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Cordillera Blanca mit Huascaran Besteigung • Peru (22 Tage)

Anspruchsvolle Bergsteiger-Reise in Peru. Von Huaraz aus besteigen wir den Huascaran und den Nevado Pisco in der Cordillera Blanca
Der Aufstieg über die Schneefelder am Huascaran ist eine anspruchsvolle, hochalpine Route, die eine gute Akklimatisierung und viel Erfahrung erfordert

Anspruchsvolle Bergsteiger-Reise in Peru

Bergsteigen in einer der imposantesten Berglandschaften der Welt. Wir besuchen zahlreiche Highlights in der Cordillera Blanca um Huaraz wie die Laguna Churup, den Nevado Pisco, Chavin de Huantar, die Lagunas Llanganuco und vor allem den höchsten Berg Perus den Huascaran.

Von Huaraz aus besteigen wir den Huascaran und den Nevado Pisco in der Cordillera Blanca

Die Cordillera Blanca in der Region Ancash gilt als eines der besten Bergsteigergebiete weltweit. Das angenehme Klima der Region (Saison ist von Mai bis September) und der relativ leichte Zugang zu den Gipfeln sind nur einige Gründe dafür. Die Cordillera Blanca ist mit über 50 Bergen über 5.700 m die höchste Gebirgskette des amerikanischen Kontinents. Der Name heißt übersetzt Weiße Kordillere - ein Hinweis auf die starke Vergletscherung.

Anspruchsvolles Bergsteigen in Peru

Ein großer Teil der Cordillera Blanca wurde 1975 zum Nationalpark Huascaran erklärt und steht komplett unter Schutz. Gegen Eintritt kann der Park besucht werden und bildet einen der touristisch interessantesten Orte Perus. Aufgrund der Klimaerwärmung wird seit Ende der 1980er Jahre ein starker Rückgang der Schneebedeckung der Cordillera Blanca festgestellt. Es zeigt sich, wie wichtig ein schonender Umgang mit den Ressourcen unser Erde ist. Daher verzichten wir möglichst auf innerörtliche Flüge

Der Hauptort am westlichen Rand der Cordillera Blanca ist Huaraz. Er ist bedeutendes Zentrum für Trekker und Bergsteiger sowie Ausgangspunkt vieler anspruchsvoller Bergtouren. Unzählige Reiseagenturen und andere Dienstleister haben sich hier angesiedelt und bieten alles, was das Bergsteigerherz begehrt. Auch für unsere Touren ist Huaraz wichtiger Dreh- und Angelpunkt.

Die Anreise erfolgt normalerweise über Lima, 400 km in nördliche Richtung - wobei die Fahrzeit zwischen 6 und 8 Stunden beträgt. Ausgangspunkt für Touren sind die Orte Huaraz, Carhuaz, Yungay und Caraz.

Bezwinge den höchsten Gipfel der Cordillera Blanca

Zuerst einmal geht es von Lima über atemberaubende Andenpässe in die Trekker- und Bergsteigerhauptstadt Huaraz. Von hier aus unternehmen wir die ersten aussichtsreichen Wanderungen in den Nationalpark Huascaran und in die gegenüberliegende Cordillera Negra.

Dazu besuchen wir mit Chavin de Huantar einen der spannendsten Ruinenkomplexe Perus. Dazu kommen weitere Akklimatisationstouren in der Umgebung von Huaraz, mit kleineren Gipfeln und malerisch schönen Gebirgseelein garniert.

Nach einigen Tagestouren zur Vorbereitung wollen wir es dann natürlich wissen. Als erster größerer Gipfel wird der 5772 Meter hohe Nevado Pisco in Angriff genommen. Noch keines der ganz großen Ziele der Cordillera Blanca, aber mit phantastischen Ausblicken auf die noch höheren Berge.

Danach widmen wir uns aber einem ganz großen, dem 6770 Meter hohen Huascaran, dem höchsten Berg Perus. 6 Tage brauchen wir mindestens für dieses äußerst anspruchsvolle Gipfelziel, doch die Mühe lohnt sich, denn die Gipfelsicht von diesem gewaltigen Eisgiganten ist wahrlich kaum noch zu übertreffen.

Dabei sind natürlich bergsteigerische Erfahrung und eine sehr gute körperliche Verfassung zwingende Voraussetzungen für diese Tour.


Tour-Info

Highlights

  • Huascaran
  • Nevado Pisco
  • Laguna Churup
  • Bergsteigen
  • Wandern
  • Huaraz
  • Yungay
  • Cordillera Blanca
  • Cordillera Negra
  • Laguna 69
  • Lima

Dauer dieser Tour: 22 Tage

Unser nächsten Termine:

  • 02.07. bis 23.07.2026
  • 02.07. bis 23.07.2027

Gerne führen wir diese Tour auch zu Ihrem individuellen Wunschtermin durch.

Preise (pro Person):

  • ab 2 Personen: 4195 Euro
  • ab 4 Personen: 3985 Euro
  • ab 6 Personen: 3785 Euro

Eingeschlossene Leistungen

  • Alle Bus- und Taxitransfers im Land
  • Alle Übernachtungen in einfachen landestypischen Unterkünften und Zelten
  • Reiseleitung je nach Gruppengrösse auf Deutsch oder mindestens Englisch
  • Nationalparkeintritte
  • Geführte Wanderungen
  • Besteigung Pisco und Huascaran mit Vollverpflegung, Bergführer und Koch
  • Anfahrten zu den Wanderungen

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Hin- und Rückflug
  • Reiseunfall- und Krankenversicherung
  • Reisegepäcks- und Reiserücktrittskostenversicherung
  • Nicht ausgeschriebene Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder
  • Einzelzimmerzuschlag
  • Ausgaben des persönlichen Bedarfs

Teilnehmerzahl

  • Mindestens: 2
  • Maximal: 10

Weitere Infos

  • Eine gute allgemeine Fitness ist für diese Tour gewünscht und sehr von Vorteil.

Tour-Verlauf

1. Reisetag: Ankunft in Lima

Start und Zielflughafen ist Lima, mittlerweile mit 11 Millionen Einwohnern eine der größten Städte Südamerikas. Nach der Abholung wird erst mal das Hotel bezogen, danach ist Ausruhen angesagt, wer möchte kann sich noch etwas in der Stadt umsehen. Den Abschluss des Tages bildet wohl für die Meisten das erste landestypische Abendessen in einem einfachen Restaurant in Lima.
► Abholung am Flughafen.Transfer zum Hotel Ducado Inn oder gleichwertig. (-/-/-)

