Bergsteigen in Südperu

Rundreise in Südperu mit dem Colca Canyon, Titicacasee, Cusco und der Besteigung von Misti und Chachani. Der Chachani zählt zu den leichtesten 6000er in Peru.

Rundreise durch Südperu mit zahlreichen Highlights. Berge, Dschungel, Wüsten, Strände, Inkaruinen - Peru ist sicherlich eines der facettenreichsten Reiseländer der Welt. Viele dieser verschiedenen Landschaftsformen werden uns auch auf dieser Tour begegnen. Große, freistehende Vulkanberge wie Misti und Chachani, tiefe Schluchten, wilde Urwaldlandschaften, pulsierende Großstädte, kristallklare Bergseen, berühmte Inkaruinen und sogar eine echte Sandwüste.

Sandboard-Huacachina

Start und Zielflughafen unserer Tour ist Lima, mittlerweile mit 11 Millionen Einwohnern eine der größten Städte Südamerikas. Nach einer ausgiebigen Stadtbesichtigung geht es dann weiter nach Ica, bzw. der nahe gelegenen Oase Huacachina, eingebettet in mächtigen Sanddünen. Dort werden wir eine Wüstenwanderung als Eingehtour unternehmen, die Wüste erkunden und uns unter kundiger Anleitung im Sandboarden üben.

Weiter geht es mit dem Bus nach Arequipa, der zweitgrößten Stadt Perus, dazu der klimatisch begünstigsten mit interessanten kolonialen Bauwerken. Von dort aus werden nun die ersten Akklimatisationstouren unternommen, nämlich der Cerro Verde bei Cayma in einer ganz seltenen Wüstenlandschaft und später der Colca Canyon zwischen Chivay und Cabanaconde, der tiefste Canyon der Welt. Neben tollen Landschaftsformen können hier Condore beim kreisen beobachtet werden.

Danach geht es zum berühmten Titicacasee nach Puno, auf 3.800 Metern Höhe gelegen. Hier steht neben einer Eingehtour auf den ca. 4.500 Meter hohen Atoja und dem Besuch der Inkakultstätte Sillustani auch eine Bootsfahrt auf dem höchsten schiffbaren See der Welt auf dem Programm. Ungefähr 8 Tage dürften diese Programmpunkte in Anspruch nehmen.

Von dort geht es weiter nach Cusco, der vielleicht bekanntesten Stadt Südamerikas, sicher aber eine der schönsten. Nach intensiver Besichtigung verlassen wir Cusco dann in Richtung Ollanta, wo schon recht ansehnliche Inkaruinen zu bewundern sind, zudem bekommen wir einen Eindruck vom Urubambatal, dem heiligen Tal der Inkas. Die durchweg grünen Landschaftsformen sind hervorragend für den Getreide, Kartoffel und Gemüseanbau geeignet.

Weiter geht es mit der Bahn nach Aguas Calientes, dieses ist zwar eher als Retourtenort zu bezeichnen, aber gleichzeitig Ausgangspunkt für eine einzigartige Exkursion am nächsten Tag, nämlich Maccu Piccu .

Durch die Übernachtung können wir den Touristenrummel zuvorkommen und die Bauwerke auf steinernen Inkapfaden durch den Dschungel erreichen. Um die mystische Atmosphäre noch besser in uns aufzunehmen können wir dann den Maccu Piccu Berg besteigen. Wiederum auf alten Inkapfaden würden wir uns dort normalerweise ohne Begleitung anderer Touristen bewegen und dann von oben auf den Trubel rund um die alte Inkastadt herabschauen. Nach der Besichtigung der Bauwerke geht es dann zurück nach Aguas Calientes und am nächsten Tag mit Bus und Bahn über Ollanta zurück nach Cusco.

Von dort aus wird wiederum die weisse Stadt Arequipa angesteuert, um die erloschenen Vulkanberge Misti (5.811 m) und Chachani (6.075 m) in Angriff zu nehmen. Beide Berge sind von Arequipa aus in zwei Tagen zu ersteigen und bieten außer der großen Höhe kaum technische Schwierigkeiten, dafür sind Aussicht und Naturerlebnis umso überwältigender. Diese Touren sind auch ohne alpintechnische Kenntnisse mögliche, eine sehr gute Kondition ist allerdings in jedem Fall erforderlich. Mit dem Chachani wird sogar ein echter 6.000er bestiegen. Nach diesen Höhepunkten erfolgt dann die Rückreise nach Lima.

