, was das Bergsteigerherz begehrt.

Hier sind die wichtigsten 6000er, die du in Angriff nehmen kannst:

Die „Leichten“ und Zugänglichen

  • Uturuncu (6.088 m): Er gilt oft als der einfachste 6000er Boliviens. Da man mit dem Fahrzeug sehr weit hinauffahren kann, bleiben oft nur etwa 600 Höhenmeter zu Fuß übrig.
  • Acotango (6.064 m): Dieser ruhende Vulkan an der chilenischen Grenze ist technisch unkompliziert. Dank alter Minenwege kannst du bis auf 5.300 Meter hochfahren, sodass der eigentliche Gipfelsturm kurz ist.
  • Huayna Potosí (6.088 m): Der „Hausberg“ von La Paz ist der beliebteste 6000er des Landes. Er ist logistisch perfekt erschlossen, aber unterschätze ihn nicht: Die Gipfelwand ist 50 bis 60 Grad steil.

Die majestätischen Riesen

  • Sajama (6.542 m): Der höchste Berg Boliviens ist ein gewaltiger, erloschener Vulkan mit einem anspruchsvollen Eisanstieg. Er ist der König der Cordillera Occidental.
  • Illimani (6.439 m): Das Wahrzeichen von La Paz und der höchste Gipfel der Cordillera Real. Eine Besteigung ist die „Königsdisziplin“ und erfordert viel Erfahrung und eine sehr gute Kondition.
  • Ancohuma (6.427 m): Er ist der dritthöchste Berg Boliviens und bietet eine mittelschwere Gletschertour durch fast unberührte Eislandschaften.
  • Parinacota (6.342 m): Ein formvollendeter Vulkanberg mit einer makellosen Eiskappe. Er bildet zusammen mit dem Pomerape (6.282 m) ein ikonisches Zwillingspaar.

Die Herausfordernden und Einsamen

  • Illampu (6.368 m): Er gilt als der schwierigste 6000er Boliviens und bietet prachtvolle, aber sehr steile Eisanstiege.
  • Chearoco (6.108 m): Ein anspruchsvoller Gipfel in der nördlichen Cordillera Real, der nur selten Besuch erhält und viel Pioniergeist erfordert.
  • Chachacomani (6.074 m): Einer der am wenigsten begangenen und schönsten Gipfel der Region. Der Anstieg über den Gletscher ist lang und mühsam.

Für die meisten dieser Berge ist La Paz dein ideales Basislager, da viele Gipfel in wenigen Stunden von dort aus erreichbar sind. Denke aber immer daran: Auch die technisch „leichten“ 6000er fordern deinen Körper durch die extreme Höhe massiv.

Wie erlebnisreich ist Bergsteigen in Bolivien?

Wenn du mich fragst: Bergsteigen in Bolivien ist ein absoluter Rausch der Sinne und wohl eines der letzten großen Abenteuer unserer Erde. Die Erlebnisse dort sind so intensiv, weil das Land mit extremen Gegensätzen spielt, die du sonst kaum an einem Ort findest.

Hier ist das, was dein Bergsteiger-Herz in Bolivien erwartet:

  • Gewaltige Gipfel-Vielfalt: Du hast die Wahl zwischen den eisgepanzerten Riesen der Cordillera Real wie dem majestätischen Illimani (6.439 m) und den technisch anspruchsvollen Firngraten des Pequeño Alpamayo. Auf der anderen Seite locken die einsamen, formvollendeten Vulkane der Cordillera Occidental wie der Sajama, mit 6.542 m der König Boliviens.
  • Surreale Landschaften: Es ist nicht nur der Berg an sich. Du wanderst durch die gleißend weiße Unendlichkeit des Salar de Uyuni, dem größten Salzsee der Welt, vorbei an farbenprächtigen Lagunen mit tausenden Flamingos, dampfenden Geysiren und bizarren Felsformationen.
  • Extreme Kontraste: Kaum ein Trekking bietet so dramatische Wechsel wie der Choro Trail. Du startest im ewigen Eis am fast 4.900 m hohen Cumbre-Pass und steigst innerhalb von drei Tagen über 3.500 Höhenmeter hinab in den feuchtheißen Dschungel der Yungas.
  • Tiefe Kultur: Zwischen deinen Touren tauchst du in eine Welt voller Mystik ein. Ob beim Feilschen auf dem Hexenmarkt in La Paz, dem Besuch der rätselhaften Ruinen von Tiwanaku oder einer Nacht auf der Sonneninsel im Titicacasee – die spirituelle Verbindung der Menschen zu ihren Bergen (Apus) ist überall greifbar.
  • Echte Pionierarbeit: Während der Huayna Potosí (6.088 m) logistisch perfekt erschlossen ist, findest du in Regionen wie der Cordillera Apolobamba oder Quimsa Cruz noch völlig unberührte Natur, wo du auf namenlosen Gipfeln sogar Erstbesteigungen machen kannst.