Cerro-Yanamarey-Cordillera-Blanca

2. Reisetag: Fahrt nach Huaraz

Heute steht eine Busfahrt auf dem Programm, die sich sehr abwechselungsreich und aussichtsreich gestaltet. Wir fahren zuerst an der Küste entlang nach Norden, wobei wir nicht nur das Meer sehen, sondern auch die imposanten Sandwüstenlandschaften nahe der peruanischen Küstenregion. Später geht es dann durch die Cordillera Negra, wobei wir die 4000 Meter Grenze zum ersten Mal deutlich überschreiten. Hierbei wird der Blick frei auf die Eis überzogenen Paradeberge der Cordillera Blanca, sicherlich eine der imposantesten Berglandschaften der Welt. Je nach Busgesellschaft lassen sich auch schon die Gipfel der Cordillera Huayhuash ausmachen, unter ihnen ebenfalls einige der interessantesten Bergformen Perus. In Huaraz beziehen wir dann erstmal unser Hotel und schauen uns am Abend noch etwas in der Stadt um.
► Ca. 8 Stunden Busfahrt. Hotel Casablanca oder gleichwertig. (F/-/-)

3. Reisetag: Chavin de Huantar

Das älteste Steinbauwerk der Welt steht auf dem Programm, Chavin de Huantar, ein Ruinenkomplex in Form einer Tempelburg. Die Anfahrt führt an einer glasklaren Lagune vorbei und versinkt später in einem dunklen Tunnel. Beim Rundgang wird es aber wieder hell, sodass wir uns erst mal den Festungshügel Castillo vornehmen. Wohl noch an seinem ursprünglichen Platz steht El Lanzon, die Lanze, ein 4,5 Meter hoher Granit-Monolith. Das Osttor mit dem Tello Obelisken und die Raimondi Stele sind weitere Highlights dieses Tages. Später geht es zurück nach Huaraz, wo noch etwas Ausruhen angesagt ist. Die Fahrt führt uns über einen spektakulären Andenpass mit interessanten Einblicken in den Südteil der Cordillera Blanca.
► Leichter Rundgang im Ruinenkomplex. Ca. 2 Stunden Anfahrt. Gleiches Hotel. (F/-/-)

4. Reisetag: Wanderung von Wilkahain

Heute fahren wir mit dem Sammeltaxi nach Wilkawain hinauf, von wo aus sich herrliche Wanderungen unternehmen lassen. Wir steigen dem Nevado Churup entgegen, bevor wir in ein malerisches Hochtal einbiegen. Es gibt nun je nach Lust und Kondition mehrere Möglichkeiten. Entweder wir steigen weiter in ein von steilen Wänden umgebenes Andental mit einigen sehenswerten Wasserfällen oder steigen etwas weiter über einen Grat auf, einem Vorgipfel der Cordillera Blanca Hauptkette entgegen. Hier bieten sich schon prächtige Ausblicke auf diese imposante Berggruppe.
Im Anschluss wandern wir durch sattgrüne Felder zurück nach Wilkawain, wo wir uns noch kurz die Ruinen anschauen. Mit den nächsten Collectivo geht es dann zurück nach Huaraz. Wer möchte kann die 7 Kilometer auch laufen, die Strecke führt an ursprünglichen Andendörfchen und landwirtschaftlich genutzter Fläche vorbei und ist ebenfalls recht lohnend.
► Ca. 4 Stunden Wanderung. Ca. 300 Hm. Gleiches Hotel. (F/-/-)

Laguna-69-Yungay

5. Reisetag: Laguna Churup

Auch heute fahren wir von Huaraz mit dem Sammeltaxi bergauf, und zwar in das Dörfchen Llupa. Von hier aus führen steinerne Inkapfade weiter nach oben, doch auch schon im Ort bieten sich prächtige Ausblicke auf die weiß glänzenden Firnberge der Cordillera Blanca. Nachdem wir kurz den Fahrweg nach Pitec gekreuzt haben wird der Weg enger und steiler, aber auch immer interessanter. Weiter oben muss sogar eine nicht ganz kurze Kletterpassage überwunden werden. Wer sich das nicht zutraut kann diesen Abschnitt linksseitig umgehen, muss dabei aber knapp 100 Höhenmeter Gegenanstieg in Kauf nehmen. Kurze Zeit später ist dann die die tiefblaue Laguna Churup erreicht, immerhin auf 4450 Metern Höhe gelegen. Im Hintergrund erhebt sich dann der Churup selbst mit seinen schroffen Gletscherabstürzen, ein atemberaubendes Bild. Wir steigen noch etwas höher auf um einen Rundweg zu machen, der bald wieder auf den Aufstiegsweg mündet. Weiter unten gibt es eine kleine Lagune, ursprüngliche Häuser und weitere interessante Fotomotive. Wir nehmen in Llupa den ersten Collectivo zurück nach Huaraz, es könnte dort herinnen etwas eng werden.
► Ca. 700 Hm. 5-6 Stunden Gehzeit. Gleiches Hotel. (F/-/-)

6. Reisetag: Laguna 69

Es folgt unser erster Kontakt mit dem Nationalpark Huascaran, wir besuchen die Lagunas Llanganuco und 69. Die türkisblau schimmernden Seen liegen direkt zu Füßen der prächtigen Gebirgslandschaft um Huandoy und Huascaran. Die ersten beiden Seen liegen auf 3800 Metern Höhe, Andenkolibris, Falken, Vicunas und Alpakas sind nur einige der zahlreichen hier vertretenen Tierarten. Auch unser späteres Ziel der Chopicalqui ist von hier aus gut einzusehen, zu Recht kommt Vorfreude auf. Wir fahren noch ein Stückchen weiter in den Park hinein und steigen unterhalb des Portachuelopasses auf knapp 4000 Metern Höhe aus dem Taxi. Nach kurzem Abstieg wandern wir an einem kleinen Fluss entlang durch ein zauberhaftes Andental. Doch bald wird der Aufstieg steiler und führt vorbei an atemberaubenden Wasserfällen nach oben. Hier wird der Blick frei auf einige der großen Gletscherberge, auch der Huascaran schiebt sich mit seinem Nordgipfel ins Bild. Weiter oben befindet sich mit der Laguna 69 einer der schönsten Bergseen der Anden, direkt über uns erhebt sich die gewaltige Eisflanke des Chacraraju. Je nach Zeit und Kondition wandern wir von hieraus zur Passstrasse zurück oder machen eine Rundwanderung über das Refugio Peru, Ausgangspunkt für die Besteigung des Nevado Pisco. Diese erfordert allerdings noch etwa 2 Stunden zusätzlichen Zeitaufwand.
► Anfahrt ca. 2 Stunden. Ca. 550 Hm. 4-5  Stunden Gehzeit. Gleiches Hotel. (F/-/-)

Laguna-Arhuac-Huaraz

7. Reisetag: Jircohirca

Wir fahren heute mit dem Bus oder Taxi in die Cordillera Negra hinein, die andere Seite des Santatales. Auch hier lassen sich schöne Touren machen, vor allem weil man dabei den perfekten Überblick auf die Cordillera Blanca mit all ihren Eisgipfeln hat. Wir steigen an der Punta Callan aus, auf immerhin schon 4225 Metern Höhe. Von hier aus können wir zwar weglos, aber auch Problemlos den 4622 Meter hohen Jircohirca besteigen. Kaum mehr als 2 Stunden sind dafür nötig, wenn überhaupt. Von hier aus bieten sich tolle Tiefblicke auf Huaraz und lassen sich die meisten der ganz großen Berge sehen, auch der Huascaran steht uns praktisch Auge in Auge gegenüber, noch näher ist uns der Huantsan, direkt über der Stadt. Auch die etwas weiter entfernte Cordillera Huayhuash lässt sich von hier aus gut überblicken. Wir nehmen uns noch ein bis 2 kleinere Berge vor bevor wir dann zurück nach Huaraz hinunterfahren, je nach Teilnehmerzahl mit Bus oder Taxi.
► Gut 1 Stunde Anfahrt. Ca 600 Hm. 4-5 Stunden Gehzeit. Gleiches Hotel. (F/-/-)