Tour-Info

Highlights

  • Sandwüste
  • Huacachina
  • Islas Ballestas
  • Colca Canyon
  • Titicacasee
  • Urus
  • Sillustani
  • Colca
  • Ollantaytambo
  • Maccu Piccu
  • Misti
  • Chachani

Dauer dieser Tour: 24 Tage

Unser nächsten Termine:

  • 3. bis 26. März 2018
  • 25 Juni bis 18. Juli 2018
  • 2. bis 25. August 2018
  • 3. bis 26. Oktober 2018

Gerne führen wir diese Tour auch zu Ihrem individuellen Wunschtermin durch.

Preise (pro Person):

  • Ab 2 Teilnehmern: 2.199 Euro
  • Ab 4 Teilnehmern: 2.094 Euro
  • ab 6 Teilnehmern: 1.989 Euro

Eingeschlossene Leistungen

  • Flughafentransfer
  • alle Übernachtungen in einfachen Hotels oder Zelten
  • Eintrittsgebühren
  • Reiseleitung je nach Gruppengrösse auf Deutsch oder mindestens Englisch
  • Wüstenfahrt
  • 2 Bergbesteigungen mit kompletter Organisation und Führer und Leihausrüstung
  • Bootsfahrt Titicacasee
  • Essen an Misti und Chachani, Frühstück immer

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Flug
  • Reiseunfall- und Krankenversicherung
  • Reisegepäcks- und Reiserücktrittskostenversicherung
  • Nicht ausgeschriebene Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder
  • Ausgaben des persönlichen Bedarfs

Teilnehmerzahl

  • Mindestens: 2
  • Maximal: 10

Weitere Infos

  • Eine gute allgemeine Fitness ist für diese Tour gewünscht und sehr von Vorteil.

Tour-Verlauf

1. Reisetag: Ankunft Lima

Start und Zielflughafen ist Lima, mittlerweile mit elf Millionen Einwohnern eine der größten Städte Südamerikas. Nach der Abholung wird erst mal das Hotel bezogen, danach ist Ausruhen angesagt, wer möchte kann sich noch etwas in der Stadt umsehn. Den Abschluss des Tages bildet . auf Wunsch, das erste landestypische Abendessen in einem einfachen Restaurant in Lima.

Islas-Ballestas-Paracas

2. Reisetag: Lima

Am Vormittag schauen wir uns einen Teil der Innenstadt an, dabei ist vor allem die Plaza de Armas interessant, welche umrahmt von diversen Regierungsgebäuden wahrlich gigantische Ausmaße erreicht. Von hier aus werden sämtliche Entfernungen in ganz Peru gemessen. Nebenan eine Kirche mit einem fast schon makaberen Denkmal, Francisco Pizarro wird hier geehrt, ein spanischer Schweinehirt, auf den das Ganze Elend dieses Kontinentes zurückgeht, aber natürlich auch der unermessliche Reichtum der peruanischen Oberschicht, ihm wollen wir nicht allzu lange huldigen. Da schauen wir uns lieber das bunte Treiben des Mercado Central an. Hier gibt es schon mal eine Vorschau auf das, was uns in Peru erwartet. Alle möglichen Kunstgegenstände kann man hier erwerben, allerdings auch durchaus europäische Güter wie CDs oder Bücher.

Da Lima nicht gerade die schönste und interessanteste aller lateinamerikanischen Städte ist fahren wir am Nachmittag weiter nach Ica. Die Busfahrt nimmt etwa 3 Stunden in Anspruch und führt an der Küste entlang durch saharaähnliche Sandwüsten.  Übernachtung in Ica.

