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Die Tres Cruces - 6.000er-Vulkane in der Einsamkeit der chilenischen Anden

Die Tres Cruces - 6.000er-Vulkane in der Einsamkeit der chilenischen Anden

Die Tres Cruces in der chilenischen Atacama-Region zählen zu den einsamsten und gewaltigsten 6000er-Massiven der Erde. Dieser Expeditionsbericht beschreibt die Besteigung der ruhenden Vulkangiganten inmitten einer surrealen Hochwüstenlandschaft. Von der smaragdgrünen Laguna Verde aus bieten die Gipfel erfahrenen Bergsteigern ein puristisches Hochanden-Abenteuer, geprägt von extremer Trockenheit, klarer Luft und der absoluten Stille der Atacama – weit weg vom Massentourismus.

Tres Cruces: Expedition zu den vergessenen Vulkanriesen der Atacama

Einsamkeit auf über 6000 Metern - Dein Guide für die Besteigung der Tres-Cruces-Gruppe im Herzen der chilenischen Hochanden.

Die Tres Cruces gehören zu den eindrucksvollsten, aber zugleich wenig besuchten 6000er der Anden. Die Vulkangruppe liegt in der Atacama-Region im Grenzgebiet zwischen Chile und Argentinien und besteht aus mehreren Hauptgipfeln, darunter Tres Cruces Sur (6.748 m) und Tres Cruces Central (6.629 m). Gemeinsam mit Ojos del Salado, Incahuasi und Nevado San Francisco prägen sie eine der höchsten Vulkanlandschaften der Erde.

Der etwas niedrigere Tres Cruzes Norte bietet hingegen mit seinen 6113m und der Lage nahe der Fahrstraße einen perfekten Akklimatisationsgipfel für die ganz hohen 6000er der Atacama-Region in Chile und Argentinien.

Abseits der bekannten Routen bieten die Tres Cruces ein echtes Hochanden-Abenteuer: große Höhe, extreme Trockenheit, weiter Horizont und eine beeindruckende Hochgebirgslandschaft, in der Mensch und Tier nur selten anzutreffen sind.

Gletscher Vicunia Chile Argentinien

Geografische Lage und Umgebung

Die Tres-Cruces-Gruppe liegt in der Cordillera de Atacama, etwa 200 km östlich der Stadt Copiapó. Die Region ist Teil des Altiplano-Systems und zählt zu den trockensten Hochgebirgslandschaften der Welt.

Ein zentraler Ausgangspunkt für Besteigungen ist die spektakulär gelegene Laguna Verde auf etwa 4300m Höhe, direkt an der Grenze zu Argentinien. Die smaragdgrüne Lagune wird von zahlreichen 6000er umrahmt, darunter Ojos del Salado, Nevado San Francisco und die Tres Cruces. Die Polizei- und Grenzstation Laguna Verde dient häufig als logistischer Stützpunkt und improvisiertes Basislager.

Die Umgebung ist geprägt von:

  • weiten Hochflächen und Salzpfannen,
  • farbigen Vulkanhängen,
  • Fumarolen, Aschefeldern und erkalteten Lavaströmen und
  • extrem klarer Luft mit enormer Fernsicht.

Geologie und Vulkanismus

Die Tres Cruces sind stratovulkanische Komplexe, entstanden durch wiederholte Eruptionen entlang der Subduktionszone der Nazca-Platte unter die Südamerikanische Platte. Der Vulkanismus ist überwiegend andesitisch bis dazitisch, was zu steileren Flanken und massiven Lavastrukturen führte. 

Die Vulkane gelten heute als ruhend. Es gibt keine historischen Ausbrüche, jedoch zeugen ausgedehnte Lavaströme, pyroklastische Ablagerungen und erodierte Kraterstrukturen von einer intensiven vulkanischen Vergangenheit. Permafrost und Eisreste finden sich nur noch in geschützten Hochlagen - Gletscher existieren heute praktisch nicht mehr.