8. Reisetag: Pastoruri

Heute besuchen wir den ersten größeren Gipfel in der Cordillera Blanca, nämlich den Pastoruri, immerhin 5300 Meter hoch. Bis 4800 Meter können wir hinauffahren, der Rest wird zu Fuß zurückgelegt. Unsere Partneragentur Andean Kingdom führt dann hier oben mit allen die möchten Eiskletterrouten durch. Eine gute Maßnahme zu weiteren Höhenakklimatisation, und in dieser Höhe äußerst anstrengend, aber hilfreich für die Schlussanstiege der großen Gipfel. Früher war der Pastoruri für seine begehbaren Gletscherhöhlen bekannt, heute ist der Gletscher zwar noch vorhanden, doch sämtliche Höhlen sind der Klimaerwärmung zum Opfer gefallen. Trotzdem eine tolle Tour in atemberaubender Gletscherlandschaft mit Blick auf zahlreiche 5 und 6000er der weißen Cordillere. Auf dem Rückweg durchfahren wir eine weite Punalandschaft mit einer weiteren Attraktion, der Puya Raimondi. Mit über 10 Metern handelt es sich um die größten Ananasgewächse der Erde, einige über 100 Jahre alt. Spektakulär ist die Rückfahrt nach Huaraz, wo wir übernachten und zu Abend essen.
► Gut 1,5 Stunde Anfahrt. Ca 400 Hm. 3-4 Stunden Gehzeit. Gleiches Hotel. (F/-/-)

9. Reisetag: Kleiner Akklimatisationsberg

Heute machen wir uns früh mit dem Bus auf den Weg nach Catac. Von hier aus geht es mit dem Taxi weiter zur Laguna Querococha, die wir schon auf dem Weg nach Chavin passiert haben. Diesmal halten wir aber nicht nur kurz hier an, sondern umrunden den halben See um dann linksseitig in ein unbekanntes Bergtal aufzusteigen. Neben dem schönen Tiefblick auf den See werden auch immer größere Teile der Andenkette sichtbar. Auf guten Pfaden geht es zunächst bergauf, unterhalb eines hübschen Gipfelkopfes verlassen wir diese dann aber. Denn diesem Gipfelkopf wollen wir aufs steinerne Haupt steigen. Wir wandern auf teilweise Trittspuren halb um den Berg herum, um dann einen kurzen Felsgürtel leicht zu überwinden. Kurze Zeit später ist der aussichtsreiche Gipfelgrat erreicht, viele große Andenberge sind zu sehen.
Mangels Alternativen steigen wir dann auch auf dem Aufstiegsweg wieder ab, umwandern nochmals den glasklaren See, bis wir an der Passtraße unser Taxi oder den Bus erreichen. Die Rückfahrt erfolgt mit Taxi und/oder Bus/Collectivo nach Huaraz.
► Gut 1 Stunde Anfahrt. Ca 700 Hm, 5-6 Stunden Gehzeit. Gleiches Hotel. (F/-/-)

Nevado-Pisco-Cordillera-Blanca

10. Reisetag: Anfahrt und Annäherung Nevado Pisco

Auf zu Attacke, Mit dem Nevado Pisco (5752m) gehen wir endlich den ersten ganz großen Andengipfel an. Zwar gilt er als einer der leichteren seiner Zunft, trotzdem handelt es sich um eine ernste Hochtour mit 30° Eispassagen und Spalten auf dem Gletscher. Dazu kommt die ungewohnte Höhe. Heute aber steigen wir erst mal nur bis zum Hochlager auf. Wir starten dazu vom Lagerplatz Cebollapampa,, wo westlicher Richtung ein Pfad zum Basislager des Pisco führt. Nach dem ersten steilen Anstieg folgt ein etwas flacheres Teilstück. Nach einem weiteren Anstieg mit einem kleinen Wasserfall wird die kleine Ebene erreicht, die gemeinhin als Basislager für die Piscobesteigung dient.
► 2 Stunden Anfahrt. Ca. 700 Hm. 5-6 Stunden Gehzeit. Zeltübernachtung. (F/M/A)

11. Reisetag: Hochlager Pisco

Heute lassen wir es gemütlich angehen das Hochlager zum Pisco ist nicht allzu weit entfernt. Wir wandern durch prächtige Hochflächen und bestaunen die umliegenden Eisgiganten. Der Pisco wäre durchaus auch in 2 Tagen machbar, aber zur besseren Akklimatisation halten wir uns noch einen weiteren Tag in der Höhe auf. Nach dem Errichten des Hochlagers macht es Sinn noch etwas über die Schlafhöhe hinaus zu steigen, zum Beispiel zum nahe gelegenen Gletscherrand.
► Ca. 300 Hm. 5-6 Stunden Gehzeit. Zeltübernachtung. (F/M/A)

12. Reisetag: Gipfel Nevado Pisco

Schon deutlich vor dem Sonnenaufgang beginnen wir mit dem Aufstieg. Im Schein der Stirnlampen überschreiten wir Seitenmoräne und Blockgletscher. Dann wird ein Geröllfeld am Huandoygletscher durchquert, hier müssen wir auf Steinschlag gefasst sein. Auf der anderen Seite des Blockgletschers bietet dunkleres Gestein einen besser gangbaren Weg, auch wenn dieser ständigen Änderungen unterworfen ist. Bald haben wir dann den Einstieg zum Nevado Piscogletscher gewonnen. Meistens findet sich hier eine deutliche Spur, welche wir bis zum Sattel weiterverfolgen können. Es folgt noch der etwas steilere Schlussanstieg zum Gipfel des Nevado Pisco auf stolzen 5752 Metern. Nicht nur der höchste Berg Perus, der Nevado Huascaran, sondern unendlich viele weitere Eisriesen lassen sich von hier oben ausmachen. Auch Huandoy und Chopiqualqui ragen in der direkten Nachbarschaft auf. Irgendwann aber wird es uns da oben zu kalt und wir machen uns an den Abstieg zum Pass. Dort wartet schon unser Fahrzeug und es geht wieder hinunter ins Santatal.
► Ca. 1000 Hm Aufstieg. 2000 Hm Abstieg. 5-6 Stunden Gehzeit. Hotel Casablanca. (F/M/-)

