Auf alten Inkapfaden um Cusco

Trekking auf alten Inka-Wegen in Peru. Cusco mit Machu Pichu und Heiliges Tal. Abwechlungsreiche und spannende Wander-Tour mit Rundreise durch Peru.

Peru zählt wegen seiner alten prä-inkaischen Kultur zu den ältesten Kulturzentren der Welt und ist auch landschaftlich mit seiner erstaunlichen Vielfalt eines der spektakulärsten Länder der Erde. Ob Gletscher oder Urwald, Titicacasee oder Pazifik, Wüste oder Hochland: die Eindrücke sind überwältigend!

Lernen Sie auf unseren Touren die lebensfrohe Art der Menschen kennen und entdecken Sie Peru in seiner Vielfältigkeit, die von der Geschichte der Inkas und deren überwältigenden Bauten bis hin zum artenreichen Regenwald reicht.

Candelabrio-Paracas

Unsere Tour beginnt nach der Ankunft in Lima, mit 3 Tagen in der Wüste bei Ica, wobei neben Dünenwanderung, Buggyfahrt und Sandboarding auch die Islas Ballestas besucht werden, das Galapagos Perus.

Danach führt unser Weg direkt nach Cusco - dem ehemaligen Mittelpunkt der Welt. In 5 Tagen erkunden wir den Bergurwald um Machu Pichu und lassen natürlich auch dieses unvergleichliche Bauwerk selbst nicht aus. Ebenso wie die Ruinen von Pisaq und Ollantaytambo.

Der Ursprung des Inkareiches darf natürlich nicht fehlen, der sagenumwobene Titicacasee. Im Anschluss folgt dann die Besteigung des über 6075 Meter hohen Chachani. Dieser ist zwar technisch unschwierig, allerdings wegen der großen Höhe durchaus ernst zu nehmen.

Tour-Info

Highlights

  • Wüste bei Ica
  • Islas Ballestas
  • Alternativer Inkatrail Choquequirao
  • Cusco
  • Machu Pichu
  • Titicacasee
  • Chachani

Dauer dieser Tour: 23 Tage

Unser nächsten Termine:

  • 4. bis 26. Juni 2018
  • 19. September bis 11. Oktober 2018

Gerne führen wir diese Tour auch zu Ihrem individuellen Wunschtermin durch.

Preise (pro Person):

  • Ab 2 Teilnehmern: 2.252 Euro
  • Ab 4 Teilnehmern: 2.147 EUR
  • ab 6 Teilnehmern: 2.042 Euro

Eingeschlossene Leistungen

  • Flughafentransfer
  • Alle Übernachtungen in einfachen landestypischen Unterkünften und Zelten
  • Reiseleitung vor Ort
  • Nationalparkeintritte
  • Geführte Wanderungen

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Flug
  • Reiseunfall- und Krankenversicherung
  • Reisegepäcks- und Reiserücktrittskostenversicherung
  • Nicht ausgeschriebene Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder
  • Ausgaben des persönlichen Bedarfs

Teilnehmerzahl

  • Mindestens: 2
  • Maximal: 10

Weitere Infos

  • Eine gute allgemeine Fitness ist für diese Tour gewünscht und sehr von Vorteil.

Tour-Verlauf

1. Reisetag: Ankunft in Lima

Start und Zielflughafen ist Lima, mittlerweile mit elf Millionen Einwohnern eine der größten Städte Südamerikas. Nach der Abholung wird erst mal das Hotel bezogen, danach ist Ausruhen angesagt, wer möchte kann sich noch etwas in der Stadt umsehn. Den Abschluss des Tages bildet das erste landestypische Abendessen in einem einfachen Restaurant in Lima.

