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6000er, Vulkane, Salzseen und Geysire • Bergsteiger-Reise • Chile • Bolivien (17 Tage)

6000er, Vulkane, Salzseen und Geysire Chile/Bolivien Bergsteiger-Reise
Die bunten Berge von Suriplaza - 5000er im Norden von Chile

Bergsteigerreise in Chile und Bolivien: Vulkane, 6000er, Geysire und Salzseen

Von Sajama aus gehen wir dann die beiden bergtechnisch einfacheren 6000er Acotango und Parinacota an. 

Bergsteigerreise vom Norden Chiles nach Bolivien. Unser Ausgangspunkt heißt Putre. Wir besuchen von hier aus den Salar de Surire und den Lauca Nationalpark. Gut akklimatisiert besteigen wir den Guane Guane, den Cerro Milagro und die Nevados de Putre mit dem Taapaca. Danach besteigen wir die beiden bergsteigerisch relativ einfachen 6000er Acotango und Parinacota

Wir besuchen den Lauca Nationalpark, den Salar de Surire und besteigen die Nevados de Putre

Unsere Akklimatisation beginnt im Bergdorf Putre von wo aus wir den Cerro Milagro, den Cerro Surunche, den Vulkan Guane Guane, den gigantischen Taapaca  und einen der bunten Berge über Suriplaza besteigen. Zwischendrin werden immer mal Erholungstage eingebaut. Dabei baden wir in den Termen von Jurasi, beobachten die Andenfauna an der Laguna Chungara und besuchen den Salzsee Salar de Surire. Der erste Gradmesser ist der fast 6000er Taapaca.  

Danach überqueren wir die Grenze nach Bolivien und besuchen die Hochlandlagunen unter den Condoriris. Dabei kommen wir auch an einem sprudelnden Geysirfeld vorbei. Den krönenden Abschluss bilden die beiden 6000er Vulkane Acotango und Parinacota.

Zwar startet unsere Tour im sonnigen Küstenort Arica, aber wir starten gleich durch in die Kälte. Genau genommen nach Putre, wo wir auf luftigen 3500m mit hohem Akklimatisierungseffekt übernachten.Am ersten Tag steigen wir nicht viel weiter hoch: Direkt von Putre aus erwandern wir den 3878 m hohen Cerro Surunche, ein idealer Einstiegsberg mit grandioser Rundsicht. Unser nächstes Ziel ist der Cerro Milagro oberhalb der Termen von Jurasi, wo wir auch baden können. Nach der Tierbeobachtung an der Laguna Chungara besteigen wir den ersten 5000er, den Guane Guane. Es folgen die grandiosen bunten Berge von Suriplaza und eine Wanderung am Salar de Surire. Unser höchstes Gipfelziel in Chile ist der 5800m messende Taapaca, ein echter Gradmesser. Danach wechseln wir nach Bolivien hinüber, genauer gesagt nach Sajama. Als erstes stehen hier die Hochland-Lagunen auf dem Programm. Wir wandern zwischen Quinual Bäumen, Viscachas und Vicunias an sprudelnden Geysiren vorbei, zu 2 malerischen Bergseen. Danach folgt endlich der erste 6000er: Mit 6064m bildet der Acotango einen grandiosen Aussichtspunkt. Noch höher ist der ebenmäßige Paradevulkan Parinacota mit 6332m, der nochmal deutlich anstrengender ist. Wer möchte kann sich optional noch am Sajama versuchen, Boliviens höchstem Berg.

Wer möchte kann optional noch den Sajama dranhängen.

Highlights

  • Arica
  • Putre
  • Guane Guane
  • Jurasi
  • Lauca
  • Suriplaza
  • Laguna Chungara
  • Salar de Surire
  • Taapaca
  • Sajama Nationalpark
  • Acotango
  • Parinacota
  • Cerro Milagro

Dauer dieser Tour: 17 Tage

Unser nächsten Termine

  • 04.05. bis 19.05.2026
  • 06.10. bis 21.10.2026
  • 04.02. bis 19.02.2027
  • 04.05. bis 19.05.2027
  • 06.10. bis 21.10.2027

Gerne führen wir diese Tour auch zu Ihrem individuellen Wunschtermin durch.

Preise (pro Person)

  • Ab 2 Personen: 3495 Euro
  • Ab 4 Personen: 3245 Euro
  • Ab 6 Personen: 3145 Euro

Eingeschlossene Leistungen

  • Unsere Leistungen
  • Flughafentransfer
  • Bus- und Taxitransfers im Land
  • Alle Übernachtungen in einfachen landestypischen Unterkünften und Zelten
  • Organisation der Besteigung des von Parinacota und Acotango mit Führer, Verpflegung, Anfahrt und Leihausrüstung
  • Anfahrt und auf Wunsch besorgen von Leihausrüstung
  • Reiseleitung vor Ort
  • Alle Nationalparkeintritte
  • Geführte Wanderungen
  • Transporte mit Mietwagen

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Flug
  • Reiseunfall- und Krankenversicherung
  • Reisegepäcks- und Reiserücktrittskostenversicherung
  • Ausreisesteuer am Flughafen
  • Nicht ausgeschriebene Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder
  • Ausgaben des persönlichen Bedarfs

Teilnehmerzahl

  • Mindestens: 2
  • Maximal: 10

Weitere Infos

  • Eine gute allgemeine Fitness ist für diese Tour gewünscht und sehr von Vorteil.

Wir bieten ein umfangreiches Angebot an Tourbausteinen, die mit dieser Reise kombiniert werden können:

1. Reisetag: Ankunft in Arica

Nach unserer Ankunft in Arica,vermutlich von Santiago aus fahren wir gleich weiter nach Putre hinauf. Unsere erste Nacht auf 3500 Metern wird vielleicht etwas anstrengend, leitet aber gleich die wichtige Akklimatisationsphase ein.
► Ca. 2 Stunden Auffahrt. Hotel: Cumbre real oder gleichwertig. (-/-/-)

Parinacota-Lauca

2. Reisetag: Cerro Surunche von Putre

Heute starten wir direkt von unserem Hotel in aus zum Cerro Surunche (3878m). Wir steigen also nicht zu weit hinauf, der Anstieg ist allmählich. Auf der Tour durchwandern wir eine tiefe Schlucht und urtümliche Halbwüstenlandschaften mit Kakteen und wenig Bewuchs. Am Gipfel sehen wir die gewaltigen Nevados de Putre, eines unserer späteren Ziele direkt vor uns aufragen. Selbst der Anstiegsweg lässt sich schon gut studieren von hier aus. Wer noch Energie hat kann noch einen zweiten, etwas niedrigeren Gipfel mitnehmen bevor wir ohne Hetze zum Hotel zurück kehren.
► Ca. 600 Hm mit Gegenanstiegen. Gehzeit um die 5 Stunden. Hotel Cumbrereal. (F/-/-)

3. Reisetag: Laguna Chungara

Wanderung am Chungara See, mit wenig Höhenunterschieden aber vielen Flamingos, Viscachas, Llamas und Vicunias. Hierbei koennen wir alle grossen Vulkanberge der Region direkt vor uns aufragen sehen und natürlich auch fotografieren. Am nächsten ragt der Parinacota mit seiner makellosen Eiskappe vor uns auf, aber auch Guallatire, Acotango, Umurata und Capurata spiegeln sich direkt in dem tiefblauen See. Selbst der noch höhere Sajama schiebt sich aus dem nicht allzu fernen Bolivien ins Bild. Der See liegt auf gut 4600 Metern, weshalb wir heute nicht grossartig weiter aufsteigen sondern uns grösstenteils am Seeufer bewegen. Wir schlafen dann wiederum 1000 Meter niedriger in Putre, was etwa eine Stunde Rückfahrt bedeutet.
► Gut eine Stunde Anfahrt. Wanderung auf 4600m mit nur kleinen Anstiegen. Hotel Cumbrereal. (F/-/-)