Huascaran-Sur

13. Reisetag: Ruhetag

Ruhetag, nach den Strapazen am Nevado Pisco ist heute Ausruhen angesagt. Huaraz bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Entspannung. Natürlich ist das jedem selbst überlassen, denn der Tag steht zur freien Verfügung.
► Hotel Casablanca. (F/-/-)

14. Reisetag: Musho

Die Ruhepause war wohl nötig, denn wir wollen ja noch dem höchsten Berg Perus zur Leibe rücken, dem 6770 Meter hohen Huascaran.
Von Huaraz aus fahren wir nun zuerst in Richtung Yungay und weiter über das Dörfchen Mancos nach Musho. Hier auf 3000 Metern Höhe beginnt die eigentliche Tour. Zu Fuß geht es nun an einem kleinen Friedhof vorbei auf einen malerischen Eukaliptuswald zu. Weiter oben werden diese Bäume durch Quinuabäume ersetzt, davon gibt es nicht mehr viele in Südamerika.
Auf 4100 Metern Höhe erreichen wir dann einem eine freie Fläche die sich hervorragend als Lagerplatz eignet, hier schlagen wir unsere Zelte auf. Ein herrlicher Platz um die Nacht zu verbringen. Für die gut 1000 Höhenmeter bis hierher werden wir übrigens von Tragtieren unterstützt, sodass wir nur unsere Tagesrucksäcke zu tragen brauchen. Später werden die Mulas dann gegen Träger ausgetauscht, da sie sich nicht so gut in den Fels und Eisregionen bewegen können.
► 1 Stunde Anfahrt. Ca. 1100 Hm. Ca. 5 Stunden Gehzeit. Zeltübernachtung. (F/M/A)

15. Reisetag: Camp 1

Der heutige Aufstieg zum Campo 1 beträgt wiederum gut 1000 Höhenmeter, wiederum wird sich liebevoll um unser Gepäck gekümmert. In zahlreichen Kehren durchqueren wir weitläufige Paramohochflächen mit interessanten Vegetationsformen. Diese leiten direkt zum unteren Gletscherrand, wo wir zum ersten Mal die Steigeisen anlegen. Höchstens 30 Grat steil ist der Gletscher hier, die wenigen kleinen Spalten bilden keine wirkliche Gefahr. Unser Lager befindet sich auf luftigen 5200 Metern Höhe auf einer flachen Stelle im Eis.
► Ca 1100 Hm. Ca. 5-6 Stunden Gehzeit. Zeltübernachtung. (F/M/A)

16. Reisetag: Hochlager Huascaran

Sehr früh verlassen wir das Lager heute der Weg wird wiederum etwas steiler. Etwa 40 Grad hat das Eis am Anfang wir kommen bequem vorwärts. Zumindest bis zur Schlüsselstelle der gesamten Unternehmung der so genannten „Canaleta" einem 70 Grad steilen Eiscolour. Zum Glück sind es weniger als 100 Höhenmeter und unser Bergführer sichert uns zuverlässig von oben. Nach dem Überwinden dieses Steilstücks wird der Weg wieder deutlich flacher, dafür stellen sich uns einige Spalten in den Weg. Später heißt es wiederum Acht geben, rechterseits durchqueren wir eine Lawinen gefährdete Zone. Nachdem auch dieses Hindernis überwunden ist bereiten wir unser Lager unter der breiten Eismauer der Garganta, dem Schlund vor. Diese befindet sich auf 5900 Metern Höhe an einem halbwegs geschützten Platz. Von hier aus werden wir morgen den Gipfelanstieg in Angriff nehmen.
► Ca. 700 Hm. Ca. 5-6 Stunden Gehzeit. Zeltübernachtung. (F/M/A)

17. Reisetag: Gipfel Huascaran

Nun wird es wirklich ernst, um etwa 2 Uhr nachts machen wir uns auf den Weg um den höchsten Gipfel Perus zu ersteigen. Zuerst einmal muss die Garganta selbst überwunden werden, die Steilheit beträgt in etwa 45 Grad, also kein Vergleich zu gestern. Unter uns und um uns herum breiten sich gewaltige Seracs aus, zwischen denen wir unseren Weg suchen. Dieser wird wiederum flacher und bald haben wir den Gipfel erreicht. Es handelt sich um den Aussichtspunkt in der Cordillera Blanca schlechthin, atemberaubend sind die Tiefblicke ins Santatal, unendlich die Weite der umliegenden Eisberge. Allzu lange können wir aber nicht oben bleiben, denn erstens ist es dazu zu kalt und zweitens wartet noch ein mehr als anspruchsvoller Abstieg auf uns. Wir halten uns wiederum an die Aufstiegsroute und sollten es heute noch bis zum Campo 1 schaffen. Beim Campo 2 werden zuerst mal die Zelte abgebaut und es bleibt Zeit für eine ausgiebige Erholungspause mit Tee und Schokolade. Die Canaleta wird dann normalerweise durch Abseilen überwunden, bevor am Campo erneut das Lager errichtet wird.
► Ca. 900 Hm. Ca. 8-9 Stunden Gehzeit. Zeltübernachtung. (F/M/A)

Vallunaraju-Cordillera-Blanca

18. Reisetag: Abstieg Basislager

Heute steigen wir weiter ab, je nachdem wie weit wir Gestern gekommen sind können wir uns heute endlich mal wieder etwas Zeit lassen und die herrliche Bergwelt um uns herum genießen. Wir halten uns weiterhin an die Aufstiegsroute, welche wir bis zum Basislager auf 4200 Metern Höhe zurückverfolgen. Dort wartet dann ein wieder etwas angenehmeres und wärmeres Nachtlager auf uns.
► Ca 1100 Hm Abstieg. Ca. 3-4 Stunden Gehzeit. Zeltübernachtung. (F/M/A)

19. Reisetag: Rückkehr nach Huaraz

Früh aufgestanden muss diesmal nicht werden, wir haben viel zeit für die letzten 1100 Höhenmeter Abstieg. Auch diesmal benutzen wir die Aufstiegsroute durch prachtvolle Bergwälder und alte Hirtenpfade. In Musho dürfte dann bereits unser Fahrzeug warten das uns dann sicher und bequem zurück nach Huaraz bringt.
► Ca 1100 Hm Abstieg. Ca. 3-4 Stunden Gehzeit. 1 Stunde Fahrt nach Huaraz. Hotel Casablanca. (F/M/-)

20. Reisetag: Ruhetag Huaraz

Ruhetag, auch dieser Tag steht zur freien Verfügung. Die meisten werden sich freuen zurück in der Zivilisation zu sein und den Luxus der Stadt genießen. Ein Besuch in den nahe gelegenen Thermalbädern würde sich zum Beispiel anbieten um sich von der anstrengenden Besteigung zu erholen. Vielleicht auch einfach den ganzen Tag nur schlafen.
► Hotel Casablanca. (F/-/-)

