Der Yerupaja ist der höchste Berg der Cordillera Huayhuash.
Der imposante Berg ist kein Unbekannter, bestiegen wird er aber praktisch gar nicht mehr. Nicht, weil er nicht attraktiv wäre, denn das kann man nun wirklich nicht behaupten, sondern wegen der objektiven Gefahren. Durch das fortschreitende Abschmelzen der Eisfelder werden die Hochgipfel der Region um Huaraz immer instabiler. Felsbrocken, die früher vom Eis zusammengehalten wurden, sind plötzlich locker und früher gut begehbare Eisrinnen mussten oft brüchigen und sehr steilen Felspassagen weichen.
Da traut sich nun praktisch kein Bergsteiger mehr dran. Von den höheren Gipfeln der Cordillera Huayhuash erhält nur noch der Diablo Mudo regelmäßig Besuch. Und der ist “nur” gut 5400m hoch. Er wird oft im Rahmen der Trekkingrunde um und durch die Cordillera Huayhuash bestiegen. Die berühmten 6000er wie der formschöne Jirishanca, der berühmte Siula Grande (bekannt durch das Buch “Sturz ins Leere”, oder eben der gigantische Yerupaja werden praktisch nur noch von unten bewundert. Meistens eben auf der Trekkingrunde durch die Cordillera Huayhuash, welche mittlerweile zu den großen Klassikern im Andenbereich zählt. Zurecht übrigens: Die Aussichten von den Passübergängen sind überwältigend. Dazu gibt es auf jeder Etappe mindestens 1-2 tiefblaue Bergseen in fantastischer Lage. Meistens wird auch an einem dieser Seen oder Lagunas, wie die Peruaner sagen, gecampt.
Über die Aufstiegsroute ist wenig bekannt, nur noch absolute Extrembergsteiger wagen sich an die Besteigung des Yerupaja.
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