Salar-de-Surire-5000er

4. Reisetag: Von den Thermen Jurasi

Eine Wanderung von den Thermen Jurasi aus auf zwei gut 4800m hohe namenlose Felsgipfel. Ca 1000 Höhenmeter benötigen wir um die beiden vielfarbigen Berggestalten jeweils zu überschreiten. Unsere Wanderung führt durch eine abwechslungsreiche Schlucht mit interessanten Gesteinsformationen und weiter oben auch prachtvollen Ausblicken.. Den Abschluss der Tour bildet ein Bad in den Thermen von Jurasi. Nach Putre zurück sind es von hier aus nur noch 20 Minuten mit dem Auto.
► Ca. 6-7 Stunden Gehzeit. Ca. 1000 Hm. Cumbrereal. (F/-/-)

5. Reisetag: Cerro Guane Guane 5.050 m

Der Cerro Guane Guane ist ein leichter 5000er über dem Pass nach Bolivien und bietet unbeschreibliche Ausblicke auf die nahegelegenen Pomerape, Parinacota, Umurata, Acotango, Capurata und Guallatire.Etwa 800 Höhenmeter Aufstieg liegen vor uns, der Weg ist problemlos zu begehen. Zum Abschluss des Tages besuchen wir noch das Dorf Parinacota bevor wir gut eine Stunde nach Putre zurückfahren.
► Ca. 5-6 Stunden Gehzeit. Ca. 800 Hm. Hotel Cumbrereal. (F/-/-)

6. Reisetag: Salar de Surire

Wir fahren heute gute 2 Stunden von Putre über eine staubige Piste am Dorf Guallatire vorbei zum weiss glänzenden Salar de Surire. Mit etwas Glück sind die seltenen Nandus vom Auto aus zu bewundern. Nachdem wir ausgiebig Fotos der umliegenden Berge, Vicunas und Flamingos gemacht haben wandern wir auf den weiß glänzenden Salzsee hinaus. daanch sollte noch Zeit sein für eine kurze Wanderung mit Blick auf die Salzwüste.
Leider ist das nahe gelegene Conaf Refugio nicht mehr für Gäste zugänglich und Campen verboten. daher fahren wir die knapp 3 Stunden zurück nach Putre.
► Ca. 3 Stunden Anfahrt. Insgesamt um die 3 Stunden Wanderzeit. Hotel Cumbrereal. (F/-/-)

Umurata-Acotango-Capurata

7. Reisetag: Suriplaza - die Bunten Berge (Cerro Cosapilla (5334m)

Suriplaza ganz im Norden Chiles, in der Provinz Tarapaca gelegen, ist noch ein Geheimtipp im Andenraum. Während die Rainbow Mountains um Cusco innerhalb kurzer Zeit von nahezu unbekannt zum Klassiker wurden, sind die Berge um Suriplaza noch nicht aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Sehr selten werden sie, vor allem von Putre aus, angefahren und erwandert.
Dabei handelt es sich um eines der absoluten Highlights Chiles, wenn nicht Südamerikas.
Nach 1,5 bis 2 Stunden staubiger Anfahrt auf brauchbaren Wegen von Putre aus versetzt uns das Schlußstück der Anfahrt bereits in eine andere Welt. Zwar fahren wir immer noch über sandige Fahrspuren, erstaunlicherweise mit weniger Schlaglöchern als die vorherigen Wege, aber diese leuchten in tiefstem Orange. Nun tauchen auch die ersten der bunt gefärbten Berge vor uns auf. Meistens namenlos und ohne sichtbare Aufstiegsspuren, bieten sie noch wirkliches Neuland. Auf ca. 4500m Höhe erreichen wir eine rundliche Ebene mit überraschend grünen Facetten, aber vor allem vielfältig gefärbten Gesteinselementen. Zwischentöne wie Geld oder Grau natürlich inklusive. Alles in allem ein atemberaubender Anblick. Ein Farbenspektakel der Extraklasse in fast völlig unbekanntem Terrain.
Nun lässt sich das Erlebnis natürlich noch weiter steigern: Wir steigen einem der Hochgipfel auf das bunt gefärbte Dach. Ideal ist der Cerro Cosapilla, welcher direkt über der Hochebene liegt und somit leicht zu erreichen ist. Zuerst mühen wir uns durch weglose, aber flache Schutthänge auf seinen Grat zu. Dann wird es steil. Wir halten uns rechts und erreichen - durch steile, immerhin schon rötliche Schuttfelder - den langgezogenen Grat. Dieser leitet uns über ein paar sehr steile Aufschwünge direkt zum Gipfel des Cerro Cosapilla. Auf gut 5300m werden sämtliche Hochgipfel der Region sichtbar. Die allgegenwärtigen Nevados de Putre und der mächtige Tacora, schon halb in Peru, ragen heraus. Mit Sajama, Parinacota, Pomerape, Acotango, Guallatire und Capurata befinden sich zudem gleich 6 6000er in unserem Blickfeld.
Danach bleibt uns die Rückfahrt nach Putre, wo wir erneut übernachten..
► Knapp 2 Stunden Anfahrt. Insgesamt um die 5 Stunden Wanderzeit, ca. 800 Hm. Hotel Cumbrereal. (F/-/-)

8. Reisetag: Ruhetag Putre

Heute ruhen wir uns in Putre aus. Wer möchte, kann nochmal die heißen Quellen besuchen oder auch etwas Wandern.
► Hotel Cumbrereal. (F/-/-)

9. Reisetag: Cerro Taapaca 5775m

Heute besteigen wir einen der markant aufragenden Nevados de Putre. Nach einer eher kurzen Anfahrt von einer guten Stunde erwartet uns steiler, rutschiger Schutt. Mühsame Grate begleiten uns beim ca.1100 Höhenmeter umfassenden Aufstieg, machen den Abstieg aber zum reinen Abfahrtsvergnügen. Der Berg bietet fantastische Fernblicke bis hin zu den peruanischen Paradevulkanen Misti und Chachani die alle Mühen vergessen lassen. Nach der Rückfahrt Übernachten wir noch einmal in Putre.
► Knapp 1 Stunde Anfahrt. Insgesamt um die 8 Stunden Wanderzeit, gut 1000 Hm. Hotel Cumbrereal.(F/-/-)

10. Reisetag: Fahrt Sajama

Heute müssen wir 2 lästige Grenzübergänge überwinden um ins bolivianische Sajama zu kommen wo wir auch übernachten werden. Dafür bietet die Landschaft einiges, wir durchqueren den berühmten Lauca Nationalpark mit Blick auf alle grossen Vulkane der Umgebung. Dazu dann später den Sajama Nationalpark wo wir die Berge von der bolivianischen Seite bewundern können. Reine Fahrzeit haben wir nur ca.2  Stunden, aber der Grenzübertritt raubt zusätzlich Zeit.
► Einfache Unterkunft in Sajama. (F/-/A)

Vulkan-Parinacota

11. Reisetag: Wanderung in Richtung Condoriris

Auf unserer heutigen Wanderung treffen wir fast alle typischen Merkmale des Sajama Nationalparkes an. Llamas, Vicunas, heisse Quellen, die berühmten Quinual Bäume und sogar Geysire liegen am Weg. Der Endpunkt ist ein idyllischer See unter den Condoriribergen. Wir steigen ca. 800 Höhenmeter zum See auf.
► Kurze Anfahrt ca 20 Minuten. 4-5 Stunden Gehzeit, knapp 600 Hm. Einfache Unterkunft in Sajama. (F/M/A)