Camp-Taulliraju-Santa-Cruz-Trek

21. Reisetag: Rückfahrt nach Lima

Heute verbringen wir den Großteil des Tages im Bus, denn wir müssen ja leider nach Lima zurück. Dabei überqueren wir wiederum die Cordillera Negra und schauen noch einmal zurück auf die großen Berge der Cordillera Blanca. der Huascaran selbst ist natürlich auch vom Pass aus deutlich auszumachen. Abends treffen wir dann in der Hauptstadt ein, wer möchte kann sich dort noch mal in das pulsierende Nachtleben der peruanischen Metropole stürzen, was sicher deutlich facettenreicher ist als jenes von Huaraz.
► Transfer zum Busterminal in Huaraz und in Lima zum Hotel. Ca. 8 Stunden Busfahrt. Hotel El Ducado. (F/-/-)

22. Reisetag: Rückflug von Lima

Der traurigste Tag der Tour denn nun geht es nach Deutschland zurück. Text entfernt Dabei geht es mit Zwischenstopp in Madrid zurück nach Hause. Vorher aber überfliegen wir noch mal Peru. Interessante Tiefblicke auf die Anden und das Amazonasgebiet rufen uns die vielen außergewöhnlichen Erlebnisse auf der Tour noch mal in Erinnerung und bieten reichlich Nahrung für neue Reiseideen und Tourenpläne. Es muss ja nicht das letzte Mal Südamerika gewesen sein.
► Transfer zum Flughafen. (F/-/-)


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Fragen zu Peru beantwortet:

Wie gut ist die Infrastruktur für Reisen in Peru?

In Peru findest du eine Infrastruktur, die für Reisende – besonders für uns Bergsteiger und Trekker – überraschend gut aufgestellt ist. Hier ist der Überblick, wie du im Land vorankommst:

  • Busse: Das ist das wichtigste Transportmittel. Auf langen Strecken, etwa von Lima nach Arequipa, nutzt du meist luxuriöse Fernbusse mit bequemen Liegesitzen, in denen sogar Mahlzeiten serviert werden. Das Straßennetz wird stetig ausgebaut, auch wenn Pisten in den Anden wegen Erdrutschen oft wartungsanfällig sind.
  • Flüge: Wenn du Zeit sparen willst, erreichst du die großen Bergsteiger-Zentren wie Huaraz, Cusco oder Arequipa in nur etwa einer Stunde per Inlandsflug von Lima aus.
  • Bahn: Eine klassische Eisenbahnverbindung durch das ganze Land gibt es nicht. Die Schiene ist aber dein wichtigster Zubringer zum Machu Picchu: Von Ollantaytambo aus fährst du mit dem Touristenzug nach Aguas Calientes.
  • Ausrüstung und Logistik: In Hotspots wie Huaraz oder Arequipa ist die Infrastruktur für uns Bergsportler exzellent. Du kannst dort problemlos technische Leihausrüstung wie Steigeisen oder Pickel mieten und organisierte Touren mit zertifizierten Guides, Köchen und Tragtiermanschaften (Esel, Pferde oder Lamas) buchen.
  • Abgelegene Regionen: Im Amazonas-Tiefland sind Flüsse oft die einzigen Verkehrsadern, auf denen du dich mit Booten bewegst. Mobilfunk ist in den meisten Gemeinden verfügbar, schnelles Internet in abgelegenen Gebieten dagegen noch selten.

Welche Symptome treten bei Höhenkrankheit in Peru auf?

Wenn du in den peruanischen Anden in große Höhen aufsteigst, wirst du schnell merken, dass dein Körper durch die dünne Luft deutlich stärker belastet wird. Ein ganz typisches Anzeichen ist, dass du bereits bei geringer Anstrengung sehr schnell außer Atem gerätst.

Klassische Symptome der Höhenkrankheit (medizinisch: Akute Bergkrankheit) sind meist starke Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit bis hin zum Erbrechen, Schwindel und anhaltende Schlafstörungen. Sollten diese Symptome trotz Ruhephasen schlimmer werden, ist der sofortige Abstieg in tiefere Lagen lebensnotwendig.

Die einheimische Bevölkerung kaut traditionell Kokablätter, um die Auswirkungen der Höhe sowie Begleiterscheinungen wie Müdigkeit, Hunger und Kälte zu unterdrücken. Um diesen Problemen vorzubeugen, empfehlen wir eine gründliche Akklimatisation, da die Belastung in Höhen über 6.000 Metern extrem hoch ist.

Was sind die besten Orte in Peru zur Akklimatisation?

Hier sind die besten Orte und Strategien, um deinen Körper an die dünne Luft zu gewöhnen:

1. Das Heilige Tal der Inka (Valle Sagrado)

Viele Reisende machen den Fehler, die erste Nacht direkt im hochgelegenen Cusco (3.400 m) zu verbringen, was oft zu Problemen führt.

  • Pisac (2.850 m) und Ollantaytambo (2.850 m): Diese Orte bieten eine ideale Schlafhöhe für die ersten Tage.
  • Lares Trek: Dieser Trek ist hervorragend geeignet, um sich für noch höher gelegene Touren vorzubereiten.
  • Pumamarca (3.500 m): Ein Wechsel der Schlafhöhe zwischen tieferen Orten und höher gelegenen Lagern wie Pumamarca fördert eine schnelle Anpassung.

2. Die Region um Huaraz (Cordillera Blanca)

Huaraz auf 3.100 m ist der Dreh- und Angelpunkt für Bergsteiger. Von hier aus gibt es klassische Akklimatisationstouren:

  • Wilkawain (3.450 m): Ideal für leichte Einstiegswanderungen.
  • Laguna Churup (4.450 m): Eine anspruchsvolle Eingehtour, die fast schon Pflichtprogramm ist.
  • Laguna 69 (ca. 4.400 m): Eine der schönsten Touren zur Höhenanpassung vor den großen Eisriesen.
  • Santa Cruz Trek: Dieser mehrtägige Klassiker dient oft als Basis-Akklimatisation für 6.000er-Besteigungen.

3. Südperu und Titicacasee

Im Süden des Landes bietet sich eine schrittweise Steigerung an:

  • Arequipa (2.300 m): Der perfekte Startpunkt mit mildem Klima.
  • Colca Canyon: Wanderungen um Chivay (3.600 m) oder Cabanaconde (3.287 m) sind ideal, um sich an die Sierra zu gewöhnen.
  • Titicacasee (3.800 m): Ein Inseltrekking auf Amantani oder Taquile (bis zu 4.200 m) ist eine exzellente Vorbereitung.
  • Atoja (4.450 m): Ein leicht erreichbarer Aussichtsberg bei Puno für eine gezielte Tagestour in der Höhe.

4. Vorbereitungsgipfel (Die 5.000er-Marke)

Bevor du die 6.000 m angreifst, solltest du dich auf technisch moderaten 5.000ern testen:

  • Nevado Pisco (5.752 m): Die ideale Hochtour zur Vorbereitung auf den Huascarán.
  • Urus (5.492 m) und Ishinca (5.541 m): Technisch unkomplizierte Berge im Ishincatal, die perfekt als Training dienen.
  • Pastoruri (5.300 m): Wird oft für Eiskletterübungen und zur Höhengewöhnung genutzt.