Ica-Huacachina

2. Reisetag: Fahrt nach Ica, Lima Plaza

Ganz nach Wunsch schauen wir uns am Vormittag einen Teil der Innenstadt an, dabei ist vor allem die Plaza de Armas interessant, welche umrahmt von diversen Regierungsgebäuden wahrlich gigantische Ausmaße erreicht. Von hier aus werden sämtliche Entfernungen in ganz Peru gemessen. Nebenan eine Kirche mit einem fast schon makaberen Denkmal, Francisco Pizarro wird hier geehrt, ein spanischer Schweinehirt, auf den das Ganze Elend dieses Kontinentes zurückgeht, aber natürlich auch der unermessliche Reichtum der peruanischen Oberschicht, ihm wollen wir nicht allzu lange huldigen. Da schauen wir uns lieber das bunte Treiben des Mercado Central an. Hier gibt es schon mal eine Vorschau auf das, was uns in Peru erwartet. Alle möglichen Kunstgegenstände kann man hier erwerben, allerdings auch durchaus europäische Güter wie CDs oder Bücher. Wer möchte kann sich auch im Hotel ausruhen, wenn der Flieger spät ankommen sollte muss sich das Programm ebenfalls leicht verschieben.

Da Lima nicht gerade die schönste und interessanteste aller lateinamerikanischen Städte ist fahren wir am Nachmittag weiter nach Ica. Die Busfahrt nimmt etwa 3 Stunden in Anspruch und führt an der Küste entlang durch saharaähnliche Sandwüsten. Abendessen und Übernachtung in Ica.

3. Reisetag: Dünenwanderung

Früh am Morgen begeben wir uns zur nahe gelegenen Oase Huacachina, eingebettet in mächtige Sanddünen. Genau die werden wir uns vornehmen, da es hier tagsüber sehr heiß werden kann, starten wir die Tour am frühen Morgen. Zuerst ist der Sand hart und gut begehbar, je steiler das Gelände wird, umso mühsamer wird der Anstieg. Man rutscht fast mehr zurück, als das man an Höhe gewinnt. Eine wirklich gute Übung für die späteren Vulkanbesteigungen. Ein wenig von der Oase entfernt fühlt man sich fast schon wie in der Sahara. Nach der eher kurzen Tour werden wir unser Hotel in Huacachina beziehen und danach Mittagessen. Der Nachmittag ist zu heiß für größere Aktivitäten, aber es stehen Hängematten für uns bereit. Wer noch Energie hat kann sich am Abend unter kundiger Anleitung im Sandboarden üben, dazu muss allerdings noch mal eine Düne bezwungen werden. Abendessen und Übernachtung erfolgen in Ica.

Ruinen-Choquequirao

4. Reisetag: Islas Ballestas

Von Ica ist es nur ein Katzensprung nach Paracas, dem Ausgangspunkt für unsere Bootstour zu den Islas Ballestas. Eine wild zerklüftete Inselgruppe mit einigen Klippen und ungewöhnlichen Felsen. Dazu gibt es weite Sandstrände und eine stattliche Anzahl exotischer Tierarten. Pelikane, Blaufußtölpel, Biguascharbe usw. usw. doch die Hauptattraktion sind sicherlich die 2,5 Meter langen braunschwarzen Seelöwen, die das Meer nach Nahrung durchpflügen. Mit etwas Glück sind sogar durchziehende Delphine zu sehen. Da die Insel nicht betreten werden dürfen, schauen wir uns die Tiere vom Boot aus an.

5. Reisetag: Fahrt nach Cusco

Ein guter Teil der Busfahrt kann möglicherweise auch schon über Nacht zurückgelegt werden, so das in Cusco schon mal Zeit bleibt die Stadt etwas zu erkunden.

Heute geht es mit dem Bus weiter, eine aussichtsreiche Fahrt durch die Anden steht auf dem Programm. Unser Ziel heißt Cusco, eine Stadt zu der ich wohl nicht mehr allzu viel zu sagen zu brauche. Die Fahrt wird den ganzen Tag in Anspruch nehmen, aber zum Glück sind die Busse hierher recht komfortabel. Wir beziehen unser Hotel und gehen dann gemütlich in die Stadt zum Abendessen.

6. Reisetag: Ruinentour um Cusco

Tour um Cusco mit Sacsayhaman, Tampy Machay, Kenkko, Puku Pukard. Uns begleitet ein einheimischer Führer unserer Agentur, der einiges über diese Bauwerke zu erzählen weiß. So haben wir noch einen Tag zur weiteren Akklimatisation und sehen einige der interessantesten Bauwerke im Nahbereich Cuscos.