3. Reisetag: Oase Huacachina

Früh am Morgen begeben wir uns zur nahe gelegenen Oase Huacachina, eingebettet in mächtigen Sanddünen. Genau die werden wir uns vornehmen, da es hier tagsüber sehr heiß werden kann, starten wir die Tour am frühen Morgen. Zuerst ist der Sand hart und gut begehbar, je steiler das Gelände wird, umso mühsamer wird der Anstieg. Man rutscht fast mehr zurück, als das man Höhe gewinnt. Eine wirklich gute Übung für die späteren Vulkanbesteigungen. Ein wenig von der Oase entfernt fühlt man sich wirklich wie in der Sahara. Nach der eher kurzen Tour werden wir unser Hotel in Huacachina beziehen und danach Mittagessen. Der Nachmittag ist zu heiß für größere Aktivitäten, aber es stehen Hängematten für uns bereit. Wer noch Energie hat kann sich am Abend unter kundiger Anleitung im Sandboarden üben, dazu muss allerdings noch mal eine Düne bezwungen werden.  Übernachtung erfolgt nochmals in Ica.

Sandwueste-Peru

4. Reisetag: Islas Ballestas

Von Ica ist es nur ein Katzensprung nach Paracas, dem Ausgangspunkt für unsere Bootstour zu den Islas Ballestas. Eine wild zerklüftete Inselgruppe mit einigen Klippen und ungewöhnlichen Felsen. Dazu gibt es weite Sandstrände und eine stattliche Anzahl exotischer Tierarten. Pelikane, Blaufußtölpel, Biguascharbe usw. usw. doch die Hauptattraktion sind sicherlich die 2,5 Meter langen braunschwarzen Seelöwen, die das Meer nach Nahrung durchpflügen. Mit etwas Glück sind sogar durchziehende Delphine zu sehen. Da die Inseln nicht betreten werden dürfen, schauen wir uns die Tiere vom Boot aus an.

Dann verlassen wir die chillige Oase und begeben uns per Taxi zurück nach Ica. Nachdem wir uns noch etwas die Innenstadt angeschaut haben, startet von hier aus die Busfahrt nach Arequipa. Diese führt wiederum durch äußerst interessante Landstriche mit Dünen, Küste und später über 4000 Meter hohen Andenpässen. Etwa 15 Stunden benötigt unser Bus für die Strecke, doch glücklicherweise haben wir Liegesitze und einen recht luxuriösen Bus. Auch die Mahlzeiten werden im Bus gereicht, sodass eine angenehme Fahrt zu erwarten ist.

5. Reisetag: Arequipa

Dieser Tag steht im Zeichen der Ankunft in Arequipa. Nach der langen Busfahrt ist es sicher in jedermanns Sinn zuerst einmal das Gepäck loszuwerden und das Hotel zu beziehen. Wahlweise kann dann der Nachmittag zum Ausruhen genutzt werden, wer möchte kann auch eine erste kurze Stadtführung mitmachen. Am Abend geht es auf jeden Fall noch mal in die Stadt, nämlich um ein landestypisches Restaurant für das Abendessen aufzusuchen. Dieser Name bezieht sich nicht, wie man vielleicht erwarten könnte auf die weiß getünchten Kolonialbauten der Stadt, sondern vielmehr auf die Tatsache das sie früher vor allem von hellhäutigen Einwanderern bevölkert war. Auch heute besteht ein verhältnismäßig großer Anteil der mittlerweile fast 700.000 Einwohner aus Nachkommen der spanischen Eroberer und Leuten die sich zumindest dafür halten. Ob diese Abstammung übergroßen Stolz hervorrufen muss mag dahingestellt sein, aber in Peru und anderen südamerikanischen Ländern definieren sich breite Teile der Bevölkerung über ihre Hautfarbe. Desto hellhäutiger umso angesehener. Leider akzeptieren auch die dunkelhäutigen Indigena zumindest nach außen hin diese Tatsache und sehen die Bezeichnung Negro (Schwarz) immer noch als Beleidigung. Dieses Denken lässt sich schwer mit dem eigentlich eher verständlichen Stolz Nachfahren der Inka zu sein vereinbaren.

Die Stadt selbst hat sich mittlerweile zur zweitgrößten Stadt Perus gemausert und ist zugleich die wichtigste Metropole zwischen Lima und La Paz. Arequipa sieht sich gern als Konkurrenz zu Lima, kommt aber der Bedeutung der Hauptstadt noch nicht nahe. Dafür ist Arequipa ruhiger und übersichtlicher. Durch die angenehme Distanz zur Küste und die für andine Verhältnisse eher gemäßigte Höhenlage von 2300 Metern herrscht in Arequipa das ganze Jahr über ein mildes und angenehmes Klima.