Pro-Tipp: Kaut traditionell Kokablätter, wie es die Einheimischen tun – das hilft gegen Müdigkeit und die Auswirkungen der Höhe.

Wann ist die beste Zeit für Machu Picchu?

Wenn du Machu Picchu in seiner ganzen Pracht und mit klarer Sicht erleben willst, solltest du deine Reise für die Trockenzeit von Mai bis Oktober planen. In diesen Monaten ist das Wetter in den Anden am stabilsten, was für die Besichtigung der Ruinen und vor allem für die Anreise über Trekkingpfade entscheidend ist.

Hier sind die wichtigsten Punkte für deine Zeitplanung:

  • Ideale Monate: Touren und Expeditionen werden bevorzugt zwischen Mai und November durchgeführt, da die Regenwahrscheinlichkeit gering ist.
  • Regenzeit: Von Oktober bis April musst du im Hochland mit häufigen und teils heftigen Niederschlägen rechnen.
  • Trekking-Vorteil: Wenn du alternative Wege wie den Choquequirao-Trek wählst, bietet die Trockenzeit nicht nur bessere Pfade, sondern auch spektakuläre Tiefblicke, die nicht durch Wolken oder Nebel verdeckt werden.

Mein Tipp: Da Machu Picchu das ganze Jahr über stark besucht ist, lohnt es sich, den Besuch in die Randmonate der Trockenzeit (Mai oder September/Oktober) zu legen, um dem extremsten Trubel der Hauptferienzeit etwas auszuweichen.

Was ist der Unterschied zwischen der Trocken- und Regenzeit?

Die Trockenzeit und die Regenzeit: Der Unterschied ist für uns Bergsportler fundamental, da er über Erfolg oder Scheitern einer Tour entscheiden kann.

Die Trockenzeit (Mai bis Oktober)

Dies ist die klassische Hochsaison für Bergsteiger und Trekker.

  • Wetterstabilität: In diesen Monaten ist das Wetter in der Sierra am beständigsten. Du hast meist einen strahlend blauen Himmel und klare Sicht auf die Eisriesen.
  • Bedingungen am Berg: Für anspruchsvolle Besteigungen wie am Huascarán oder Chachani sind dies die idealen Monate. Nachts sinken die Temperaturen in der Höhe zwar oft weit unter den Gefrierpunkt, aber die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist gering.
  • Logistik: Die Pisten in den Anden sind besser befahrbar, da das Risiko von Erdrutschen minimiert ist.

Die Regenzeit (Oktober bis April)

In dieser Phase zeigt sich die Natur von ihrer wilden, wasserreichen Seite.

  • Niederschläge: Besonders in der Sierra kommt es zwischen Oktober und April zu heftigen Regenfällen. In der Selva (Regenwald) herrscht ohnehin ein feuchtes Tageszeitenklima, aber in der Regenzeit steigen die Niederschlagsmengen dort massiv an.
  • Einschränkungen: Viele Trekkingpfade werden mühsam und rutschig. Wolken und Nebel verhüllen oft die Gipfel, was die Orientierung erschwert und die spektakulären Aussichten verhindert.
  • Gefahren: Starkregen führt in den Anden häufig zu Erdrutschen, die Straßen blockieren und den Transport lahmlegen können.

Wichtiger Hinweis für die Küste: Die Pazifikküste (Costa) ist ein Sonderfall. Dort regnet es im Süden fast nie, während im Norden die Niederschläge leicht zunehmen können. Dort schwanken die Temperaturen zwischen 12 °C im Winter und 35 °C im Sommer, unabhängig von der Regenzeit in den Bergen.

Kann man in Peru gut wandern?

Peru ist für uns Bergsportler ein wahres Paradies, das von schneebedeckten Andengipfeln bis hin zum tropischen Regenwald alles bietet. Du findest dort über 40 verschiedene Touren, die von entspannten Wanderungen durch Inka-Ruinen bis hin zu anspruchsvollen Expeditionen in eisige Höhen reichen.

Besonders drei Regionen solltest du dir für dein Wanderabenteuer vormerken:

  • Rund um Cusco: Hier wanderst du auf alten Inkapfaden zu Orten wie dem weltberühmten Machu Picchu oder dessen „verlorener Schwester“ Choquequirao, die deutlich weniger überlaufen ist. Der Lares Trek eignet sich zudem hervorragend, um die Kultur der Huilloq-Indianer kennenzulernen und dich sanft an die Höhe zu gewöhnen.
  • Huaraz (Zentralperu): Diese Stadt ist das Basislager für die Cordillera Blanca und die Cordillera Huayhuash, die zu den spektakulärsten Gebirgszügen der Welt zählen. Klassiker wie der Santa Cruz Trek bieten dir atemberaubende Ausblicke auf Eisriesen wie den Alpamayo.
  • Südperu bei Arequipa: Wenn du tief eingeschnittene Schluchten magst, ist der Colca Canyon – einer der tiefsten der Erde – mit seinen Kondor-Beobachtungen ein Muss. Für Trekking-Gipfel-Fans sind die Vulkane Misti oder der technisch einfache Sechstausender Chachani ideale Ziele.

Die beste Reisezeit liegt in der Trockenzeit von Mai bis Oktober, da das Wetter in der Sierra dann am stabilsten ist. Denke aber immer daran, dass die Höhe in den Anden gnadenlos ist und eine gründliche Akklimatisation vor jeder Tour oberste Priorität hat. Die Infrastruktur vor Ort ist hervorragend auf Wanderer eingestellt: Du findest überall zertifizierte Guides, Träger-Teams mit Eseln oder Lamas und kannst technische Ausrüstung problemlos leihen.

Welche Vögel und Tiere kann man während einer Peru-Reise beobachten?

Peru ist ein wahres Paradies für Naturbeobachter, da es zu den Ländern mit der weltweit höchsten Artenvielfalt zählt. Je nachdem, in welcher Region du unterwegs bist, begegnest du völlig unterschiedlichen Tieren:

An der Pazifikküste

Auf den Islas Ballestas (oft als das „Galapagos Perus“ bezeichnet) und in der Region Paracas kannst du massenhaft Meeresbewohner beobachten:

  • Vögel: Pelikane, Blaufußtölpel, Pinguine und Biguascharben.
  • Säugetiere: Riesige Kolonien von Seelöwen und mit etwas Glück auch durchziehende Delfine.

In den Anden (Sierra)

In den Bergen triffst du auf die typischen Symbole der Hochanden:

  • Kondore: Der majestätische Andenkondor lässt sich am besten am „Cruz del Condor“ im Colca Canyon beobachten.
  • Kamele: Lamas und Alpakas begegnen dir fast überall auf Treks; in Nationalparks siehst du zudem die wilden, scheuen Vicuñas.
  • Kleintiere: Häufig triffst du auf Vizcachas (eine Hasenart mit buschigem Schwanz) und verschiedene Kolibriarten.
  • Wasservögel: An Hochlandseen leben Flamingos, Andengänse und Ibisse.