7. Reisetag: Ollantaytambo

Ausflug nach Ollanta um die eindrucksvollen Ruinen von Ollantaytambo unter die Lupe zu nehmen. Dazu unternehmen wir eine kleine Wanderung auf einen Vorhügel des Ruinenberges. Auch den schmucken Ort selbst werden wir uns anschauen und hier wohl auch zu Mittag essen. An- und Abreise erfolgen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die eventuell sehr voll sein können. Das ist Reisen in Peru, genau so bewegen sich die Einheimischen. Allerdings dauert die Fahrt nur etwa anderthalb Stunden, sie ist also nicht allzu anstrengend. Nach der Tour fahren wir mit dem Abendzug weiter nach aguas Calienbtes, wo wir auch übernachten werden. Zum Essen empfiehlt sich vorher noch Ollanta, wo es deutlich günstiger ist.

Trekking-um-Cusco

8. Reisetag: Machu Pichu

Es folgt einer der absoluten Höhepunkte der Reise, die Ruinen von Machu Pichu. Nun zeigen sich die Vorteile der Übernachtung im Urwald. Gerade diese ist mehr als empfehlenswert, kann man doch vom Hotel aus Morgens direkt nach Maccu Piccu laufen. Dies hat neben der weit größeren Zeitreserve vor allem den Vorteil, das man sehr früh starten und somit weit vor den zu erwartenden Touristenströmen am Berg sein kann. Zudem gibt es keine bessere Tageszeit um die immer noch einzigartige Stimmung dieses Ortes in sich aufzunehmen, und zwar während des gesamten Weges, also nicht nur an den Ruinen selbst.

Nach einer etwas wackligen Hängebrücke über den Rio Apurimac, welcher fast die gesamte Feste in einer Art Halbkreis umfließt und nahezu uneinnehmbar machte, führt nun ein alter Inkapfad direkt in den dicht bewachsenen Bergurwald. Auf steilen, steinernen Stufen geht es nun aufwärts, kein auf Menschen hindeutender Laut ist zu hören (naja hin und wieder mal Busgeräusche). Diese werden aber durch zahlreiche kaum identifizierbare Urwaldgeräusche übertönt. Wahrscheinlich ganz allein steigen wir nun der alten Inkastadt entgegen, man kann sich lebhaft vorstellen gerade wirklich einer versteckten Stadt im Dschungel nachzuspüren. Doch schon nach einer bis anderthalb recht anstrengenden Stunden Aufstiegs haben wir den Eingang erreicht. Wir genießen noch etwas die Morgenstimmung in diesem einzigartigen Ruinenkomplex besteigen wir noch den Machu Pichu Berg, wieder über alte Inkapfade, wieder abseits vom allgemeinen Trubel. Den intensiven Gebäuderundgang machen wir dann am Nachmittag, wenn der Hauptandrang vorüber ist. Wir sind nicht zeitlich gebunden und laufen zu Fuß nach Aguas Calientes zurück, wo nach dem Abendessen noch eine weitere Übernachtung ansteht.

9. Reisetag: Cusco

Schon um 5 Uhr morgens geht unser Zug zurück nach Ollanta, leider gibt es keine andere Möglichkeit. Diesmal gibt es keine Wartezeit, es gibt direkten Anschluss nach Cusco. Zwischendurch kann der eine oder andere Snack eingeworfen werden, Möglichkeiten gibt es genug. So haben wir in Cusco noch einiges an Zeit. Nach Wunsch kann erst mal eine Ruhepause eingelegt werden, oder aber noch ein Teil dieser baulich einzigartigen Stadt angeschaut werden. Zum Abendessen gehen wir auf jeden Fall noch mal in die Innenstadt.

10. Reisetag: Chiquisca

Morgens verlassen wir Cusco im privaten Fahrzeug in Richtung Abancay. Nach 3,5 Stunden erreichen wir den kleinen Ort Cachora (2.800 m), Startpunkt unserer Trekkingtour. Vorbei an größeren Maisfeldern führt der Weg in den Canyon des Apurimac. Grasbedeckte Steinhäuser und wunderschöne Aussichten auf die schneebedeckten Berge rund um den Salkantay säumen den stets absteigenden Pfad. Wir passieren dabei eine dschungelähnliche Pflanzenwelt, deren mit Moosen und Bromelien bewachsene Bäume eine märchenhaft anmutende Stimmung verbreiten. Weiter unten weichen die Bäume den steilen Felswänden der Apurimac-Schlucht, und nach vier Stunden Wanderung erreichen wir Chiquisca auf 1.900m. Nicht weit entfernt vom reißenden Fluss inmitten angenehmer Temperaturen befindet sich Ihr Camp für die erste Nacht.

