Der Pico Bolivar ist auch bekannt für seine Flora und Fauna, darunter viele endemische Arten, die in der Region heimisch sind.
Der Berg ist nach dem Befreier benannt: Simon Bolivar, wohl der am meisten verehrteste Mensch des südamerikanischen Kontinentes.
Der Mann, der weite Teil Südamerikas von den Spaniern befreit hat (mit entsprechender Hilfe seiner Mitstreiter selbstverständlich).
Der Pico Bolivar gehört allerdings nicht zu den ganz hohen Bergen der Anden: Er ist nicht nur kein 6000er, auch die 5000er Marke verfehlt er als einziger Gipfel in diesem Ranking. Das jedoch äußerst knapp. Popelige 21 Meter fehlen ihm zum 5000er.
Geschenkt bekommt man diesen Berg definitiv nicht. Der Anstieg ist spannend und verteilt sich auf 4-5 Tage. Man muss also an diesen Berg praktisch heran trekken. Am Schlusstag sind dann durchaus solide Kletterkünste gefragt:
Einen 3er im alpinen Fels sollte man schon sicher beherrschen, um dem Berg zu leibe zu rücken. Auch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unabdingbare Voraussetzungen für die Besteigung des Pico Bolivar. Der Erlebniswert wird dadurch natürlich deutlich angehoben: Die abgelegene Gegend, herrliche Camps im Bergurwald und an malerischen Bergseen und ein ausgesetzter Gipfelgrat, der direkt in den Himmel zu führen scheint. Richtig geil und empfehlenswert. Leider ist Venezuela momentan aufgrund der politischen Probleme nicht so gut zu bereisen, aber ich hoffe, dass sich das in absehbarer Zeit ändert. Wenn Maduros diktatorisches Programm endgültig gescheitert ist, haben wir den Berg auf jeden Fall weiterhin in unserem Portfolio.