12. Reisetag: Acotango 6080m

Heute besteigen wir unseren ersten 6000er der Tour, den ruhenden Vulkan Acotango. Mit dem Jeep oder Minibus fahren auf 5300m und beginnen von dort mit der Besteigung.
Nun wird es ernst, Morgens um 5 starten wir von Sajama aus und machen uns bald, manchmal im Scheine unserer Stirnlampen auf den zuerst einmal recht flachen Weg. Nach und nach wird der Anstieg steiler, später gekrönt von einem aussichtsreichen Gratanstieg. Der Schlussteil ist zwar meistens vereist aber nirgends wirklich schwierig, so dass wir bald den aussichtsreichen Hochgipfel erreicht haben. Wir genießen das nicht enden wollende Gipfelpanorama mit dem Riesenklotz des Sajama und dem ebenmäßigen Parinacota. Direkt vor uns erhebt sich der dampfende Kegel des Guallatiri, ein aktiver, ebenfalls über 6000 Meter hoher Eisvulkan.
► Anfahrt ca 80 Minuten. 6-7 Stunden Gehzeit, knapp 800 Hm. Einfache Unterkunft in Sajama. (F/M/A)

Salar-de-Surire

13. Reisetag: Ruhetag

Heute erholen wir uns im Dorf Sajama. Es gibt heisse Quellen und leichte Wandermöglichkeiten.
► Einfache Unterkunft in Sajama. (F/M/A)

14. Reisetag: Parinacota Gipfel

Den Sonnenaufgang hingegen erleben wir nicht mehr vor den Zelten, denn dann sind wir schon ein paar Stunden unterwegs. Um Mitternacht werden wir für ein kurzes Frühstück in kalter Umgebung geweckt. Kurz danach geht es in Richtung Krater. Zwar nur mäßig steil ist das Gelände, aber sehr mühsam. Bald können die Steigeisen angelegt werden, wirklich anspruchsvolle Eispassagen stellen sich uns aber nirgends in den Weg. Fast etwas monoton wirkt der Anstieg manchmal, doch dafür ist die Aussicht umso interessanter - wenn es nicht zu dunkel ist. Sehr anstrengend wird das Ganze bei Neuschnee, der ist aber zum Glück hier selten. Gut 6 Stunden später ist der Kraterrand geschafft, die Sonne dürfte auch so langsam aufgehen. Welch ein Schauspiel mit strahlenden Eisflächen und grandiosen Lichtspielen, bevor wir den Lohn für die Mühen, den gewaltigen Gipfelblick genießen können. Vor allem der nahe gelegene Sajama beherrscht die Szenerie, doch es fallen noch zahlreiche weitere Vulkane ins Auge. Besonders imposant wirkt der benachbarte Pomerape, der fast gleich hohe Zwillingsgipfel des Parinacota. Abgestiegen wird zuerst bis zum Hochlager, welches wir zusammenpacken und dann weiter zu unserem Fahrzeug absteigen. Diese bringt uns noch zu den benachbarten heißen Quellen, wo ein entspannendes Bad ansteht. Später werden wir uns in dem Ladenrestaurant einmieten, wo es mittlerweile recht ordentliche Zimmer gibt.
► 1100 hm und 8-10 Stunden Gehzeit. 1 Stunden Rückfahrt nach Sajama und 4 Stunden nach La Paz. (F/M/-)

Acotango

15. Reisetag: Reservetag

Der heutige Tag steht zur Verfügung falls der Parinacota auf wettertechnischen oder gesundheitlichen Gründen am Vortag nicht gemacht werden konnte. Wenn er nicht gebraucht wird, kann dieser Tag in La Paz oder rund um La Paz verbracht werden.
► (F/-/-)

16. Reisetag: Fahrt nach La Paz oder auf Wunsch nach Arica

Der Rückflug kann wahlweise von La Paz in Bolivien oder dem chilenischen Arica erfolgen. Nach Arica können wir an der bolivianischen Grenzstation Tambo Quemado in einen Bus einsteigen, nach La Paz fahren wir selbst. Wird der Tag nicht gebraucht, kann eine Stadtführung in La Paz organisiert werden.
► (F/-/-)

Parinacota

17. Reisetag: Rückflug

Der traurigste Tag der Tour denn nun geht es nach Deutschland zurück. Meistens mit Zwischenstopp in Madrid geht es zurück nach Hause. Vorher aber überfliegen wir noch mal Bolivien. Interessante Tiefblicke auf die Anden und das Amazonasgebiet rufen uns die vielen außergewöhnlichen Erlebnisse auf der Tour noch mal in Erinnerung und bieten reichlich Nahrung für neue Reiseideen und Tourenpläne. Es muss ja nicht das letzte Mal Südamerika gewesen sein.
► (F/-/-)

Wer möchte kann noch den höchsten Gipfel Boliviens anhängen, den 6542 m hohen Sajama. Dieser Berg ist technisch anspruchsvoller und fordert 3-4 Tage zusätzlich.


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Fragen zu Chile beantwortet:


Wie gut ist die Infrastruktur für Reisen in Chile?

Wenn du eine Reise nach Chile planst, kannst du dich auf eines der wirtschaftlich und sozial stabilsten Länder Südamerikas freuen. Das Land gilt als sicher, ist gut organisiert und verfügt über eine Infrastruktur, die für uns Bergsteiger und Trekker wirklich ordentlich funktioniert.

Unterwegs auf der Straße und in der Luft

Da Chile über 4.200 Kilometer lang ist, spielt der Flugverkehr eine zentrale Rolle, um schnell zwischen den Regionen wie der Atacama im Norden und Patagonien im Süden zu wechseln. Die wichtigsten Drehkreuze sind Santiago, Puerto Montt und Punta Arenas, die von Linien wie LATAM oder Sky Airline bedient werden.

Wenn du lieber am Boden bleibst, ist der Überlandbus dein wichtigster Begleiter, da das Schienennetz für den Personenverkehr kaum noch eine Rolle spielt [Quelle 15]. Das Bussystem ist privat organisiert, extrem gut ausgebaut und zuverlässig [Quelle 15]. Für lange Strecken, etwa von Santiago nach Copiapó, solltest du die „Bus Cama“-Klasse (Liegebusse) buchen, in denen du fast wie in einem Bett schlafen kannst und oft sogar Mahlzeiten serviert bekommst [393, Quelle 15]. In den Städten wie Santiago nutzt du das bargeldlose „Transantiago“-System mit Prepaid-Karten, während in den Provinzen die kleineren „Micros“ und die praktischen „Colectivos“ (Sammeltaxen) dominieren.

Das Straßennetz ist vor allem in Mittelchile modern. Die Panamericana (Ruta 5) ist von La Serena bis Puerto Montt als Autobahn ausgebaut. In abgelegenen Regionen wie der Atacama oder Teilen Patagoniens musst du jedoch mit Schotter- und Erdpisten rechnen, für die ein Geländewagen oft unverzichtbar ist.

Kommunikation und Digitales

In Sachen Digitalisierung ist Chile weit vorne: Über 94 Prozent der Einwohner nutzen das Internet. Anbieter wie ENTEL oder Telefonica betreiben ein nahezu flächendeckendes Mobilfunknetz, was die Navigation und Planung vor Ort erleichtert. In den Städten findest du problemlos Geldautomaten, die gängige Kreditkarten und oft auch Girokarten (mit Redbanc-Symbol) akzeptieren. Bargeld tauschst du am besten in offiziellen Wechselstuben („Casa de Cambio“) in den Städten um, da dort die Kurse meist besser sind als an Flughäfen.