Im Regenwald (Selva)

Besonders im Manu Nationalpark ist die Dichte an exotischen Tieren enorm:

  • Vögel: Farbenprächtige Aras (Macaws), Papageien und Sittiche an Salzlecken sowie Tukane und der rote Felsenhahn (Gallito de las Rocas), der Nationalvogel Perus.
  • Affen: Es gibt hier 13 verschiedene Arten, darunter Brüllaffen, Kapuzineraffen und Wollaffen.
  • Am Wasser: Kaimane, Riesenotter, Schildkröten, Piranhas und sogar seltene rosa Flussdelfine.
  • Seltene Jäger: Mit viel Glück kannst du einen Jaguar, Tapire oder Anacondas sichten.

Vergiss dein Fernglas nicht, besonders für die Vogelbeobachtung ist Peru mit über 1800 Arten einsame Spitze.

Welche Alternativen gibt es zum klassischen Machu Picchu Trail?

Wenn du keine Lust auf die Massen am klassischen Inka Trail hast, gibt es zum Glück ein paar richtig starke Alternativen, die dich ebenfalls ans Ziel bringen.

Hier sind meine Favoriten für dich:

  • Choquequirao-Trek: Das ist der Geheimtipp schlechthin. Choquequirao wird oft als die „verlorene Schwester von Machu Picchu“ bezeichnet. Der Ruinenkomplex ist mindestens so beeindruckend wie sein berühmtes Gegenstück, aber weil man ihn sich hart erwandern muss, triffst du dort nur wenige Leute. Eine besonders abenteuerliche Variante führt über den Yanama Pass direkt weiter bis nach Machu Picchu.
  • Salkantay-Trek: Diese Route ist eine spannende und deutlich ruhigere Alternative. Du bewegst dich auf alten Inkapfaden durch dichten Bergurwald und hast dabei den gewaltigen Salkantay-Gipfel fast immer im Blick.
  • Lares-Trek: Dieser Trek gilt ebenfalls als hervorragender Ersatz. Er punktet vor allem mit kulturellen Begegnungen bei den Huilloq-Indianern in ihren traditionellen Trachten und eignet sich durch die Streckenführung ideal zur Akklimatisation. Am Ende der Tour kannst du bequem mit dem Zug nach Machu Picchu weiterfahren.

Alle diese Wege bieten dir ein deutlich authentischeres Erlebnis fernab des Massentourismus.

Wie anstrengend ist der Rainbow Mountain in Peru?

Unterschätz den Rainbow Mountain (Vinicunca) auf keinen Fall. Mit einer stolzen Gipfelhöhe von 5.040 Metern ist vor allem die extrem dünne Luft eine echte Herausforderung für deinen Körper. Jede Bewegung ist hier oben deutlich mühsamer als im Flachland, weshalb du eine erstklassige Kondition brauchst. Auch wenn viele Touristen auf Pferde oder Motorräder als Aufstiegshilfe ausweichen, bleibt die physische Belastung in dieser Höhe enorm. Ohne eine gründliche Akklimatisation vorab geht dir dort oben ganz schnell die Puste aus.

Welche 6000er kann ich in Peru besteigen?

In Peru hast du die Qual der Wahl, denn das Land beherbergt über 30 Gipfel, die die magische 6000er-Marke knacken.

Der Chachani (6075 m) bei Arequipa ist dein idealer Einstieg, da er technisch unkompliziert ist und du dank Allrad-Unterstützung sehr hoch starten kannst. Ebenfalls als „leichte“ 6000er gelten der Coropuna (6430 m) – der höchste Vulkan Perus – sowie der Ampato (6288 m), auf dem die berühmte Eismumie „Juanita“ gefunden wurde.

Zieht es dich in die Cordillera Blanca, sind der Tocllaraju (6034 m) und der Chopicalqui (6354 m) klassische Ziele, die dir allerdings technisches Können im Steileis abverlangen. Die absolute Krone ist die Besteigung des Huascarán (6768 m), des höchsten Bergs des Landes, für die du eine exzellente Kondition und mindestens sechs Tage Zeit einplanen musst.

Für Liebhaber einsamerer Routen bieten sich der selten bestiegene Hualca Hualca (6025 m) über dem Colca Canyon oder der gewaltige Ausangate (6352 m) bei Cusco an. Suchst du pure Ästhetik, ist der pyramidenförmige Artesonraju (6071 m) ein Traumziel, das jedoch große Erfahrung im steilen Eis voraussetzt.

Welche 5000er in Peru eignen sich zur Akklimatisation?

Wenn du dich auf die ganz großen Riesen wie den Huascarán vorbereiten willst, sind technisch einfache Fünftausender dein Ticket zum Erfolg.

In der Cordillera Blanca bei Huaraz sind der Urus (5.492 m) und der Ishinca (5.541 m) im Ishincatal die absoluten Klassiker zur Vorbereitung. Diese beiden Berge gelten als technisch unkompliziert und dienen als optimales Training für anspruchsvollere Sechstausender.

Der Nevado Pisco (5.752 m) ist einer der begehrtesten Panoramagipfel und die ideale Hochtour, um dich auf extreme Höhen vorzubereiten. Er bietet dir echtes Gletscher-Feeling, ist aber auch für weniger erfahrene Alpinisten mit guter Fitness machbar.

Weitere lohnende Ziele für deine Akklimatisation sind:

  • Vallunaraju (5.686 m): Ein markanter Doppelgipfel nahe Huaraz, der als ideal für die Höhenanpassung beschrieben wird.
  • Pastoruri (5.300 m): Dieser Berg wird oft für Eiskletterübungen und zur Gewöhnung an die dünne Luft genutzt, da du bis auf 4.800 Meter mit dem Fahrzeug hochfahren kannst.
  • Diablo Mudo (5.223 m): In der Cordillera Huayhuash ist dies einer der leichtesten Fünftausender und perfekt geeignet, um deinen Körper zu testen.
  • Huayruro Punco (5.550 m): Wenn du in der Region Cusco unterwegs bist, ist dieser Gipfel eine gute Wahl, da er je nach Verhältnissen oft ohne schwere Eisausrüstung bestiegen werden kann.

Vergiss nicht, dass auch diese "einfachen" Berge in dieser Höhe ernstzunehmende Ziele sind und eine solide Grundkondition erfordern.

Wie schwierig ist die Besteigung des Alpamayo?

Die Besteigung des Alpamayo (5.949 m) gilt als ein technisch sehr anspruchsvolles Ziel für erfahrene Bergsteiger. Der Berg ist eine perfekt geformte Eispyramide, die dir steile und schwierige Routen abverlangt. Auf der klassischen Ferrari-Route musst du eine 75 Grad steile Wand aus Eis und Schnee bezwingen. Dieser Aufstieg durch eine schwierige Rinne führt dich direkt unter den Gipfel und fordert deine volle Konzentration. Auch den anschließenden Abstieg darfst du keinesfalls unterschätzen, da er als besonders heikel beschrieben wird. Für dieses Abenteuer solltest du neben technischem Können im Steileis auch eine erstklassige körperliche Fitness mitbringen.