6. Reisetag: Cerro Verde

Nun wird es Zeit die ersten Akklimatisationstouren zu unternehmen, nämlich der Cerro Verde bei Tiabaya in einer ganz seltenen Wüstenlandschaft. Tiabaya ist ein Vorort von Arequipa und noch durch und durch landwirtschaftlich geprägt. Grüne Felder, Tierhaltung und einfache Gebäude prägen das Bild. Von Tiabaya aus fahren wir noch etwas weiter mit dem Taxi einen kleinen Pass hinauf, Cerro Verde genannt. Von dort starten wir unsere Wanderung, an ärmlichen Hütten mit einigen Hunden vorbei über einen aussichtsreichen Grat zum aussichtsreichen Gipfel mit seiner Madonnenstatur. Doch richtig interessant wird es weiter hinter der Madonna. Sandüberzogene Felsformationen, nur von einigen Kakteen bewachsen prägen das Bild. Noch ein richtig formschöner Gipfel knapp über 3000 Meter lässt sich von hier aus einfach besteigen, mit weitem Blick übers Land. Im Anschluss schauen wir uns noch die unmittelbare Umgebung von Tiabaya an, endlich wieder etwas Grün.

Übernachtung in Arequipa.

Wuestenlandschaft-Arequipa

7. Reisetag: Colca Canyon

Es ist Zeit für den Colca Canyon zwischen Chivay und Cabanaconde, den tiefsten Canyon der Welt. Dafür chartern wir in Areqiupa den Bus nach Chivay, einem Andendörflein von ca. 3600 Einwohnern, dem lokalen Verkehrsknotenpunkt und neben Cabanaconde Hauptort im Colcatal. Auch von hier aus bietet sich noch eine kurze aber interessante Wanderung an, steinerne Ruinen können hier bewundert werden. Wir wandern in eine sattgrünes liebliches Hochtal hinauf mit Llamas, Kühen und Wildbächen. Zum krönenden Abschluss besteigen wir noch einen kleinen Hochrücken mit prächtigen Tiefblicken auf das Colcatal. Übernachtung in Chivay.

8. Reisetag: Mirador Cruz del Condor

Sehr früh starten wir heute in den Tag, gilt es doch möglichst früh den Mirador Cruz del Condor zu erreichen. Neben tollen Landschaftsformen können hier Condore beim Kreisen beobachtet werden, wofür man aber frühzeitig vor Ort sein sollte. Dabei wandern wir durch tiefgrüne Weideflächen. Wie schon erwähnt ist das gesamte Colcatal sehr fruchtbar, dementsprechend stark ist es auch von der Landwirtschaft geprägt. Vor allem Kartoffeln werden hier angebaut dazu Getreide und auch Gemüse. Die Bauern steigen direkt von der Ernte in den Bus, wobei sie die Früchte ihrer Arbeit in Säcken transportieren und auch für sehr wenig Geld feilbieten. Vom Mirador nehmen wir den Bus nach Cabanaconde (auf Wunsch kann dieser Abschnitt auch gelaufen werden), dem Endpunkt des Canyons, einem ursprünglichen Dorf inmitten dieser prachtvollen und erstaunlich grünen Gebirgslandschaft. Kaum ein Tourist übernachtet hier, wir aber werden sogar Mittagessen und Übernachten. Am Nachmittag werden wir aber den Canyon schon mal genauer unter die Lupe nehmen. Vom Canyonrand können wir ein Stück in die Schlucht herabsteigen, was imposante Tiefblicke vermittelt. Übernachtung in Cabanaconde.

9. Reisetag: Tafelberg über Chivay

Heute starten wir früh nach Chivay und können optional einen Tafelbergartigen gipfel von ca. 4800m über dem Ort besteigen. dazu sind allerdings 1300 Höhenmeter zu überwinden.

Wer möchte kann auch einfach in den heissen quellen von Las Caleras entspannen, aber der Berg lohnt sich wirklich und bietet phantastische Ausblicke über das Colca Tal.