Unterkunft und Versorgung

Die Bandbreite an Unterkünften reicht von modernen Mittelklassehotels in den Städten bis hin zu sehr einfachen, landestypischen Herbergen oder Zelten bei Expeditionen. In beliebten Trekkinggebieten wie dem Torres del Paine Nationalpark gibt es ein gut organisiertes Netz aus Berghütten (Refugios) mit Mehrbettzimmern und Verpflegung. An extremen Bergen wie dem Ojos del Salado dienen einfache Containerhütten oder Zeltlager als Basislager.

Ein paar praktische Dinge solltest du beachten: Die Netzspannung beträgt 220 V, wobei deutsche Stecker in Typ-C-Dosen passen, für Typ-L-Dosen aber ein Adapter nötig ist. Das Leitungswasser solltest du nicht direkt trinken, sondern nur abgekocht verwenden, um Durchfallerkrankungen zu vermeiden. Die medizinische Versorgung ist in den Städten sehr gut, in abgelegenen Bergregionen musst du jedoch auf Selbstversorgung eingestellt sein.

Nationalparks und Naturschutz

Die chilenische Forstbehörde CONAF verwaltet eine Vielzahl von Nationalparks und Reservaten. Für viele Parks, wie den Torres del Paine oder den Vicente Pérez Rosales, musst du Eintrittsgebühren zahlen und dich teilweise vorab registrieren. Die Infrastruktur innerhalb der Parks ist meist auf sanften Tourismus ausgelegt, mit markierten Wanderwegen und ausgewiesenen Campingplätzen.


Welcher Berg in Chile ist der höchste?

Wenn du nach dem absoluten Gipfel in Chile suchst, landest du unweigerlich beim Ojos del Salado. Mit seinen 6.893 Metern (je nach Quelle auch 6.891 oder 6.895 Meter) ist er der unangefochten höchste Berg des Landes. Er thront in der trockenen Atacama-Wüste im Norden Chiles, direkt auf der Grenzlinie zu Argentinien.

Dieser Riese ist aber weit mehr als nur eine nationale Nummer eins: Er gilt weltweit als der höchste aktive Vulkan. In der gesamten westlichen Hemisphäre muss er sich in Sachen Höhe nur dem argentinischen Aconcagua geschlagen geben, was ihn zum zweithöchsten Berg des amerikanischen Kontinents macht.

Alpinistisch ist der Ojos del Salado ein Berg der Extreme. Da es in der Hochwüste so gut wie nie regnet oder schneit, gibt es am Berg fast keine nennenswerte Gletscherbildung, was den Aufstieg technisch gesehen über weite Strecken eher einfach macht. Die wirklichen Herausforderungen sind die verdammt dünne Luft in fast 7.000 Metern Höhe, die extreme Kälte von bis zu -30 °C und der oft stürmische Wind. Erst ganz am Ende wird es technisch anspruchsvoller: Auf den letzten 50 Höhenmetern zum Gipfel musst du im Fels Hand anlegen und eine ausgesetzte Kletterpassage im zweiten Schwierigkeitsgrad meistern.


Wie schwierig ist die Besteigung der Anden in Chile?

Chile erstreckt sich über 4.200 Kilometer und so unterschiedlich wie die Klimazonen sind auch die Anforderungen an uns Bergsteiger. Von technisch unkomplizierten Vulkankegeln im Norden bis hin zu anspruchsvollen Eistouren im Zentrum ist alles dabei.

Hier ist ein Überblick, was dich in den verschiedenen Regionen erwartet:

Die Giganten der Atacama: Höhe schlägt Technik

Im Norden Chiles, in der extrem trockenen Atacama-Wüste, dominieren die ganz hohen 6.000er. Das Besondere hier: Aufgrund des extrem ariden Klimas gibt es kaum Gletscher, weshalb viele Berge technisch eher als „einfach“ gelten. Aber lass dich davon nicht täuschen – die wirklichen Gegner sind die enorme Höhe, die brutale Kälte und der oft stürmische Wind.

  • Ojos del Salado (6.893 m): Er ist der höchste Berg Chiles und der höchste aktive Vulkan der Erde. Der Aufstieg ist über weite Strecken technisch unschwierig und führt über Schuttwege und Aschefelder. Die wahre Herausforderung sind die dünne Luft und Temperaturen bis -30 °C. Erst auf den letzten 50 Höhenmetern zum Gipfel musst du im Fels Hand anlegen – eine ausgesetzte Kletterei im zweiten bis dritten Schwierigkeitsgrad, die auf fast 7.000 Metern ordentlich Konzentration verlangt.
  • Llullaillaco (6.740 m): Dieser Berg ist geschichtsträchtig und gilt als höchste archäologische Stätte der Welt. Technisch ist er unkompliziert, aber der lange Aufstieg durch steile Schuttflanken bei extremer Abgeschiedenheit und heftigen Höhenstürmen fordert dich körperlich voll heraus.
  • Technisch leichtere 6.000er: Berge wie der Acotango (6.080 m) oder der Barrancas Blancas (6.019 m) sind ideal für den Einstieg in diese Höhe. Am Acotango kannst du sogar mit dem Jeep bis auf 5.300 Meter hinauffahren, was den eigentlichen Fußmarsch deutlich verkürzt.

Das Seengebiet: Feuer, Eis und steile Flanken

Weiter südlich, im chilenischen Seengebiet, ändert sich der Charakter der Touren komplett. Hier sind die Berge zwar niedriger, aber oft vergletschert und technisch anspruchsvoller.

  • Vulkan Villarrica (2.840 m): Eine klassische, mittelschwere Tagestour. Du wanderst zunächst über Lavagestein und dann über Firnfelder zum Kraterrand. Es ist technisch nicht extrem, verlangt aber eine gute Grundkondition für ca. 1.300 Höhenmeter. Das Highlight ist der Blick direkt in die brodelnde Lava.
  • Vulkan Osorno (2.652 m): Er ist die deutlich größere Herausforderung im Vergleich zum Villarrica. Der Osorno ist eine ernsthafte Eistour mit Spaltenzonen und bis zu 50 Grad steilen Flanken im Gipfelbereich. Hier sind Eispickel, Steigeisen und das Gehen am Seil absolute Pflicht.

Zentralchile: Die Hausberge Santiagos

In der Nähe der Hauptstadt Santiago findest du Touren, die perfekt zur Akklimatisation oder für kurze, intensive Abenteuer geeignet sind.

  • Cerro Plomo (5.424 m): Der Hausberg von Santiago ist technisch unschwer, aber berüchtigt für das Auftreten der Höhenkrankheit, weil viele den Aufstieg zu schnell angehen. Er bietet jedoch ein großartiges Panorama bis hin zum Aconcagua.
  • Vulkan San José (5.856 m): Ein technisch leichter 5.800er, der sich ideal als Vorbereitung für die ganz hohen Gipfel eignet.
  • Cerro Marmolejo (6.108 m): Als südlichster 6.000er der Welt ist er eine Expedition für sich. Da der Anmarsch extrem lang ist und man sich komplett selbst versorgen muss, wird er in der Szene „Very, very far away“ genannt.

Was die Schwierigkeit wirklich bestimmt

Unabhängig vom gewählten Gipfel gibt es in den chilenischen Anden Faktoren, die die Tour oft schwieriger machen als gedacht:

  1. Akklimatisation: Die Höhe ist dein größter Gegner. Orte wie Putre (3.500 m) sind strategisch wichtig, um den Körper vorzubereiten. Ohne systematische Höhenanpassung sind Expeditionen zum Ojos del Salado oder Llullaillaco kaum machbar.
  2. Logistik: Viele Berge sind extrem abgelegen. Oft sind Allradfahrzeuge nötig, um überhaupt in die Nähe der Gipfel zu kommen, und du musst alles – inklusive Wasser – oft selbst zum Hochlager schleppen.
  3. Wetter: Der patagonische Wind im Süden und die Stürme in der Puna im Norden können einen Gipfelversuch jederzeit zunichtemachen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: In Chile findest du alles – von der gemütlichen Bergwanderung auf einen 5.000er wie den Guane Guane (5.097 m) bis hin zur knallharten Hochland-Expedition. Wichtig sind eine exzellente Kondition, Trittsicherheit und vor allem ein tiefer Respekt vor der Höhe.