Bolivien ist kein Ort für Menschen, die sterile Perfektion suchen. Es ist laut, staubig, manchmal anstrengend, aber unendlich herzlich und authentisch [Blogartikel La Paz]. Wenn du dich auf die dünne Luft einlässt, belohnt dich das Land mit Bildern, die dich ein Leben lang nicht mehr loslassen.

Welche Expeditionen in Bolivien sind zu empfehlen?

Wenn du in Bolivien auf Expedition gehen willst, hast du die Qual der Wahl zwischen eisgepanzerten Andenriesen und bizarren Vulkanlandschaften. Hier sind die Touren, die ich dir für dein nächstes großes Abenteuer besonders ans Herz lege:

Die Klassiker der Cordillera Real

  • Huayna Potosí (6.088 m): Der „Hausberg“ von La Paz ist der beliebteste 6000er, aber kein Spaziergang. Die 50 bis 60 Grad steile Gipfelwand fordert dich ordentlich, belohnt aber mit einem genialen Blick auf die Stadt.
  • Illimani (6.439 m): Das Wahrzeichen von La Paz gilt als die „Königsdisziplin“. Er ist hochalpin, exponiert und erfordert neben Top-Kondition auch eine erstklassige Akklimatisation.
  • Pequeño Alpamayo (5.350 m): Für viele der schönste Berg Boliviens. Sein scharfer Firngrat erinnert an den Biancograt und ist technisch reizvoller als mancher 6000er.

Die Giganten des Westens (Vulkane)

  • Sajama (6.542 m): Der höchste Berg Boliviens ist ein gewaltiger, erloschener Vulkan in der Cordillera Occidental. Der Anstieg über das Eis ist anspruchsvoll und bietet echte Expeditions-Atmosphäre.
  • Parinacota (6.342 m): Ein formvollendeter Vulkankegel direkt an der Grenze zu Chile. Technisch ist er unkompliziert, aber die Höhe und der lose Untergrund sind eine echte Hausnummer.

Einsamkeit und Pioniergeist

  • Chachacomani (6.074 m) & Ancohuma (6.427 m): Wenn du dem Massentourismus entfliehen willst, sind diese selten bestiegenen Riesen ideal. Hier erlebst du noch wilde Gletscherlandschaften und triffst kaum eine Seele.
  • Cordillera Apolobamba: Eine der abgelegensten Regionen Boliviens. Die Expeditionen dorthin führen durch unberührte Natur zu Eisbergen wie dem Cuchillo (5.655 m).

Akklimatisation ist alles

Damit deine Expedition nicht am Berg scheitert, solltest du immer mit einer Phase am Titicacasee (Isla del Sol) oder im unentdeckten Hampaturi-Gebiet starten. Auch der Uturuncu (6.008 m) im Süden ist genial, um ohne große technische Hürden die 6000er-Marke zu knacken.

Wie schwierig ist die Sajama-Besteigung?

Wenn du den Sajama angehen willst, musst du wissen: Das ist kein Spaziergang. Er ist mit 6.542 Metern nicht nur der höchste Berg Boliviens, sondern gilt auch als der anspruchsvollste Anstieg in der Cordillera Occidental.

Hier ist das Wichtigste, was du zur Schwierigkeit wissen musst:

  • Anspruch: Die Tour ist erfahrenen Bergsteigern vorbehalten und erfordert eine sehr gute allgemeine Fitness.
  • Gelände: Der gesamte Anstieg ist durchgehend sehr steil und deshalb extrem mühsam. Du kämpfst dich oft durch rutschigen Schnee und sehr steiles, lockeres Geröll.
  • Technische Schlüsselstelle: Es gibt eine kleine Eiswand mit einem scharfen Gratstück. Diese Stelle wird zwar als etwas „harmloser“ als am Huayna Potosí beschrieben, aber unterschätzen darfst du sie auf dieser Höhe definitiv nicht.
  • Die Höhe als Gegner: Das Hochlager liegt bereits auf 5.700 Metern. Die extreme Höhe ist neben der Steilheit der entscheidende Faktor, der die Besteigung so anstrengend macht.
  • Bedingungen: Der Berg ist ein mächtiger Eisriese mit imposanten Eisanstiegen. Oft machen starker Wind und klirrende Kälte den Aufstieg zusätzlich zur Qual.

Kurzum: Technisch ist der Sajama für erfahrene Alpinisten machbar, aber physisch ist er aufgrund der Kombination aus Steilheit, losem Untergrund und der dünnen Luft eine echte Grenzerfahrung. Eine perfekte Akklimatisation ist hier kein Bonus, sondern Pflicht.

Wie heißt der höchste Berg in Bolivien?

Der höchste Gipfel Boliviens ist der Sajama (oft auch Nevado Sajama genannt) mit einer Höhe von 6.542 Metern.

Dieser gewaltige, erloschene Vulkan thront majestätisch in der Cordillera Occidental im Südwesten des Landes. Du findest ihn im nach ihm benannten Sajama-Nationalpark, dem ältesten Nationalpark Boliviens, direkt im Grenzgebiet zu Chile. Wenn du ihn besteigen willst, erwartet dich ein technisch anspruchsvoller Eisanstieg, der aufgrund der extremen Höhe und der Steilheit eine echte Herausforderung für erfahrene Bergsteiger ist.

