Wilde Pyrenäen: Alpine Weiten und Gipfelträume
Über Spanien, Frankreich und Andorra erstrecken sich unerwartet alpine Berglandschaften, welche kaum Wünsche offen lassen: Vor allem zum Wandern und Bergsteigen sind die Pyrenäen ideal. Über fünfzig 3000er und zahlreiche weitere attraktive Gipfel erwarten den anspruchsvollen Bergsteiger, der auch wegloses Gelände, längere Schutthalden und leichte Kletterstellen nicht scheut. Dazu wimmelt es nur so von Bergseen in einer erstaunlichen Vielfalt.
Die Pyrenäen: Eine reizvolle Alternative
Auch Eis - und Gletschertouren sind in den Zentralpyrenäen noch möglich, vor allem um den Pico de Aneto, mit 3402m der höchste Berg des gesamten Gebirges, finden sich weite Eisfelder. Somit können die Pyrenäen mit Fug und Recht als alpines Gebirge bezeichnet werden, die große Höhenunterschiede aufweisen und sehr markante Gipfel beherbergen. Diese sind ähnlich imposant wie viele hohe Alpengipfel.
Unberührte Natur und vielfältige Bewohner
Steile Grate, recht fester Fels und wilde Gebirgsformationen dominieren die Hochpyrenäen. Die tieferen Lagen sind von dichten Bergwäldern bedeckt, die noch dicht genug sind, um zahlreichen Tierarten wie Luchsen, Hirschen, Wildschweinen, Füchsen und angeblich auch noch Bären und Wölfen Schutz zu bieten. Weiter oben finden wir neben Adlern und Lämmergeiern auch die typischen Alpenbewohner Murmeltiere und Gemsen.
Dieses Gebirge wirkt wild und ursprünglich, nicht unerschlossen aber auch nicht übermäßig erschlossen. Wegweiser und Markierungen sind eher unauffällig und sind selten mal aus nicht Naturstoffen. Die Pfade sind dafür auch weniger ausgeprägt als in den Alpen, aber trotzdem recht gut zu finden. Man fühlt sich schnell der Zivilisation entronnen, findet sich aber gut zurecht.
Warum sollte man zum Bergsteigen in die Pyrenäen reisen, wo die Alpen doch deutlich näher sind?
Die Pyrenäen haben zwar auch viele Ähnlichkeiten mit Europas höchstem Gebirge, aber sie sind anders. Sie sind wilder, ursprünglicher, schroff, teilweise unerschlossener und sehr vielfältig. Sie sind eine Abwechslung, neues Gebiet für viele Bergsteiger aus Deutschland und lohnen definitiv einen Besuch. Interessante Vegetation und eine erstaunliche Artenvielfalt machen das Gebirge zum Erlebnis. Seen wie Perlenketten aufgereit, ursprüngliche Bergdörfer mit Steinmauern, altertümlichen Brücken und gepflasterten Straßen, dazu eine deftige Küche und eine gemütlichere Lebensführung runden das Bild ab.
Außerdem punkten die Pyrenäen durch ihre Nähe zur spanischen Costa Brava, sodass an die Bergreise ein paar Badetage angeschlossen werden können.
Die Saison in den Pyrenäen ist ein bisschen länger als die in den Alpen und das Wetter ist, vor allem auf der spanischen Seite, stabiler.
Die Anreise ist übrigens gar nicht so lang, wenn man einen günstigen Flug nach Barcelona, Girona oder Toulouse ergattern kann. Diese Städte werden von vielen deutschen Großstädten aus angeflogen.