Welcher 6000er in Chile ist der leichteste?

Wenn du mich fragst, welcher Berg die Krone als „leichtester Sechstausender“ Chiles verdient, dann fällt die Entscheidung meist zwischen zwei Gipfeln: dem Acotango im hohen Norden und dem Barrancas Blancas in der Atacama-Wüste. Aber eins vorweg: Ein 6000er bleibt immer ein gewaltiges Unterfangen, bei dem dir die dünne Luft und die Kälte alles abverlangen, egal wie „einfach“ der Weg technisch sein mag.

Der Top-Favorit: Acotango (6.080 m)

In Bergsteigerkreisen gilt der Acotango oft als der ideale Einstieg in diese extreme Höhe. Das liegt vor allem an der unschlagbaren Logistik: Mit einem guten Geländewagen kannst du oft bis auf eine Höhe von 5.300 Metern hinauffahren. Von dort aus startet die eigentliche Besteigung, die zwar mühsam durch den Vulkansand führt, aber technisch keine großen Hürden bereithält. Der Weg ist anfangs recht flach und wird erst zum Gipfelgrat hin steiler. Auch wenn der Schlussteil oft vereist ist, ist er nirgends wirklich schwierig, was den Acotango zu einem der technisch unkompliziertesten Gipfel seiner Klasse macht.

Die Alternative in der Ojos-Region: Barrancas Blancas (6.019 m)

Wenn du dich in der Gegend um den Ojos del Salado akklimatisieren willst, ist der Barrancas Blancas dein Berg. Er wird oft als der ideale Vorbereitungsberg bezeichnet, weil er ohne jegliche technische Probleme zu besteigen ist. Beim Aufstieg wirst du deine Hände so gut wie gar nicht brauchen. Er ist zwar lang und fordert deine Kondition, ist aber als Tagestour von der Laguna Verde (4.500 m) aus gut machbar. Die Fernsicht vom Gipfel auf den benachbarten Ojos del Salado und das Tres-Cruces-Massiv ist zudem phänomenal.

Weitere technisch einfache 6000er

Es gibt noch ein paar andere Kandidaten, die zwar technisch leicht, aber oft wegen ihrer Abgeschiedenheit mühsam sind:

  • Las Tortolas (6.163 m): Dieser formschöne Berg im Zentrum Chiles bietet keine ernsthaften technischen Schwierigkeiten. Alte Minenwege erleichtern den Zugang, und mit dem Refugio Gabriela Mistral steht dir auf 5.200 Metern sogar eine feste Hütte zur Verfügung.
  • San Pedro (6.145 m) und San Pablo (6.102 m): Diese „Vulkan-Zwillinge“ bei Calama gelten ebenfalls als technisch unkompliziert. Die größte Herausforderung ist hier eher der tiefe Vulkansand und die Tatsache, dass du dein gesamtes Wasser selbst zum Hochlager auf über 5.000 Metern schleppen musst.
  • Parinacota (6.342 m): Er ist der bildschöne Paradevulkan des Nordens. Der Aufstieg über seine Flanken ist technisch nicht sehr anspruchsvoll, da es keine schwierigen Eispassagen gibt. Allerdings ist er aufgrund seiner Höhe und der meist mühsamen Büßereisfelder deutlich anstrengender als der benachbarte Acotango.

Was du nicht unterschätzen darfst

Auch wenn diese Berge technisch als „leicht“ eingestuft werden (oft T4 auf der Wanderskala), bestimmt die Natur die Spielregeln. In der Puna de Atacama können Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h auftreten, und die Temperaturen sinken nachts problemlos auf bis zu -30 °C. Eine systematische Akklimatisation – zum Beispiel im Bergdorf Putre (3.500 m) oder an der Laguna Verde – ist für deinen Gipfelerfolg absolut lebensnotwendig.


Was sind die Top 5 Trekkingtouren in Chile?

Von der staubtrockenen Atacama im Norden bis zu den stürmischen Granitwänden Patagoniens bietet Chile eine landschaftliche Vielfalt, die weltweit ihresgleichen sucht. Hier sind meine Top 5 Trekkingtouren, die du bei deiner Planung unbedingt auf dem Zettel haben solltest.

1. Der Klassiker: Der „W“-Trek im Torres del Paine

Keine Liste wäre vollständig ohne den „W“-Trek im Nationalpark Torres del Paine. Diese Tour ist die wohl bekannteste Wanderroute Chiles und führt dich in vier bis fünf Tagen zu den absoluten Highlights des Parks: den namensgebenden drei Granitnadeln „Torres“, dem Grey-Gletscher und dem Valle Francés. Du wanderst durch eine spektakuläre Kulisse aus bizarren Felsbastionen, türkisfarbenen Seen und hängenden Gletschern. Übernachtet wird in gemütlichen Berghütten (Refugios) oder auf ausgewiesenen Zeltplätzen, was die Logistik im Vergleich zu anderen Touren etwas erleichtert. Dennoch solltest du eine gute Grundkondition und Trittsicherheit für Tagesetappen von fünf bis neun Stunden mitbringen.

2. Das wilde Abenteuer: Dientes de Navarino

Wenn dir der Trubel im Torres del Paine zu viel ist, dann ist die Umrundung der „Zähne von Navarino“ auf der Isla Navarino genau dein Ding. Diese Tour gilt als eines der letzten großen Abenteuer unseres Planeten und führt dich durch die südlichste Gebirgskette der Welt. Hier gibt es kaum markierte Pfade und so gut wie keinen Massentourismus; stattdessen erlebst du in fünf Tagen absolute Wildnis. Du überquerst Pässe wie den Paso Virginia (859 m), von dem aus du einen grandiosen Blick über den Beagle-Kanal und Richtung Kap Hoorn hast. Die Anforderungen sind hoch: Du musst deine gesamte Ausrüstung und Verpflegung selbst tragen und auf unvorhersehbares Wetter vorbereitet sein.

3. Vulkane und Einsamkeit: Der Condor Circuit

Für Liebhaber dramatischer Vulkanlandschaften ist der Condor Circuit in Zentralchile ein echtes Muss. Dieser mühsame, aber lohnende Trek führt dich in sechs Tagen tief in die Hochanden bei Talca. Das Ziel ist die Besteigung des 3.830 Meter hohen Vulkans Descabezado Grande, dem „Kopflosen“. Unterwegs wanderst du durch den „Zauberwald“, badest in natürlichen heißen Quellen und blickst in den gewaltigen Krater Quizapú, dessen Aschewolke bei einem Ausbruch 1932 bis nach Südafrika reichte. Es ist eine einsame Tour abseits der ausgetretenen Pfade, die dir durch lange Etappen und steiles Gelände einiges abverlangt.

4. Das Ende der Welt: Cabo Froward

Wolltest du schon immer mal am südlichsten Punkt des amerikanischen Festlands stehen? Dann ist der Trek zum Cabo Froward deine Tour. Südlich von Punta Arenas endet die Straße und dein Weg führt dich entlang der legendären Magellanstraße durch dichten, fast dschungelartigen Regenwald und weite Moore. Die größte Herausforderung sind die Flussdurchquerungen, bei denen das Wasser nach Regenfällen auch schon mal hüfttief sein kann. Am Ziel erwartet dich das „Cruz de los Mares“ auf einer Felskuppe, von der aus du einen einzigartigen Panoramablick auf die schneebedeckten Gipfel der Darwinkordillere hast. Es ist eine raue, ursprüngliche Wanderung für Puristen, die die Einsamkeit suchen.