10. Reisetag: Fahrt nach Puno

Der nächste Tag ist für die Busfahrt nach Puno reserviert. Diese dauert um die 8 Stunden und führt zwischen schneebedeckten Vulkanen, grünem Grasland und einigen Lagunen durch eine der eindrucksvollsten Landschaften Perus. Zwischendurch wird an einem kleinen Dorfmarkt gehalten, wo einheimisches Essen probiert werden kann. Puno wird dann von oben angefahren, mittlerweile ist die Hauptstadt des gleichnamigen Departemento auf über 100.000 Einwohner angewachsen. Unendlich weit breitet sich neben der schon recht raumgreifenden Stadt der tiefblaue See aus. Man könnte sich glatt an der Küste wähnen, würden da nicht im Hintergrund mehrere schneebedeckte Bergriesen aufragen. Wir schauen uns noch kurz die Hafenregion an, Puno ist wesentlich bunter und schöner als oft propangiert. Auch gute Möglichkeiten fürs Abendessen finden sich hier.

Misti-von-Arequipa

11. Reisetag: Atoja

Für den nächsten Tag haben wir uns dann endlich mal wieder eine Bergtour vorgenommen, nämlich den 4450 Meter hohen Atoja über dem Indigenadörfchen Chucuito. Dieses ist nur mit dem Camineto zu erreichen, welcher erst abfährt, als wirklich kein weiterer Fahrgast mehr Platz hat. Die Indigena haben in großen Jutesäcken Tauschware, zumeist Lebensmittel dabei, welche sie auf den nahen Dorfmärkten umzusetzen hoffen. Weder allzu steil, noch sehr lang ist der Anstieg und so sollten wir problemlos den Gipfel erreichen. Schöne , südländische Gewächse säumen den Weg und auch den Gipfelbereich, sogar eine Wetterstation gibt es auf dem Gipfel. Damit nicht genug, die nebenstehende Hütte ist sogar bewohnt und der freundliche Besitzer erklärte einmal mir stolz, das hier alles mit Solarenergie betrieben wird. Sehr vorbildlich !

Phantastisch ist der Blick auf die nicht enden wollende Weite des mehr als azurblauen Titicacasees, auf der anderen Seeseite sind schon die Gipfel der bolivianischen Königskordilliere zu sehen. Auch einige peruanische Vulkane schieben sich ins Bild uns runden das Panorama ab. Chucuito ist ebenfalls noch einen Abstecher wert, je nach Bedarf nehmen wir einen der zahllosen Busse zurück nach Puno.

12. Reisetag: Titicacasee und Ruinen von Sillustani

Heute steht dann eine Bootstour auf dem See überhaupt an, wir schippern über den schier endlos weiten und tiefblauen Titicacasee. Dabei steuern wir mehrere der zahllosen Uruinseln an und schauen uns dort um. Das Volk der Uru oder auch Uro ist seit 1958 ausgestorben, trotzdem versuchen ihre Nachfahren zumindest einen Teil der Urukultur zu erhalten.

Sie nannten sich früher Kot-Suns, „Seemenschen", und galten als das wildeste Volk im Inkareich mit einer sehr dunklen Hautfarbe. Da die Urus sich bei Auseinadersetzungen immer auf ihre Schilfinseln im Titicacasee zurückzogen, konnten sie von den Inkas nie unterworfen werden. Im 19. Jahrhundert lebten noch etwa 4000 Familien auf den Schilfinseln.

Heute bewohnen noch ca. 1500 bis 2000 Menschen die Schilfinseln. Sie sind als Mestizen durchweg Nachfahren der Aymara und Quetchua und leben fast ausschließlich vom Tourismus. Ungefähr 80 Inseln umfasst das Gebiet mit annähernd hundert Familien, sogar eine Schulinsel ist darunter.

Der Nachmittag gehört dann einer weiteren oft propagierten Sehenswürdigkeit in der Nähe Punos nämlich den Ruinen von Sillustani. Die steil aufragenden Grabtürme befinden sich in einer weitläufigen, grünen Weidelandschaft mit einigen Lagunen durchzogen. Zum Programm gehört ein archäologisches Museum und auf dem Rückweg wird noch ein typisches Bauernhaus besucht, wo wir durch die spärlich ausgestatteten Räume und Ställe geführt werden. Das Hauptkapital der Familie bilden Alpakas und anderen Nutztiere, welche auch entsprechend umsorgt werden. Ein sehr guter Käse wird uns zum Probieren dargereicht, der von der Familie selbst hergestellt wird. Dazu sind Mais und sehr wohlschmeckende Kartoffeln zu haben. Selbstverständlich kann beides auch käuflich erworben werden, oder aber einfach die Portokasse der Familie etwas aufgestockt werden.