Welche 6000er kann man in der Cordillera Blanca besteigen?

In der Cordillera Blanca hast du eine gewaltige Auswahl, denn dort ragen insgesamt 31 Gipfel über die magische 6.000-Meter-Marke. Hier sind die wichtigsten Hochkaräter für dein Bergabenteuer:

  • Huascarán (6.768 m): Er ist der unangefochtene König der peruanischen Anden und der höchste Berg der Tropen. Die Besteigung ist eine echte Expedition und verlangt dir einiges ab.
  • Chopicalqui (6.354 m): Diese beeindruckende Firnpyramide liegt direkt gegenüber dem Huascarán und bietet dir einen der besten Aussichtsbalkone der Region.
  • Nevado de Copa (6.188 m): Er gilt als einer der technisch leichteren Sechstausender der Cordillera Blanca, allerdings haben sich die Wegverhältnisse dort in letzter Zeit negativ verändert.
  • Artesonraju (6.071 m): Wegen seiner fast perfekten Pyramidenform ist er ein begehrtes Fotomotiv, erfordert aber beim Aufstieg viel Erfahrung im steilen Eis.
  • Tocllaraju (6.034 m): Ein sehr beliebter, aber anspruchsvoller Eisgipfel im Ishincatal, der oft als krönender Abschluss nach der Akklimatisation auf 5.000ern wie dem Urus oder Ishinca bestiegen wird.

Beachte bei deiner Planung, dass die Gletscherrückgänge durch die Klimaerwärmung die Bedingungen an diesen Riesen ständig verändern. Eine exzellente Kondition und fundierte Hochgebirgserfahrung sind für alle diese Gipfel Pflicht.

Was ist besonders am Titicacasee?

Der Titicacasee ist ein Ort der Superlative und Mythen, den du bei einer Reise durch Peru nicht auslassen solltest. Er liegt auf einer stolzen Höhe von etwa 3.800 Metern und gilt als der höchste schiffbare See der Welt. Um dir die Ausmaße vorzustellen: Er ist etwa 16-mal so groß wie der Bodensee.

Das macht den See so besonders:

  • Wiege der Inka: Für die einheimische Bevölkerung ist der See heilig, da er der Legende nach der Ursprung des Inkareiches ist.
  • Schwimmende Inseln: Weltberühmt sind die Inseln des Volkes der Uru, die komplett aus Schilf gebaut sind und auf dem Wasser treiben.
  • Einzigartige Kultur: Auf der Insel Taquile triffst du auf die „strickenden Männer“, während die Insel Amantani ein sehr ursprüngliches, fast mediterranes Flair bietet.
  • Spektakuläres Panorama: Das tiefblaue Wasser bildet einen wahnsinnigen Kontrast zu den schneebedeckten Eisriesen der bolivianischen Königskordillere, die du am Horizont sehen kannst.
  • Ideale Akklimatisation: Da der See so hoch liegt, ist ein mehrtägiger Aufenthalt dort oben perfekt, um deinen Körper an die dünne Luft zu gewöhnen, bevor du höhere Gipfel wie den Chachani in Angriff nimmst.

Welche Trekking-Routen in Peru sind besonders?

In Peru hast du die Qual der Wahl, denn das Land bietet über 40 verschiedene Routen. Hier sind die Treks, die aus meiner Sicht besonders hervorstechen:

  • Choquequirao-Trek: Er gilt als der absolute Geheimtipp und führt zur „verlorenen Schwester“ von Machu Picchu. Da kein Fahrweg zu den Ruinen führt, musst du dir den Anblick hart erwandern, wirst aber mit Einsamkeit und spektakulären Tiefblicken belohnt.
  • Cordillera Huayhuash: Diese Runde gilt weltweit als eine der spektakulärsten Trekkingrouten überhaupt. Du wanderst tagelang in absoluter Abgeschiedenheit zwischen vergletscherten Sechstausendern und türkisblauen Bergseen.
  • Santa Cruz Trek: Der Klassiker in der Cordillera Blanca ist deutlich weniger überlaufen als der Inka-Trail. Er bietet dir atemberaubende Ausblicke auf Ikonen wie den Alpamayo und führt über fast 5.000 Meter hohe Pässe.
  • Ausangate-Runde & Rainbow Mountain: Diese Route ist landschaftlich einzigartig durch die bunten Sedimentschichten der Berge und die Nähe zum heiligen Eisriesen Ausangate. Besonders das Valle Rojo bietet abseits der Massen spektakuläre Farbspiele.
  • Lares-Trek: Wenn du dich für die lebendige Kultur der Anden interessierst, ist dieser Weg ideal. Er führt durch das Gebiet der Huilloq-Indianer und eignet sich wegen der moderaten Steigerung perfekt zur Akklimatisation.

Was sind die Hotspots für Bergsteiger in Peru?

Wenn du in Peru hoch hinaus willst, kommst du an drei großen Regionen nicht vorbei, die für uns Bergsteiger echte Sehnsuchtsorte sind.

1. Huaraz: Das Herz der Cordillera Blanca

Huaraz ist das unbestrittene Zentrum und Basislager für die spektakulärsten Touren. Von hier aus startest du in die Cordillera Blanca, die mit über 30 Sechstausendern und dem Huascarán (6.768 m) – dem höchsten Berg des Landes – beeindruckt. Ein absolutes Muss für Ästheten ist der Alpamayo, der wegen seiner perfekten Eispyramide oft als schönster Berg der Welt bezeichnet wird. Für den Einstieg oder zum Akklimatisieren ist der Nevado Pisco mit seinem gewaltigen Panorama ideal.

2. Cordillera Huayhuash: Wild und unberührt

Südlich der Blanca liegt die deutlich abgelegenere Cordillera Huayhuash. Sie gilt unter Kennern als eine der spektakulärsten Gebirgsgruppen der Welt und beherbergt mit dem Yerupajá (6.634 m) den zweithöchsten und einen der gefährlichsten Gipfel Perus. Die Region ist vor allem für ihre anspruchsvollen Umrundungen und die unberührte Hochgebirgsnatur bekannt.

3. Arequipa: Das Land der Vulkane

Im Süden Perus ist die Stadt Arequipa dein Sprungbrett zu den gewaltigen Vulkankegeln. Der Chachani (6.075 m) ist hier der Star für alle, die ihren ersten Sechstausender knacken wollen, da er technisch als einer der leichtesten der Welt gilt. Direkt über der Stadt thront zudem der formschöne Misti, dessen Besteigung zwar kein Gletscherwissen, aber eine ordentliche Portion Kondition erfordert.

4. Cusco & Cordillera Vilcanota

Abseits der Inka-Ruinen bietet die Region um Cusco mit der Cordillera Vilcanota ein erstklassiges Revier. Der heilige Eisriese Ausangate (6.352 m) dominiert hier die Szenerie und bietet eine der abgelegensten und gewaltigsten Expeditionen des Landes. Zudem locken hier technisch einfache, aber landschaftlich reizvolle Fünftausender wie der Huayruro Punco.