5. Das Farbenspektakel im Norden: Suriplaza

Ein echter Geheimtipp im hohen Norden bei Putre ist die Region Suriplaza. Während die Rainbow Mountains in Peru mittlerweile überlaufen sind, liegen die bunten Berge von Suriplaza noch in einem Dornröschenschlaf. Auf einer Hochebene von 4.500 Metern leuchten die Hänge in tiefem Orange, Rot, Weiß und Gelb. Die Besteigung des 5.395 Meter hohen Cerro Cosapilla ist technisch nicht schwierig, bietet dir aber einen atemberaubenden 360-Grad-Blick auf gleich sechs umliegende Sechstausender der Anden. Die dünne Luft in dieser Höhe erfordert jedoch eine exzellente Akklimatisation, die du am besten vorher im Andendorf Putre (3.500 m) absolvierst.

Was du vor dem Start wissen musst

Die beste Reisezeit für den Süden (Patagonien und Feuerland) ist von November bis März, während du den Norden (Atacama) ganzjährig besuchen kannst. Unterschätze niemals das Wetter – in Patagonien kannst du alle vier Jahreszeiten an einem einzigen Tag erleben. Eine gute allgemeine Fitness und die Bereitschaft zum Komfortverzicht sind für alle diese Touren Grundvoraussetzung. 


Ist Chile teurer als Argentinien?

Wenn du deine nächste Tour in die Anden planst und dich fragst, ob Chile teurer ist als Argentinien, dann ist die Antwort ein klares Ja. Chile gehört heute zu den wirtschaftlich und sozial stabilsten sowie wohlhabendsten Ländern in ganz Südamerika. Das Land führt die lateinamerikanischen Nationen in Bezug auf das Pro-Kopf-Einkommen und die menschliche Entwicklung an. Tatsächlich weist Chile das höchste Pro-Kopf-Einkommen unter allen südamerikanischen Staaten auf.

Für dich als Reisenden bedeutet das, dass du für Unterkünfte, Verpflegung und spezielle Dienstleistungen oft mit höheren Kosten rechnen musst als auf der argentinischen Seite der Grenze.

  • Expeditionen und Touren: Anspruchsvolle Unternehmungen an den ganz hohen Bergen sind kostspielig. Eine typische Expedition zum Ojos del Salado, dem höchsten Berg Chiles, schlägt mit etwa 4.000 bis 7.000 US-Dollar pro Person zu Buche, wenn du sie mit einer Gruppe und erfahrenen Führern durchführst.
  • Transport: Die Preise für Taxis in den großen Städten gelten als relativ erschwinglich. Auch das sehr gut organisierte Fernbussystem bietet unterschiedliche Preisklassen an, wobei die luxuriösen Liegebusse („Bus Cama“) für lange Nachtfahrten zwar teurer sind, aber einen hohen Komfort bieten.
  • Geld und Wechselkurs: Die offizielle Währung ist der Chilenische Peso. Du solltest dein Geld am besten in offiziellen Wechselstuben („Casa de Cambio“) in den Städten umtauschen, da die Kurse dort wesentlich besser sind als an den Flughäfen.
  • Infrastruktur-Bonus: Auch wenn Chile teurer ist, bekommst du dafür eine Infrastruktur, die zu den besten des Kontinents gehört. Das Land gilt als sicher, gut organisiert und verfügt über moderne Kommunikationsmittel, was gerade bei Trekking-Trips in abgelegene Regionen wie die Atacama oder Patagonien ein großer Vorteil ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Chile ist kein klassisches Billigreiseland mehr, sondern orientiert sich preislich eher an internationalen Standards, bietet dafür aber eine hohe Verlässlichkeit und Stabilität.


Welche Trekkingtouren gibt es in Patagonien?

In Patagonien hast du die Wahl zwischen weltberühmten Klassikern und einsamen Wildnispfaden, die dich bis an das Ende der Welt führen.

Die Highlights im Torres del Paine

Das Herzstück der Region ist der Nationalpark Torres del Paine mit seinen markanten Granitzinnen.

  • „W“-Trek: In vier bis fünf Tagen wanderst du zu den berühmten „Torres“-Spitzen, dem Grey-Gletscher und durch das Valle Francés.
  • „O“-Circuit: Bei dieser achttägigen Umrundung des gesamten Paine-Massivs erlebst du auch die deutlich einsamere Rückseite des Parks.
  • Geheimtipps: Für echte Ruhe sorgen Touren in das wilde Badertal oder das Pingotal, das dich zum Tyndall-Gletscher am patagonischen Inlandeis führt.

Abenteuer in Feuerland und am Kap

Wenn du die totale Abgeschiedenheit suchst, sind diese Touren genau richtig:

  • Dientes de Navarino: Die fünftägige Umrundung der „Zähne von Navarino“ gilt als das südlichste Trekking der Welt und bietet unberührte Wildnis.
  • Cabo Froward: Dieser Trek führt dich zum südlichsten Punkt des amerikanischen Festlands, wobei dich Regenwälder, Moore und teils hüfttiefe Flussdurchquerungen fordern.

Granit-Dome um El Chaltén (Argentinien)

Die Region um den Fitz Roy liegt zwar in Argentinien, wird aber oft mit Chile-Reisen kombiniert.

  • Laguna de los Tres: Der klassische Aussichtspunkt direkt vor der gewaltigen Wand des Fitz Roy.
  • Laguna Torre: Eine Wanderung zum Fuße des Cerro Torre, einer der schwierigsten Kletterberge der Welt.
  • Loma Pliegue Tumbado: Ein genialer Aussichtsberg, von dem aus du Fitz Roy und Cerro Torre gleichzeitig im Blick hast.

Außergewöhnliche Landschaften

Abseits der Gletscherberge bietet der Nationalpark Pali Aike nördlich von Punta Arenas eine archaische Vulkanwüste mit Kratern und Lavafeldern, die eher an die Mondoberfläche erinnert. Für kürzere Ausflüge bei Puerto Natales eignen sich der Cerro Dorotea oder die Laguna Sophia.


Wann ist die beste Reisezeit für Trekking in Patagonien?

Die ideale Zeit für dein Trekking-Abenteuer in Patagonien liegt zwischen November und März. In diesen südlichen Sommermonaten profitierst du von langen Tagen und dem vergleichsweise stabilsten Wetter für die raue Wildnis im Süden Chiles.

Beachte aber, dass selbst im Sommer die Temperaturen oft frisch bleiben – in Punta Arenas liegen sie im Mittel bei etwa 12 Grad – und der kräftige Wind dein ständiger Begleiter sein wird. Von April bis September herrscht dort unten hingegen Winter mit häufigem Schneefall und sehr wenig Tageslicht, was die meisten Trekkingpfade unpassierbar macht.


Wann ist die beste Reisezeit für die Atacama-Wüste?

Die Atacama-Wüste im Norden Chiles ist eine der wenigen Regionen, die du im Grunde ganzjährig bereisen kannst. Da es die trockenste Wüste der Welt ist, musst du kaum mit Regen rechnen.

Je nachdem, was du vorhast, gibt es jedoch ein paar Feinheiten zu beachten:

  • Allgemeines Trekking und Sightseeing: Hierfür ist das ganze Jahr über Saison. Im Südsommer (unser Winter) ist es heiß und trocken, während es im Südwinter etwas kühler zugeht.
  • Gipfelbesteigungen (z. B. Ojos del Salado): Wenn du hoch hinaus willst, liegt das ideale Zeitfenster zwischen November und Februar. In diesen Monaten ist das Wetter am stabilsten, und es liegt am wenigsten Schnee und Eis auf den Bergen.
  • Temperaturen: Unterschätze niemals die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Gerade nachts können die Temperaturen in der Wüste drastisch absinken, was du bei deiner Ausrüstung einplanen musst.

