Laguna Churup

Direkt von Huaraz aus kann dieser malerische Bergsee erwandert werden. Über der Laguna Churup ragt der Berg Nevado Churup auf, ein markanter 5000er in der Cordillera Blanca, dem schönsten Gebirge der Anden.

Die schön gelegene Laguna Churup gehört zu den klassischen Eingehtouren in der Cordillera Blanca. Zwar ist sie von Huaraz aus relativ schnell zu erreichen, dennoch sind deutlich über Tausend Höhenmeter zu überwinden. Außerdem ist der letzte Teil des Anstieges alles andere als Einfach. Aber die Mühe ist es wert, es handelt sich um einen der schönsten Plätze in dieser ach so vielseitigen Gebirgsregion. Neben der Laguna, bzw. direkt darüber erhebt sich der gleichnamige Berg, der Nevado Churup, ein wilder Felsberg von über 5400 Metern Höhe.

Nevado-Churup-Cordillera-Blanca

Die Tour startet außerhalb von Huaraz, sodass der Weg sofort durch ursprüngliche Bergdörfer, vorbei an blühenden Bergweiden, sprudelnden Bächen und mit Blick auf weiß glänzende Firngipfel. Ausgangspunkt ist das Dörfchen LLupa, eine völlig andere Welt als das touristische und geschäftige Huaraz. Immerhin gibt es dort ein kleines Lädchen, wo man sich noch mal mit dem Notwendigsten für die Wanderung versorgen kann. Ansonsten begegnet man hier noch einheimischen Trachten und einer sehr einfachen Lebensweise. Ausländische Fremde werden stets freundlich begrüßt, manchmal leider auch, gerade von Kindern, recht ungeniert angebettelt. Auch hier ist die Meinung weit verbreitet, das alle weißen Gäste vermögend sind und deshalb ruhig mal etwas abgeben könnten. Das wird dann auch den Kindern frühzeitig eingetrichtert. Fragen wie „schenkst du mir deine Uhr" oder „gib mir etwas Geld" sind keine Seltenheit. Am besten geht man einfach weiter ohne zu reagieren. Denn diese Art der Unterstützung ist selten förderlich, Kinder die beim Betteln mehr verdienen werden nie auf die Idee kommen einen wirklichen Beruf zu erlernen. Auch die Motivation für die Schule wird durch großzügige Geldgeschenke nicht gerade gefördert.

Zuerst mit dem Taxi

Die Anfahrt erfolgt entweder mit dem genannten Collectivo oder einem Taxi bis Llupa. Ein Taxi kostet 20 Soles. Ab 7 Uhr morgens fahren Collectivos jeweils wenn sie genügend gefüllt sind von der Ecke Jiron Caraz/Comercio.

Mit Glück erwischt man sogar einen Transport direkt bis nach Pitec noch etwas näher am See dran, auf etwa 3800 Metern Höhe gelegen. Doch auch Llupa ist ein guter Ausgangspunkt, man würde ein prächtiges Wegstück auf alten Inkapfaden verpassen, wenn man zu weit hinauf fährt. Gestartet wird hier auf 3400 Metern Meereshöhe.

Von Llupa nach Pitec

Zuerst wandern wir ein Stück aus dem Ort heraus, nach wenigen Metern gabelt sich der Weg. Hier sollte man den oberen Weg nehmen um nicht auf dem längeren und vor allem befahrbaren Weg aufsteigen zu müssen. Tolle Ausblicke auf die Andenkette begleiten uns über steinerne und schmale Wegabschnitte durch vielfältige Hochlandvegetation. Eher allmählich steigt der Weg hier an, sodass genug Zeit bleibt zum schauen. Nach einigen Kilometern gelangen wir auf eine kleine Hochfläche mit mehreren mäandernden Bergbächen: seltsame runde Hütten befinden sich fast am Weg, dazu ein kleiner Weiher. Hier kreuzen wir den Fahrweg nach Pitec, wir wenden uns nach Links um ihn zu überqueren.

Das erste Steilstück

Direkt vor uns führt geradeaus ein Pfad zur Laguna. Unten ist dieser durch ein großes Schild ausgezeichnet, also nicht so leicht zu verfehlen. In leichten Serpentinen geht es nun weiter bergauf, immer großartiger wird der Blick auf die umliegenden Bergketten. Weit unter uns ist mittlerweile auch das Häusermeer Huaraz deutlich zu sehen. Der Weg führt weiter auf einen Felsriegel zu, aber vorher muss noch eine deutliche Steilstufe überwunden werden. Der Weg ist hier noch gut, bis er in eine kleine Hochebene einmündet. Hier stellt sich uns ein gewaltiges Felsbollwerk in den Weg.

Das heikle Schlussstück

Jetzt wird es ernst, der Weg ist nicht leicht auszumachen, da in den Felsen keine Spuren zu finden sind. Dafür sind einige besonders Steile Abschnitte mit Fixseilen versichert die den Aufstieg erleichtern. Trotzdem kann einem hier schnell mal eine zweier Kletterstelle unter die Finger kommen. Am Schlussstück halten wir uns rechts auf die Einbuchtung des Seeauslaufes zu. Nun ist fast alles geschafft wenige Meter mit einigen Balanceakten übers Wasser stehen uns noch bevor, dann stehen wir endlich am Ufer der smaragdgrünen Laguna. Es gibt aber die Möglichkeit die Felsen vor dem letzten Steilaufschwung linksseitig zu umgehen. Das macht dann knapp 100 Höhenmeter mehr, lohnt aber wegen der Aussicht. Einfach links den Hang auf dürftigen Steigspuren an beliebiger Stelle hinaufsteigen. Vom Aussichtspunkt ist dann ein kurzer Zwischenabstieg zum See nötig. Doch in wenigen Minuten ist das Felsen durchsetzte Seeufer erreicht. Die Felsen sind aber gut begehbar, sodass der See auch umrundet werden kann.

Der Abstieg

Auch für den Abstieg bietet sich die eben genannte Variante an, etwas weiter oben wird der Blick auf den nahe gelegenen Nevado Churup noch eindrucksvoller. Der steilwandige Churup ragt direkt über dem grün schimmernden Seeauge auf und macht einen alles andere als einladenden Eindruck.

Nach einer langen Linkskurve führt der Weg deutlich nach unten und biegt nach kurzer Zeit auf den regulären Abstiegsweg ein. Diesem folgen wir dann bis zurück nach Llupa. Mit etwas Glück wartet da schon das nächste Sammeltaxi, eine größere Gruppe kann sich natürlich auch ein eigenes dorthin bestellen.

Tourinfo:

Prickelnde Felspassage

Grünschimmernde Laguna

Atemberaubende Felsberge

Tolle Tiefblicke

Herrliche Gebirgsvegetation

Schwierigkeiten:

Steile Anstiege, Kletterei bis zum 2. Schwierigkeitsgrad

Zeiten:

Aufstieg 3 Stunden, Abstieg 2 Stunden; Auffahrt nach Llupa: 1 Stunde

Infos:

Casa de guias; Plaza Ginebra 28-g

www.suedamerikatours.de

Übernachtung in Huaraz

El Jacal

Jr. Jose de Sucre 1044

Tel: 043/424612

mail: reservaseljacal@yahoo.es

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