Wasserfall-bei-Cabanaconde

13. Reisetag: Cusco

Wiederum steht eine Busfahrt auf dem Programm, wiederum eine sehr aussichtsreiche. Es geht nach Cusco, der architektonisch wohl interessantesten Stadt auf der Tour. Etwa 6 Stunden dauert die Reise, dabei werden vielfältige und umwerfend schöne Landschaften durchfahren, grünes Weideland, raue Berggruppen, tiefblaue Seen und malerische Andendörfer säumen unseren Weg. Cusco bildet dann trotzdem den Tageshöhepunkt, wir beziehen zuerst unser Hotel und schauen uns dann noch etwas die Gebäudeflut an der gigantischen Plaza de Armas an, in der Nähe wird sich auch ein geeignetes Lokal für das Abendessen finden zu lassen.

14. Reisetag: Auf dem Weg nach Aguas Calientes

Der heutige Tag bietet fast alles, nähern wir uns doch dem unvergleichlichen Machu Pichu, dem bekanntesten Ruinenkomplex der Welt. Zuerst geht es wieder mit dem Bus voran und zwar in Richtung Ollanta. Auch diese Strecke ist mehr als lohnenswert, führt sie doch durch sehr grüne, immer noch landwirtschaftlich geprägte Gegenden, von wo aus früher ein großer Teil des Inkareiches versorgt wurde. Ollanta selbst hat ebenfalls recht eindrucksvolle Ruinen zu bieten, nach Maccu Piccu der interessanteste Ruinenkomplex, welchen ich bisher sah. Da der Zug nach Aguas Calientes erst um 19:45 Uhr startet bleibt uns zudem Zeit den Ruinenberg zu besteigen und zusätzlich eine kleine Wanderung in eines der umliegenden grünen Täler zu unternehmen. Nach diesem sehr erfüllten Tag und einem ausgiebigen Abendessen auf dem lebendigen Marktplatz von Ollanta) fahren wir dann mit dem berühmten Touristenzug nach Aguas Calientes und beziehen unser Quatier.

15. Reisetag: Ruinen von Machu Pichu

Es folgt einer der absoluten Höhepunkte der Reise, die Ruinen von Machu Pichu. Nun zeigen sich die Vorteile der Übernachtung im Urwald. Gerade diese ist mehr als empfehlenswert, kann man doch vom Hotel aus Morgens direkt nach Maccu Piccu laufen. Dies hat neben der weit größeren Zeitreserve vor allem den Vorteil, das man sehr früh starten und somit weit vor den zu erwartenden Touristenströmen am Berg sein kann. Zudem gibt es keine bessere Tageszeit um die immer noch einzigartige Stimmung dieses Ortes in sich aufzunehmen, und zwar während des gesamten Weges, also nicht nur an den Ruinen selbst.

Nach einer etwas wackligen Hängebrücke über den Rio Apurimac, welcher fast die gesamte Feste in einer Art Halbkreis umfließt und nahezu uneinnehmbar machte, führt nun ein alter Inkapfad direkt in den dicht bewachsenen Bergurwald. Auf steilen, steinernen Stufen geht es nun aufwärts, kein auf Menschen hindeutender Laut ist zu hören (naja hin und wieder mal Busgeräusche). Diese werden aber durch zahlreiche kaum identifizierbare Urwaldgeräusche übertönt. Wahrscheinlich ganz allein steigen wir nun der alten Inkastadt entgegen, man kann sich lebhaft vorstellen gerade wirklich einer versteckten Stadt im Dschungel nachzuspüren. Doch schon nach einer bis anderthalb recht anstrengenden Stunden Aufstiegs haben wir den Eingang erreicht. Wir genießen noch etwas die Morgenstimmung in diesem einzigartigen Ruinenkomplex besteigen wir noch den Machu Pichu Berg, wieder über alte Inkapfade, wieder abseits vom allgemeinen Trubel. Den intensiven Gebäuderundgang machen wir dann am Nachmittag, wenn der Hauptandrang vorüber ist. Wir sind nicht zeitlich gebunden und laufen zu Fuß nach Aguas Calientes zurück, wo noch eine weitere Übernachtung ansteht.