Refugio Ojos Chile Argentinien

Besteigungsgeschichte

Im Vergleich zu anderen Andenriesen sind die Tres Cruces alpinistisch spät erschlossen worden. Erste dokumentierte Besteigungen erfolgten erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts, hauptsächlich durch argentinische und chilenische Andenexpeditionen.

Der Tres Cruces Sur gilt als einer der höchsten Vulkane der Erde und wurde lange Zeit mit Ojos del Salado um den Titel des höchsten Vulkans konkurrierend betrachtet, bis präzisere Messungen durchgeführt wurden. Aufgrund der Abgeschiedenheit, der Höhe und der schwierigen Logistik sind Besteigungen bis heute selten.

Besteigung (Normalroute Tres Cruces Sur)

  • Ausgangspunkt: Laguna Verde (ca. 4.300 m)
  • Charakter: Hochtour ohne technische Kletterei, aber große Höhe
  • Schwierigkeit: PD- / Hochtour
  • Höhenmeter: ca. 2400m (meist aufgeteilt auf 2-3 Tage)

Route:

Von der Laguna Verde folgt man zunächst weiten Geröll- und Ascheflächen in Richtung Südwesten. Mit Geländefahrzeugen kann je nach Bedingungen ein Hochlager auf etwa 5000 bis 5300m erreicht werden.

Der Gipfelgang führt über:
  • Breite Schutt- und Aschehänge, zunehmend steilere Flanken aus losem Vulkangestein und
  • erfordert einen langen, konditionell mühsamen Anstieg.

Technische Schwierigkeiten sind gering, doch die Höhe, Kälte, der Wind und die extreme Trockenheit stellen die größten Herausforderungen dar. Der Gipfel bietet eine gewaltige Rundumsicht über die Hochanden Chiles und Argentiniens.

Die Tres Cruces sind ideale Berge für erfahrene Höhenbergsteiger, die:

  • Einen echten 6000er abseits der Massen suchen.
  • Große Weite und Einsamkeit schätzen.
  • Vulkanische Hochgebirgslandschaften erleben möchten

Kombiniere die Tres Cruces mit der Laguna Verde, dem Ojos del Salado oder dem Nevado San Francisco und schmiede daraus deine ganz persönliche, anspruchsvolle Andenexpedition. Plane jetzt gemeinsam mit uns dein individuelles Gipfel-Abenteuer!  

Tres Cruces Die stillen Giganten der Atacama

Wer kurzfristig Besteigungsmöglichkeiten in dieser Region sucht, kann sich unserer Tour in die Tres Cruces gerne anschließen. Ende Januar geht's los.

Hier das Tour-Programm in Kurzfassung:

  • 31.01.2026: Flug nach Santiago und am besten wieder direkt nach Copiapo.
  • 01.02.:  Ankunft in Copiapo.
  • 02.02.: Start zur Laguna Santa Rosa. Spaziergang und Übernachtung dort.
  • 03.02.: Eingehberg von der Laguna aus bis etwa 4500m.
  • 04.02.: Ein weiterer Eingehberg, etwas höher.
  • 05.02.: Fahrt zur Laguna Verde. Übernachtung dort.
  • 06.02.: Besteigung Cerro Mulas Muertes bis ca. 5500 oder wer sich gut fühlt, auch mehr.
  • 07.02.: Tres Cruzes Norte.
  • 09.02.: Cerro Vicunia.
  • 10.02.: Ruhetag.
  • 11.02.: Tres Cruzes Norte.
  • 12.02.: Anfahrt Refugio Tejos.
  • 13.02.: El Muerto.
  • 14.02.: Ruhetag.
  • 15.02.: Lager Tres Cruzes.
  • 16.02.: Besteigung Tres Cruzes Sur.
  • 17.02.: Abstieg und Fahrt Copiapo.
  • 18.02.: Rückflug von Copiapo. Gerne auch noch etwas Zeit für Santiago.

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