Welcher Berg in Bolivien ist der leichteste 6000er? 

Wenn es dir rein um die technische Schwierigkeit und den Zustieg geht, ist der Uturuncu (6.008 m) im Südwesten Boliviens dein klarer Favorit und gilt als der einfachste Sechstausender des Landes. Der Clou an diesem Berg ist die enorme Erreichbarkeit: Du kannst mit dem Geländewagen extrem weit hinauffahren, sodass am Ende oft nur noch gut 600 Höhenmeter zu Fuß übrig bleiben. Der Aufstieg selbst ist technisch unkompliziert, die Hände werden nicht gebraucht und die Route ist nicht besonders steil.

Ein weiterer Kandidat für einen vergleichsweise „leichten“ 6.000er ist der Acotango (6.064 m) an der Grenze zu Chile. Auch hier profitierst du von einem alten Minenweg, der dich mit dem Fahrzeug bis auf 5.300 Meter bringt, was den eigentlichen Gipfelsturm kurz und technisch machbar macht.

Vorsichtig solltest du hingegen beim Huayna Potosí (6.088 m) sein, der zwar oft als „leichtester Sechstausender der Welt“ angepriesen wird. Er ist zwar logistisch perfekt erschlossen, fordert dich aber am Gipfel mit einer 50 bis 60 Grad steilen Eiswand, für die du definitiv Erfahrung mit Steigeisen und Eispickel brauchst.

Egal für welchen du dich entscheidest: Unterschätze niemals die extreme Höhe, die auch bei technisch einfachen Bergen eine solide Akklimatisation und gute Fitness absolut notwendig macht.

Was ist die 'Triple Crown' Boliviens?

Die „Triple Crown“ Boliviens ist die ultimative Herausforderung für Bergsteiger in der Cordillera Real. Sie vereint drei der ikonischsten und technisch interessantesten Gipfel der Region in einer anspruchsvollen Expeditionsreihe.

Diese drei Gipfel bilden das Trio:

  • Pequeño Alpamayo (5.350 m): Er gilt als einer der schönsten Berge des Landes. Sein markanter Firngrat, der bis zu 50 Grad steil ist, erinnert an den berühmten Biancograt in den Alpen.
  • Huayna Potosí (6.088 m): Der „Hausberg“ von La Paz ist der beliebteste 6.000er Boliviens. Er fordert dich mit einer steilen Gipfelwand (50–60 Grad) und einem ausgesetzten Grat.
  • Illimani (6.439 m): Als höchster Berg der Cordillera Real und Wahrzeichen von La Paz bildet er den krönenden Abschluss. Die Besteigung gilt als „Königsdisziplin“, ist hochalpin, exponiert und erfordert neben Top-Kondition viel Erfahrung.

Zusammen bieten diese drei Berge alles, was das Alpinistenherz begehrt: von eleganten Firngraten über steile Eiswände bis hin zur majestätischen Höhe eines der mächtigsten Andenriesen.

Wie schwierig ist die Besteigung des Huayna Potosi?

Eines vorweg: Lass dich nicht von seinem Ruf als „leichtester Sechstausender der Welt“ täuschen. Der Huayna Potosí (6088 m) ist zwar logistisch perfekt erschlossen und technisch für erfahrene Alpinisten machbar, aber er ist definitiv kein Spaziergang.

Hier ist das, was dich am Berg wirklich erwartet:

  • Die Steilwand: Die berüchtigte Gipfelwand ist zwischen 50 und 60 Grad steil. In dieser Höhe, wo die Luft extrem dünn ist, kostet dich jeder Schritt in diesem Winkel enorme Kraft.
  • Technische Schlüsselstellen: Es gibt eine etwa 50 Meter lange Steileispassage, die sogar 60 bis 70 Grad erreichen kann. Das ist der Moment, in dem du absolut sicher mit Steigeisen und Eispickel umgehen musst.
  • Der Gipfelgrat: Die letzten 50 Höhenmeter führen über einen ausgesetzten Grat zum höchsten Punkt. Wer hier nicht schwindelfrei ist, bekommt Probleme.
  • Die Höhe: Du startest den Gipfelsturm mitten in der Nacht im Hochlager auf über 5100 Metern. Die extreme Höhe ist oft ein größerer Gegner als das Gelände selbst.
  • Anforderungen: Du brauchst eine sehr gute Kondition und solide Erfahrung im Gehen an Seilschaft und im Eis. Eine vorherige Akklimatisation – zum Beispiel am Titicacasee oder im Hampaturi-Gebiet – ist absolute Pflicht, um eine Chance auf den Gipfel zu haben.

Kurz gesagt: Wenn du fit bist und Grundkenntnisse im Hochtourenbergsteigen hast, ist der Huayna Potosí ein genialer Berg. Aber unterschätze niemals die Kombination aus Steilheit und 6000 Metern Meereshöhe.

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