Sillustani-Sonnenuntergang

16. Reisetag: In Cusco

Schon um 9 Uhr morgens geht unser Zug zurück nach Ollanta. Diesmal gibt es keine Wartezeit, es gibt direkten Anschluss nach Cusco. Zwischendurch kann der eine oder andere Snack eingeworfen werden, Möglichkeiten gibt es genug. So haben wir in Cusco noch einiges an Zeit. Nach Wunsch kann erst mal eine Ruhepause eingelegt werden, oder aber noch ein Teil dieser baulich einzigartigen Stadt angeschaut werden. Zum Abendessen gehen wir auf jeden Fall noch mal in die Innenstadt. Wer moechte kann heute schon mit dem Nachtbus nach Arequipa fahren was etwas kurzweiliger ist. Der Reiseleiter faehrt in dem mehr gewuenschten Bus mit.

17. Reisetag: Zurück nach Arequipa

Heute heißt es noch mal Busfahren, und zwar zurück nach Arequipa. Wer die Tagfahrt bevorzugt faehrt also heute ueber Tag. Zwar dauert die Fahrt ungefähr 10 Stunden, doch wir nehmen einen sehr gut ausgestatteten Luxusbus mit Liegesitzen. So wird uns eine exzellente Sicht beschert. Diese ist auch notwendig, es geht durch absolut ursprüngliches und sehenswertes Bergland. Einige unbekannte Vulkane säumen unseren Weg, zum Teil von beachtlicher Höhe. In Arequipa wird dann nur noch das Hotel bezogen und danach je nach Bedarf ein Restaurant besucht. Jeder bekommt seinen Packsack, damit am nächsten Tag alles geklärt ist. 

18. Reisetag: Anstieg zum Misti

Ein weiterer Höhepunkt, der Misti befindet sich in der direkten Umgebung von Arequipa, bleibt zwar unter der 6000 Meter Marke zurück, bildet dafür aber einen der formschönsten Vulkankegel der Anden. Nur selten ist der Berg Schneebedeckt und normalerweise vollkommen Eisfrei.

Im Morgengrauen geht es mit dem Jeep bis hinauf nach Aguada Blanca auf 3350 Metern Höhe. Hier endet der Fahrweg, gegen 9 Uhr geht es dann mit Führer und eventuell Trägern zu Fuß weiter. Die ersten 2 Stunden durch trockene, niedere Buschlandschaft hinauf auf 4085 Meter Höhe, bevor dann die letzten 3 Stunden zum Basislager über Lavasand und Geröll zurückgelegt werden. Das Lager liegt auf 4650 m, wo sich ein ebener Zeltplatz befindet. Weitere Möglichkeiten zum Zelten ergeben sich bis zur Schneegrenze auf ca. 5500 Metern, nachts sinken die Temperaturen auf Minusgrade ab. Wahrscheinlich fahren wir noch näher an den Berg heran als hier beschrieben, denn das ist der ältere Aufstiegsweg. Dieser wird je nach Führer unterschiedlich gestaltet.

19. Reisetag: Gipfelsturm

Gipfelsturm, mitten in der Nacht geht es los, somit ist der Gipfel aus Eisenbahnschienen über den Gratrücken und manchmal auf Schnee in ca.4 Stunden relativ leicht erreichbar. Der Aufstieg ist unschwierig und normalerweise leicht zu finden. Abstieg auf dem Aufstiegsweg.

Neben der großen Höhe erschwert vor allem der rutschige Vulkansand den steilen Aufstieg, sehr mühsam geht es vorwärts. Dafür warten keine alpinistischen Schwierigkeiten auf uns, die Hände werden höchstens zum fotografieren gebraucht. Nach der Besteigung wird das Basislager abgebaut und zum Fahrzeug abgestiegen. Mit diesem geht es dann zurück nach Arequipa, Schlafen dürfte den Rest des Tags in Anspruch nehmen.