Markt-in-Pisaq

11. Reisetag: Choquequirao

Gestärkt vom Frühstück beginnen wir den zweiten Tag mit dem Aufstieg zu den Ruinen von Choquequirao auf 3.085 m. Nachdem wir den Apurimac-Fluss auf einer Brücke (1.600m) überquert haben, führt Ihr Pfad auf der anderen Seite der Schlucht in einem Zick-Zack steil bergauf.

Wir passieren dabei einzelne Gehöfte, die weit ab von der Zivilisation Ackerbau und Viehzucht hoch oben in den Bergen betreiben. Nach sechs Stunden Anstieg erreichen wir die Anlage von Choquequirao hoch oben über dem Canyon des Apurimac. Beim nachmittäglichen Sonnenlicht unternehmen Sie eine erste Besichtigung dieses mystischen Ortes. Unter Millionen von Sternen campen wir inmitten der Ruinen.

12. Reisetag: Ruinen

Der gesamte Vormittag steht für Rundgänge innerhalb der Ruinenanlage und zum Verweilen und Träumen inmitten dieser faszinierenden Umgebung zur Verfügung. Nach dem Mittagessen verlassen wir Choquequirao.

Heute steigen wir auf dem Weg des Vortages wieder in Richtung Fluss ab, zum einen die Tiefe des Canyons und zum anderen eine atemberaubende Fernsicht vor Augen. Nach diesem langen Abstieg überqueren wir ein weiteres Mal die Brücke über den Apurimac, und bewältigen den letzten Anstieg zurück zum Camp bei Chiquisca, welches gegen 17 Uhr erreicht wird.

13. Reisetag: Quellen von Conoc

Heute lauschen Sie noch einmal dem Rauschen des Apurimac Flusses, während Sie auf dem stets ansteigenden Pfad den Rückweg in Angriff nehmen. Nach einigen Stunden oberhalb des Flusses verlassen Sie den Canyon und wandern bis in die fruchtbare Ebene von Cachora hinein. Bei einem kräftigenden Mittagessen können Sie die Eindrücke der letzten Tage auf sich wirken lassen.

Danach werden Sie von unserem Privatfahrzeug zurück nach Cusco gefahren. Auf dieser Fahrt haben Sie die Möglichkeit, in den Quellen von Conoc Ihre Tour mit einem heißen Bad ausklingen zu lassen. Ankunft in Cusco am Abend. Auch für diesen Trek haben wir Tragtiere und einen einheimische Guide.

14. Reisetag: Fahrt nach Puno

Der nächste Tag ist für die Busfahrt nach Puno reserviert. Diese dauert um die 6 Stunden und führt zwischen schneebedeckten Vulkanen, grünem Grasland und einigen Lagunen durch eine der eindrucksvollsten Landschaften Perus. Zwischendurch wird an einem kleinen Dorfmarkt gehalten, wo einheimisches Essen probiert werden kann. Puno wird dann von oben angefahren, mittlerweile ist die Hauptstadt des gleichnamigen Departemento auf über 100.000 Einwohner angewachsen. Unendlich weit breitet sich neben der schon recht raumgreifenden Stadt der tiefblaue See aus. Man könnte sich glatt an der Küste wähnen, würden da nicht im Hintergrund mehrere schneebedeckte Bergriesen aufragen. Wir schauen uns noch kurz die Hafenregion an, Puno ist wesentlich bunter und schöner als oft propangiert. Auch gute Möglichkeiten fürs Abendessen finden sich hier.