Für Bergsteiger, die sich an die ganz hohen Brocken wagen, sind die stabilen Bedingungen im Südsommer der entscheidende Faktor für den Gipfelerfolg.


Kann man die Atacama mit dem Salar de Uyuni verbinden?

Klar geht das, und es ist sogar eine der spektakulärsten Kombinationen, die du in den Anden überhaupt machen kannst. Die Atacama-Wüste und der Salar de Uyuni in Bolivien liegen geografisch direkt nebeneinander und lassen sich ideal in einer Reise verbinden.

Meistens läuft die Verbindung über das Wüstenstädtchen San Pedro de Atacama, das als touristisches Drehkreuz fungiert. Auf der Route zwischen Chile und Bolivien durchquerst du surreale Landschaften wie die rote Laguna Colorada, die Laguna Verde und die fauchenden Geysire von Sol de Mañana. Für uns Bergsteiger ist der Vulkan Licancabur (5.918 m) ein echtes Highlight, da er direkt im Grenzgebiet steht und die Regionen perfekt verknüpft.

In unserem Programm findest du zum Beispiel die Tour „Heilige Berge der Inka“, die genau diesen Weg vom bolivianischen Hochland und dem Salar de Uyuni hinüber nach Nordchile beschreibt.


Wie gefährlich ist die Atacama-Wüste?

Die Atacama-Wüste ist eine Landschaft der Extreme, die dir als Bergsteiger oder Trekker einiges abverlangt. Wirkliche „Gefahr“ droht hier vor allem dann, wenn du die Natur unterschätzt oder logistische Fehler begehst.

Hier sind die Punkte, die du für deine Sicherheit auf dem Schirm haben musst:

  • Gnadenloses Klima: Die Atacama ist die trockenste Wüste der Erde außerhalb der Pole. Während es tagsüber sehr heiß sein kann, sinken die Temperaturen nachts drastisch ab. In den Hochlagen der 6.000er musst du mit stürmischen Winden von über 100 km/h und brutaler Kälte von bis zu -30 °C rechnen.
  • Die tückische Höhe: Da sich viele Ziele auf über 4.000 bis 6.000 Metern befinden, ist die Höhenkrankheit dein größter Gegner. Eine systematische Akklimatisation ist hier lebensnotwendig.
  • Vulkanische Gefahren: Der Vulkan Lascar ist extrem aktiv und stößt oft giftige Schwefelgase aus, die für deine Atemwege gefährlich sind. Der Guallatiri weist zudem eine konstante seismische Aktivität auf, was das Risiko plötzlicher Ausbrüche birgt.
  • Einsamkeit und Logistik: Viele Regionen sind extrem abgelegen. Ohne einen geländegängigen Allradwagen (4x4), ausreichend Benzin und genug Wasser kommst du nicht weit, da Quellen und Tankstellen oft hunderte Kilometer entfernt sind.
  • Altlasten im Boden: Im Grenzgebiet zwischen Chile und Bolivien, etwa am Fuß des Licancabur, gibt es immer noch Gebiete, die stark vermint sind – ein Überbleibsel alter Konflikte. Bleib also unbedingt auf den markierten oder bekannten Pfaden.
  • Intensive Sonne: Die UV-Strahlung ist in dieser Höhe und Trockenheit extrem hoch, was schnell zu schwerem Sonnenbrand und Dehydrierung führen kann.

Wenn du fit bist, dich ordentlich vorbereitest und die Natur respektierst, ist die Atacama vor allem ein grandioses Abenteuer.


Wie sicher ist das Bergsteigen am aktiven Vulkan Lascar?

Das Bergsteigen am Lascar (5.592 m) ist ein faszinierendes, aber aufgrund der hohen vulkanischen Aktivität nicht ganz ungefährliches Unterfangen. Er gilt als einer der aktivsten Vulkane Chiles.

Hier sind die wichtigsten Sicherheitsaspekte, die du für eine Besteigung kennen musst:

  • Vulkanische Gase: Eine Besonderheit am Lascar sind die Fumarolen, die direkt aus dem aktiven Krater austreten können. Diese schwefelhaltigen Dämpfe können für deine Atemwege gefährlich werden. Es wird dringend empfohlen, Mund und Nase bei Gasaustritten mit Tüchern zu bedecken und nicht zu tief einzuatmen.
  • Behördliche Sperrungen: Wegen seiner unberechenbaren Aktivität wird der Berg gelegentlich von den Behörden komplett für Besteigungen gesperrt. Du solltest dich also unbedingt vorab über den aktuellen Status informieren.
  • Extreme Höhe: Der Aufstieg führt dich auf über 5.600 Meter. Auch wenn du mit dem Jeep bis auf knapp 5.000 Meter heranfahren kannst, stellt die dünne Luft in Kombination mit dem lockeren Vulkansand eine erhebliche physische Belastung dar.
  • Lokale Experten: Aufgrund der speziellen Risiken und der Orientierung im Kraterbereich wird die Tour meist erfahrenen Bergsteigern in Begleitung eines lokalen Guides empfohlen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Lascar ist technisch eher einfach, erfordert aber wegen der giftigen Gase und der jederzeit möglichen Aktivitätsschwankungen eine sehr gute Vorbereitung und hohen Respekt vor der Natur.


Ist Santiago de Chile ein lohnendes Reiseziel für uns Bergsteiger?

Santiago ist für uns Bergsteiger ein absoluter Volltreffer, weil die Andenriesen dort quasi direkt vor der Haustür stehen. Der unangefochtene Star ist der Cerro Plomo (5.424 m), der Hausberg der Stadt, den du bei klarer Sicht sogar vom Zentrum aus sehen kannst. Er gilt technisch als machbar, ist aber wegen seiner Höhe ein ernstzunehmender Test für deine Akklimatisation.

Gleich um die Ecke, im spektakulären Cajón del Maipo, wartet der Vulkan San José (5.856 m) auf dich. Er ist ideal, wenn du dich an die ganz großen Höhen herantasten willst, ohne dich in extreme technische Schwierigkeiten zu stürzen. Für echte Expeditionsfans bietet die Region zudem den Cerro Marmolejo (6.108 m), den südlichsten Sechstausender der Welt, der durch seine Abgeschiedenheit und einen gewaltigen Gletscher besticht.

Selbst wenn du nur wenig Zeit hast, kannst du in den Skigebieten wie Farellones oder La Parva schnell auf über 3.000 Meter kommen, um die Beine für größere Aufgaben in Form zu bringen. Ein kurzer Formtest ist zudem der Cerro San Cristóbal direkt in der Stadt. Außerdem ist Santiago der perfekte logistische Knotenpunkt: Von hier aus erreichst du bequem die Atacama-Wüste im Norden oder die Granitwände Patagoniens im Süden. Santiago ist also weit mehr als nur eine Durchgangsstation, sondern ein erstklassiger Stützpunkt für anspruchsvolle Touren in den Zentralanden.


Was sind die Top 10 Reiseziele in Chile?

Wenn du dieses Land mit seiner „verrückten Geografie“ bereist, das sich über 4.200 Kilometer vom tropischen Norden bis in den stürmischen Süden streckt, stehst du vor einer gigantischen Auswahl. Als Bergsteiger und Trekker habe ich dir hier meine persönliche Top 10 zusammengestellt, die die ganze Vielfalt Chiles widerspiegelt.