Machu-Pichu-mit-Huayna-Pichu

20. Reisetag: Reservetag Arequipa 

Falls wir den Tag nicht mehr für den Misti benötigen, besteht die Möglichkeit Arequipa noch ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen (Optional):

Wir starten auf dem Balkon Arequipas, dem Dorf Cayma. Von dort aus hat man einen schönen Blick über die Stadt und auf die umliegenden Vulkane Misti und Chachani. Verwinkelte ursprüngliche Gassen kann man hier bewundern und eine der schönsten Kolonialkirchen auf der Plaza San Miguel. Ein sehr geeigneter Ort für das Mittagessen. Danach nehmen wir uns den Innenstadtbereicht vor. Dabei kommen wir nicht am Museo Santuarios Andes vorbei, unter anderem ist hier die Mumie Juanita gelagert, die ja 1985 auf dem Ampato gefunden wurde. Ebenfalls sehenswert sind die Klosteranlage Santa Catalina, einige alte Straßenzüge und der Mercado San Camillo. 

21. Reisetag: Basislager am Chachani

Fuer heute steht die Anfahrt zum Chachani Basislager auf dem Programm. Man kann mit dem Jeep bis auf eine Höhe von 4900 Metern fahren, auf einer kleinen Hochebene endet dann der Fahrweg. Von dort geht es noch 400 Höhenmeter auf mäßig steiler Piste zum Basislager auf ca. 5.300 Metern Höhe. Dort werden die Zelte aufgebaut und übernachtet. Die Anstrengungen halten sich heute also in Grenzen, sodass dieser Aufstieg gleich an den Misti angeschlossen werden kann. Auch braucht wegen des geringen Höhenunterschiedes nicht all zu früh gestartet zu werden.

22. Reisetag: Am Gipfel des Chachani

Am nächsten Morgen geht es dann zuerst über steiles Schuttgelände auf undeutlichen Steigspuren geradewegs hinauf, bis ein kleines Eisplateau erreicht ist. Nun wendet man sich nach Rechts um einen mäßig steilen Eishang zu queren. Mit leichtem Höhenverlust zwar, dafür aber mit herrlichen Ausblicken auf das nächtliche Arequipa. Dann folgt linksseitig ein Hang, diesmal eisfrei und mit rutschigem Vulkansand überzogen. Steigspuren leiten zum aussichtsreichen Gipfelpunkt. Der Abstieg erfolgt auf dem Aufstiegsweg. Für den Aufstieg sind 6-8 Stunden zu veranschlagen, der Abstieg ist in 4-5 Stunden zu schaffen. Dann geht es mit dem Geländewagen zurück nach Arequipa, wo wir uns erst mal ordentlich ausschlafen.

23. Reisetag: Flug nach Lima

Die angenehmste und schnellste Variante in die Hauptstadt zurückzukehren,

So können wir uns ganz in Ruhe von den Strapazen der Bergbesteigungen erholen. Zwischendrin bekommen wir noch mal fast alle Facetten Perus zu Gesicht, Sanddünen, Andenpässe, Küstenlandschaften und zum Schluss den gigantischen 11 Millionenmoloch Lima.

Hier gibt es noch mal die Möglichkeit letzte Souvenirs und Geschenke zu kaufen. Je nach Laune ist der restliche Tag zur freien Verfügung, oder es kann noch eine kurze Stadtführung gemacht werden. Um einen Vorgeschmack auf Europa zu bekommen können wir uns noch in Miraflores umschauen, dem Nobelviertel Limas, das eher wie eine Spanische Großstadt wirkt, als das es südamerikanisches Flair versprüht. Aber auch das ist Peru, nämlich das Peru der Reichen, der Oberschicht. 

24. Reisetag: Rückflug von Lima

Der traurigste Tag der Tour denn nun geht es nach Deutschland zurück. Selbstverständlich begleitet sie unser Reiseleiter noch zum Flughafen, und nach der Verabschiedung geht es mit Zwischenstop in Madrid zurück nach Hause. Vorher aber überfliegen wir noch mal Peru. Interessante Tiefblicke auf die Anden und das Amazonasgebiet rufen uns die vielen außergewöhnlichen Erlebnisse auf der Tour noch mal in Erinnerung und bieten reichlich Nahrung für neue Reiseideen und Tourenpläne. Es muss ja nicht das letzte Mal Südamerika gewesen sein.

Sillustani-bei-Puno


 

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