Wandern-um-Chucuito

15. Reisetag: Atoja

Für den nächsten Tag haben wir uns dann endlich mal wieder eine Bergtour vorgenommen, nämlich den 4450 Meter hohen Atoja über dem Indigenadörfchen Chucuito. Dieses ist nur mit dem Camineto zu erreichen, welcher erst abfährt, als wirklich kein weiterer Fahrgast mehr Platz hat. Die Indigena haben in großen Jutesäcken Tauschware, zumeist Lebensmittel dabei, welche sie auf den nahen Dorfmärkten umzusetzen hoffen. Weder allzu steil, noch sehr lang ist der Anstieg und so sollten wir problemlos den Gipfel erreichen. Schöne , südländische Gewächse säumen den Weg und auch den Gipfelbereich, sogar eine Wetterstation gibt es auf dem Gipfel. Damit nicht genug, die nebenstehende Hütte ist sogar bewohnt und der freundliche Besitzer erklärte einmal mir stolz, das hier alles mit Solarenergie betrieben wird. Sehr vorbildlich !

Phantastisch ist der Blick auf die nicht enden wollende Weite des mehr als azurblauen Titicacasees, auf der anderen Seeseite sind schon die Gipfel der bolivianischen Königskordilliere zu sehen. Auch einige peruanische Vulkane schieben sich ins Bild uns runden das Panorama ab. Chucuito ist ebenfalls noch einen Abstecher wert, je nach Bedarf nehmen wir eines der zahllosen Caminetos zurück nach Puno, wo auch zu Abend gegessen wird.

16. Reisetag: Uruinseln und Sillustani

Heute steht dann eine Bootstour auf dem See überhaupt an, wir schippern über den schier endlos weiten und tiefblauen Titicacasee. Dabei steuern wir mehrere der zahllosen Uruinseln an und schauen uns dort um. Das Volk der Uru oder auch Uro ist seit 1958 ausgestorben, trotzdem versuchen ihre Nachfahren zumindest einen Teil der Urukultur zu erhalten.

Sie nannten sich früher Kot-Suns, „Seemenschen", und galten als das wildeste Volk im Inkareich mit einer sehr dunklen Hautfarbe. Da die Urus sich bei Auseinadersetzungen immer auf ihre Schilfinseln im Titicacasee zurückzogen, konnten sie von den Inkas nie unterworfen werden. Im 19. Jahrhundert lebten noch etwa 4000 Familien auf den Schilfinseln.

Heute bewohnen noch ca. 1500 bis 2000 Menschen die Schilfinseln. Sie sind als Mestizen durchweg Nachfahren der Aymara und Quetchua und leben fast ausschließlich vom Tourismus. Ungefähr 80 Inseln umfasst das Gebiet mit annähernd hundert Familien, sogar eine Schulinsel ist darunter.

Der Nachmittag gehört dann einer weiteren oft propagierten Sehenswürdigkeit in der Nähe Punos nämlich den Ruinen von Sillustani. Die steil aufragenden Grabtürme befinden sich in einer weitläufigen, grünen Weidelandschaft mit einigen Lagunen durchzogen. Zum Programm gehört ein archäologisches Museum und auf dem Rückweg wird noch ein typisches Bauernhaus besucht, wo wir durch die spärlich ausgestatteten Räume und Ställe geführt werden. Das Hauptkapital der Familie bilden Alpakas und anderen Nutztiere, welche auch entsprechend umsorgt werden. Ein sehr guter Käse wird uns zum Probieren dargereicht, der von der Familie selbst hergestellt wird. Dazu sind Mais und sehr wohlschmeckende Kartoffeln zu haben. Selbstverständlich kann beides auch käuflich erworben werden, oder aber einfach die Portokasse der Familie etwas aufgestockt werden.

17. Reisetag: Rückfahrt nach Arequipa

Heute heißt es noch mal Bus fahren, und zwar zurück nach Arequipa. Zwar dauert die Fahrt ungefähr 6 Stunden, doch die Fahrt ist kurzweilig, außerdem nehmen wir einen Panoramabus. So wird uns eine exzellente Sicht beschert. Diese ist auch notwendig, es geht durch absolut ursprüngliches und sehenswertes Bergland. Einige unbekannte Vulkane säumen unseren Weg, zum Teil von beachtlicher Höhe. In Arequipa wird dann nur noch das Hotel bezogen und danach je nach Bedarf ein Restaurant besucht.