1. Nationalpark Torres del Paine (Patagonien)

Für viele das absolute Kronjuwel Südamerikas. Die markanten Granitnadeln „Torres“ und die zweifarbigen „Cuernos“ bieten eine Kulisse, die weltweit ihresgleichen sucht. Ob auf dem berühmten „W“-Trek oder der anspruchsvolleren „O“-Umrundung – hier erlebst du Gletscher, türkisfarbene Seen und wilde Natur pur.

2. Atacama-Wüste & San Pedro de Atacama

Die trockenste Wüste der Erde ist ein Ort der Superlative. Von San Pedro aus startest du zu den dampfenden Tatio-Geysiren, dem bizarren Mondtal (Valle de la Luna) oder zu den Flamingo-Lagunen im Salar de Atacama. Für uns Bergsteiger sind die oft eisfreien 6.000er wie der Licancabur oder der Toco die großen Highlights.

3. Ojos del Salado (Atacama-Region)

Mit 6.893 Metern ist er nicht nur der höchste Berg Chiles, sondern auch der höchste Vulkan der Erde. Eine Expedition hierher führt dich durch eine unwirtliche, aber faszinierende Hochwüste mit farbenprächtigen Lagunen.

4. Das Seengebiet (Los Lagos & Araucanía)

Südlich von Santiago findest du eine Landschaft, die an die Alpen erinnert – nur wilder. Hier thronen ebenmäßige, schneebedeckte Vulkane wie der Villarrica (mit seinem Lavasee!) und der Osorno über tiefblauen Seen und uralten Araukarienwäldern.

5. Putre & Lauca-Nationalpark

Ganz im hohen Norden, an der Grenze zu Bolivien, liegt dieses Hochlandparadies auf über 4.000 Metern. Die Laguna Chungará vor dem perfekt geformten Vulkan Parinacota ist eines der meistfotografierten Motive des Landes.

6. Santiago de Chile

Die moderne Hauptstadt ist für uns weit mehr als nur ein Drehkreuz. Mit dem Cerro Plomo (5.424 m) und dem Vulkan San José (5.856 m) hast du mächtige Andenriesen quasi direkt vor der Haustür.

7. Valparaíso

Die „Perle des Pazifiks“ ist die kulturelle Seele Chiles. Die bunte Hafenstadt mit ihren steilen Gassen und unzähligen Treppen wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und ist ein absolutes Muss für jeden, der das chilenische Lebensgefühl spüren will.

8. Isla Navarino (Feuerland)

Wenn du die wahre Einsamkeit suchst, musst du ganz in den Süden nach Puerto Williams. Die Umrundung der „Dientes de Navarino“ (Zähne von Navarino) gilt als der südlichste Trek der Welt und als eines der letzten großen Abenteuer unseres Planeten.

9. Suriplaza (Regenbogenberge)

Ein echter Geheimtipp im Norden bei Putre. Diese vulkanische Hochebene leuchtet in unglaublichen Rot-, Orange- und Weißtönen. Vom 5.395 Meter hohen Cerro Cosapilla hast du einen 360-Grad-Blick auf gleich sechs 6.000er.

10. Nationalpark Pali Aike

Nördlich von Punta Arenas erwartet dich eine archaische Vulkanlandschaft, die eher an die Mondoberfläche oder Island erinnert. Es ist eine raue Gegend aus Lavafeldern, Kratern und Basaltformationen – ein faszinierender Kontrast zum vergletscherten Patagonien.


Wie anspruchsvoll ist die Besteigung des Ojos del Salado?

Die Besteigung des Ojos del Salado ist ein Unternehmen, das du nicht auf die leichte Schulter nehmen solltest. Mit seinen 6.893 Metern ist er nicht nur der höchste Vulkan der Erde, sondern auch der höchste Berg Chiles und der zweithöchste Gipfel des gesamten amerikanischen Kontinents.

Obwohl der Berg technisch oft als „einfach“ beschrieben wird, macht die Kombination aus extremer Höhe, brutaler Witterung und komplexer Logistik die Expedition zu einer echten Herausforderung für erfahrene Bergsteiger.

Hier ist eine detaillierte Analyse dessen, was dich an diesem Giganten erwartet:

Die technischen Hürden

Alpinistisch gesehen halten sich die Schwierigkeiten über weite Strecken in Grenzen. Da es in der extrem trockenen Atacama-Wüste kaum Niederschlag gibt, findest du am Ojos del Salado fast keine nennenswerte Gletscherbildung vor; der Berg ist meist eisfrei.

  • Der Aufstieg: Die Route führt größtenteils über Schotterwege, loses Vulkangestein und mühsame Felder aus tiefem Flugsand.
  • Das Finale: Die eigentliche technische „Schlüsselstelle“ erwartet dich auf den letzten 50 Höhenmetern zum Gipfel. Hier musst du im Fels Hand anlegen. Es handelt sich um eine ausgesetzte Kletterei im zweiten bis dritten Schwierigkeitsgrad. Es sind zwar oft alte Fixseile vorhanden, aber als erfahrener Bergsteiger weißt du: Vertraue ihnen nicht blind, sie dienen eher als psychologische Stütze oder Griff, nicht zum vollen Rein hängen.

Die wahren Gegner: Höhe, Kälte und Wind

Der Anspruch des Ojos definiert sich weniger durch Klettertechnik als vielmehr durch die gnadenlosen Bedingungen der Hochwüste.

  • Extreme Höhe: Auf fast 7.000 Metern ist die Luft verdammt dünn. Die Höhenkrankheit ist hier ein ständiger Begleiter, wenn die Akklimatisation nicht perfekt sitzt.
  • Brutale Kälte: Selbst im Sommer können die Temperaturen nachts und in den frühen Morgenstunden auf bis zu -30 °C sinken.
  • Stürmische Winde: Die Region Puna de Atacama ist berüchtigt für ihre Stürme. Windgeschwindigkeiten von 100 km/h sind keine Seltenheit und können einen Gipfelversuch jederzeit zunichtemachen.

Logistik und Umgebung

Die Besteigung ist „äußerst aufwendig“, was vor allem an der abgelegenen Lage und der komplizierten Anfahrt liegt.

  • Anreise: Von Copiapó aus fährst du tagelang mit dem Allradfahrzeug durch die Wüste. Ein guter Jeep ist hier lebensnotwendig, da die Pisten durch Sand und Geröll oft schwer zu finden sind.
  • Stützpunkte: Du bewegst dich zwischen sehr einfachen Unterkünften. Das Basislager Refugio Atacama (5.250 m) ist im Grunde nur ein Zeltplatz mit einem kleinen verlassenen Gebäude. Das Hochlager Refugio Tejos (5.750 m) besteht aus zwei engen Containerhütten, die nur etwa 12 bis 15 Personen Platz bieten – der Rest muss im Zelt schlafen.

Der Schlüssel zum Erfolg: Akklimatisation

Ohne eine systematische Vorbereitung hast du am Ojos kaum eine Chance. Viele Expeditionen nutzen das Bergdorf Putre (3.500 m) im hohen Norden oder die malerische Laguna Verde (4.325 m – 4.500 m) für die erste Phase der Höhenanpassung. Touren auf umliegende 6.000er wie den Cerro Vicuña oder den Barrancas Blancas sind ideale „Warm-ups“, bevor es an den Hauptgipfel geht.

Fazit: Wenn du eine sehr gute Kondition, Erfahrung im Umgang mit Eispickel und Steigeisen (für den Notfall oder Schneereste) sowie eine enorme mentale Stärke für Kälte und Einsamkeit mitbringst, ist der Ojos del Salado ein machbares, aber gewaltiges Abenteuer. Er ist kein Berg für Anfänger, sondern ein Ziel für Bergsteiger, die das „Dach der Anden“ in seiner reinsten Form erleben wollen.