Sonnenaufgang-Chachani

18. Reisetag: Die Weiße Stadt Arequipa

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Vorbereitungen für den Chachani. Wir treffen uns in unserer Partneragentur um eventuell benötigtet Material zum besorgen. Vor allem die Steigeisen müssen ausprobiert werden, eventuell auch Schuhe zum ausleihen. Dazu bleibt natürlich noch Zeit auszuschlafen und die Weiße Stadt etwas näher unter die Lupe zu nehmen.

19. Reisetag: Basislager Chachani

Heute wird es ernst, es folgt die Anfahrt zum Chachani Basislager. Man kann mit dem Jeep bis auf eine Höhe von 4900 Metern fahren, auf einer kleinen Hochebene endet dann der Fahrweg. Von dort geht es noch 400 Höhenmeter auf mäßig steiler Piste zum Basislager auf ca. 5300 Metern Höhe. Dort werden die Zelte aufgebaut und übernachtet. Die Anstrengungen halten sich heute also in Grenzen, sodass dieser Aufstieg gleich an den Misti angeschlossen werden kann. Auch braucht wegen des geringen Höhenunterschiedes nicht all zu früh gestartet zu werden.

20. Reisetag: Gipfel Chachani

Am nächsten Morgen geht es dann zuerst über steiles Schuttgelände auf undeutlichen Steigspuren geradewegs hinauf, bis ein kleines Eisplateau erreicht ist. Nun wendet man sich nach Rechts um einen mäßig steilen Eishang zu queren. Mit leichtem Höhenverlust zwar, dafür aber mit herrlichen Ausblicken auf das nächtliche Arequipa. Dann folgt linksseitig ein Hang, diesmal eisfrei und mit rutschigem Vulkansand überzogen. Steigspuren leiten zum aussichtsreichen Gipfelpunkt. Der Abstieg erfolgt auf dem Aufstiegsweg. Für den Aufstieg sind 6-8 Stunden zu veranschlagen, der Abstieg ist in 4-5 Stunden zu schaffen. Dann geht es mit dem Geländewagen zurück nach Arequipa, wo wir uns erst mal ordentlich ausschlafen.

21. Reisetag: Nachtfahrt nach Lima

Jetzt steht die Rückfahrt nach Lima an, für die mehr als der gesamte Tag benötigt wird. Wiederum wird uns die Fahrt so angenehm wie möglich gemacht, Liegesitze und regelmäßige Mahlzeiten verschönern uns den Tag. So können wir uns ganz in Ruhe von den Strapazen der Bergbesteigungen erholen. Zwischendrin bekommen wir noch mal fast alle Facetten Perus zu Gesicht, Sanddünen, Andenpässe, Küstenlandschaften und zum Schluss den gigantischen 11 Millionenmoloch Lima.

22. Reisetag: Lima

Ankunft in Lima. Hier gibt es noch mal die Möglichkeit letzte Souvenirs und Geschenke zu kaufen. Je nach Laune ist der tag zur freien Verfügung, oder es kann noch eine kurze Stadtführung gemacht werden. Um einen Vorgeschmack auf Europa zu bekommen können wir uns noch in Miraflores umschauen, dem Nobelviertel Limas, das eher wie eine Spanische Großstadt wirkt, als das es südamerikanisches Flair versprüht. Aber auch das ist Peru, nämlich das Peru der Reichen, der Oberschicht. Abends findet dann noch ein gemeinsames Abschiedsessen statt.

23. Reisetag: Rückflug

Der traurigste Tag der Tour denn nun geht es nach Deutschland zurück. Selbstverständlich begleitet sie unser Reiseleiter noch zum Flughafen, und nach der Verabschiedung geht es mit Zwischenstopp in Madrid zurück nach Hause. Vorher aber überfliegen wir noch mal Peru. Interessante Tiefblicke auf die Anden und das Amazonasgebiet rufen uns die vielen außergewöhnlichen Erlebnisse auf der Tour noch mal in Erinnerung und bieten reichlich Nahrung für neue Reiseideen und Tourenpläne. Es muss ja nicht das letzte Mal Südamerika gewesen sein.


 

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